Samstag, 11. Oktober 2014

Möhren-Süßkartoffel-Suppe mit Hackfleisch und Feta

Suppen haben es nicht gerade leicht. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber auf meinem Blog zumindest werden Artikel über Suppenrezepte vergleichsweise wenig gelesen, bekommen selten Kommentare, und kaum einmal schreibt gar jemand begeistert, dass er ein Rezept nachgekocht hat. Dabei sind die Suppen, die ich euch hier vorstelle, natürlich allesamt Rezepte, die ich für sehr gut befunden habe und euch wärmstens ans Herz legen möchte. Aber gegen Pasta, Pizza, Flammkuchen & Co. oder gar gegen die Superstars Kuchen und Desserts können sich die eher bodenständigen und unauffälligen Suppen, quasi das Understatement aus dem Kochtopf, nur selten durchsetzen.


Dass ich euch heute dennoch mal wieder eine Suppe vorstelle, hat natürlich einen Grund, und der lautet: Sie ist einfach genial lecker! Wenn ihr also einer Suppe eine Chance geben wollt, den Sprung auf eure Nachkochliste zu schaffen, dann am besten dieser :-) Denn ich habe mein Bestes getan, um das Süppchen so aufregend wie möglich schmecken zu lassen. Gefunden hatte ich das Rezept für die Möhren-Süßkartoffel-Suppe ursprünglich in der Tagesrezepte-App von Lecker, habe aber noch kräftig am Geschmack gedreht, da mir das Rezept zwar solide, aber ein bisschen langweilig daher kam. Die erste gute Entscheidung war es, nach dem Anbraten von Zwiebel und Knoblauch einen groooooßzügigen Esslöffel meiner selbstgemachten Rogan josh-Currypaste zuzugeben und mit anzubraten, bevor dann Möhren und Süßkartoffel ein bisschen in der Gewürzpaste schmoren dürfen. Dadurch erreicht man einen so einzigartigen, würzigen und komplexen Geschmack, dass ich zum Kochen des Gemüses nur noch Wasser draufgeben musste und auf Brühepulver komplett verzichten konnte. Wenn ihr keine Rogan josh-Paste zur Hand habt, könnt ihr natürlich auch jede andere (selbstgemachte oder gekaufte) rote Currypaste verwenden, je nach Schärfegrad müsst ihr evtl. etwas anders dosieren. Und statt Currypaste geht auch eine selbstgemachte Gewürzmischung aus orientalischen und/oder indischen Gewürzen: Curry, Kurkuma, gemahlener Ingwer, Garam Masala, Zimt oder (geräuchertes) Paprikapulver sind nur einige passende Gewürze, die mir spontan einfallen...

Die zweite gute Entscheidung war es, das Hackfleisch nach dem Anbraten nicht nur mit Salz und Pfeffer, sondern auch mit ordentlich Zimt zu würzen. Ja ihr lest richtig: ORDENTLICH ZIMT ANS FLEISCH :-) Eine meiner kulinarischen Erkenntnisse der letzten 1-2 Jahre besagt, dass sich eine deutliche Zimtnote sehr gut an vielen Fleischsorten macht, vor allem an Hackfleisch und besonders natürlich in orientalischen und indischen Gerichten. Und die dritte gute Entscheidung war es, noch so einige Krümel Feta zum Hackfleisch zu werfen und das Ganze anschließend in die Suppe zu streuen. So ist aus dem etwas faden Süppchen eine echte Aroma-Bombe geworden, die mit ihrer leuchtend-orangen Farbe und den vielen wärmenden Gewürzen perfekt in den Herbst passt.

Rezept
für 3-4 Portionen

2 EL Sonnenblumenöl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 großer EL Rogan josh-Paste (oder andere rote Currypaste oder Gewürzmischung)
2 Möhren
2 Süßkartoffeln (insgesamt ca. 500g)
evtl. 1 EL Gemüsebrühpulver
Salz, Pfeffer aus der Mühle
200g Hackfleisch vom Rind
3 Lauchzwiebeln
Zimt
100g Feta 

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Möhren und Süßkartoffeln schälen und in ca. 1,5 cm große Würfel schneiden. 1 EL Sonnenblumenöl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch zugeben und bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Rogan josh-Paste zugeben und 2-3 Min. mitbraten. Dann die Gemüsewürfel zugeben und ebenfalls ca. 2-3 Min. braten.

Einen Liter Wasser zugießen und nun die "Brühe" probieren. Je nachdem, wie würzig die Paste bzw. Gewürzmischung ist, die ihr verwendet habt, könnt ihr entweder auf Gemüsebrühpulver verzichten oder müsst ein Löffelchen zugeben. Dann alles zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze zugedeckt ca. 15 Min. köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.

In der Zwischenzeit Lauchzwiebeln waschen, putzen und in Ringe schneiden. In einer Pfanne den anderen EL Sonnenblumenöl erhitzen und das Hackfleisch darin ca. 5 Min. krümelig braten. Dabei die Hitze hoch stellen, damit keine Flüssigkeit austritt und das Fleisch auch wirklich brät und nicht eher kocht, aber auch regelmäßig rühren, damit nichts anbrennt. Dann die Lauchzwiebeln zugeben und kurz mitbraten. Pfanne vom Herd nehmen, Feta zerkrümeln und zugeben. Die Mischung ordentlich mit Salz, Pfeffer und Zimt würzen.

Derweile sollte das Gemüse weich gekocht sein. Nun die Suppe pürieren, mit Salz und evtl. Pfeffer abschmecken (letzteres war bei mir nicht notwendig, da die Currypaste würzig genug war) und mit Hackfleisch, Lauchzwiebeln und Feta als Einlage servieren.

Quelle
abgewandelt nach der Lecker Tagesrezepte-App

Montag, 6. Oktober 2014

Birnen-Amaretto-Kuchen mit Streuseln

Lacht ihr mich alle aus, wenn ich euch berichte, dass ich vor drei Tagen das erste Mal ein Rezept von Yotam Ottolenghi ausprobiert habe? Ja ich muss zugeben, was Food-Trends angeht, bin ich manchmal echt nicht die Schnellste - während sich so gut wie jeder schon seit Jahren quer durch die Ottolenghi-Kochbücher kocht, hab ich zwar auch eins im Schrank stehen (aber tatsächlich nur eins), doch es hat vom Kochbuch-Kauf bis zum Ausprobieren des ersten Rezepts noch mal weit über ein Jahr gedauert. Warum? Keine Ahnung... Mal keine Zeit, mal keine Lust auf aufwendige Küche, mal einfach vergessen. Na ja, wie auch immer, am Freitag war es soweit und ich habe den Birnen-Amaretto-Kuchen mit Streuseln aus "Das Kochbuch" ausprobiert.


Tja, was soll ich sagen? Wie das so ist mit Food-Trends, häufig ist was dran - so offenbar auch an den Rezepten von Herrn Ottolenghi, also zumindest vom Backen scheint er schon mal was zu verstehen ;-) Im Buch steht: "Wir vermuten, Gott hatte diesen Kuchen im Hinterkopf, als er den Tee erfand. Denn er passt perfekt zu einer Tasse Tee am späten Nachmittag - er spendet Trost, Wärme und Zuversicht." Nun brauchte ich zwar weder Trost noch Wärme, aber einen schönen Herbstkuchen, den ich am Wochenende zu einem herbstlichen Buffet bei meinen Eltern beisteuern konnte. Und hierfür eignete er sich wirklich perfekt - mit in Amaretto marinierten Äpfeln und Birnen, Walnüssen, Zimt und einem kleinen bisschen Lebkuchengewürz passt er perfekt in den goldenen Oktober und lässt sogar ein paar erste, wenn auch ganz dezente, Aromen der Weihnachtszeit spüren.

Der Kuchen ist einfach zu machen und nicht allzu aufwendig, bis alle Zutaten in der Form waren vergingen bei mir ca. 40 Minuten. Durch die Früchte wird er richtig schön fluffig und saftig, von trockenem Rührkuchen auch nach drei Tagen keine Spur (dann war er aber alle ^^). Schön aromatisch schmeckt er durch Amaretto und die Gewürze, und zu knusprig-buttrigen Streuseln obendrauf muss ich ja wohl nicht mehr viel sagen, oder? Also, wenn ihr einen schönen Herbstkuchen sucht, der sich auch gut auf einen Spaziergang an einem sonnigen Herbstsonntag mitnehmen lässt, ist dies hier euer Rezept :-)

Rezept
für eine große Kastenform (25 cm Länge)

Butter zum Einfetten der Form
Semmelbrösel zum Ausstreuen der Form
100g geschälter Apfel (bei mir 1 Stück, etwa Boskop)
150g geschälte Birne (bei mir 1 Stück)
30g Walnusskerne
abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
2 EL Amaretto
210g Mehl (Type 405)
3/4 TL Backpulver
3/4 TL gemahlener Zimt
1/3 TL gemahlene Gewürznelken (bei mir: Lebkuchengewürz)
45g gemahlene Mandeln
3 Eier
180 ml Sonnenblumenöl
230g Zucker
1/3 TL Salz

für die Streusel
100g Mehl (Type 405)
30g Zucker
60g kalte Butter  

Den Backofen auf 170 Grad vorheizen. Die Kastenform mit Butter einfetten und mit Semmelbröseln ausstreuen. Apfel und Birne schälen, in ca. 1,5 cm große Würfel schneiden und diese in eine Schüssel geben. Walnüsse in grobe Stücke brechen und in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie zu duften beginnen. Walnüsse, abgeriebene Zitronenschale und Amaretto zum Obst geben und alles vermischen. Mehl, Backpulver, Zimt und Nelken (oder Lebkuchengewürz) zusammen in eine zweite Schüssel geben und die gemahlenen Mandeln unterrühren.

Zwei Eier trennen und die Eiweiße beiseitestellen. Die Eigelbe mit dem dritten Ei verquirlen. Öl und Zucker in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät (oder von Hand) 1 Min. lang schaumig rühren. Bei niedriger Geschwindigkeit langsam die mit dem Ei verquirlten Eigelbe zugeben. Die trockenen Zutaten hinzugeben und unterrühren, anschließend die Obstmischung.

Die Eiweiße mit einer Prise Salz zu steifem Schnee schlagen und vorsichtig unter den Teig heben, dabei keinesfalls zu stark rühren. Die Kuchenmasse in die Kastenform füllen und nun noch die Streusel zubereiten. Dafür Mehl und Zucker in eine Schüssel geben, die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und ebenfalls zugeben. Dann alles mit den Fingern verkneten, bis sich Streusel formen und keine Butterstückchen mehr zu sehen sind. Die Streusel auf dem Kuchen verteilen.

Den Kuchen im vorgeheizten Ofen ca. 50-60 Minuten backen, bis an einem in die Mitte gestochenen Holzstäbchen kein Teig mehr kleben bleibt. Sollte der Kuchen außen schon schön gebräunt, aber innen noch nicht durchgebacken sein, mit Alufolie abdecken (war bei mir aber nicht nötig). Kuchen aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und aus der Form nehmen.

Quelle
Yotam Ottolenghi: Das Kochbuch

Freitag, 3. Oktober 2014

Rote-Bete-Salat mit Granatapfel, Walnüssen und Feta

Ziemlich genau fünf Monate ist mein letzter Blogbeitrag nun her und es fühlt sich ehrlich gesagt ein wenig ungewohnt an, mal wieder hier zu schreiben. In den letzten Monaten war wenig Zeit oder es waren andere Dinge wichtiger, ich war viel unterwegs und verschob das Schreiben eines neuen Beitrags erst immer wieder mit dem Gedanken "Ach, das machst Du dann einfach nächstes Wochenende...". Irgendwann war soviel Zeit vergangen, dass die übliche Routine einfach weg war und die Gedanken eher grundsätzlicher wurden. Habe ich noch genug Zeit und Motivation, um den Blog weiterzuführen? Braucht es überhaupt noch einen weiteren Foodblog, es gibt doch schon so viele? Was kann ich da schon noch Neues beitragen? Tja, und irgendwann hatte ich über die ganze Grübelei hinweg den Blog dann erfolgreich fast ganz verdrängt. Aber solche Phasen sind vielleicht auch normal, wenn man ein Hobby über eine längere Zeit betreibt, und mein Blog ist im letzten Sommer quasi völlig unbemerkt ja auch schon 4 Jahre alt geworden.

Aber lange Rede, kurzer Sinn: So richtig in Ruhe gelassen hat mich der Gedanke an meinen bescheidenen kleinen Blog dann doch nicht und es tat mir schon leid, ihn so einfach sang- und klanglos "verhungern" zu lassen. Deswegen bin ich nun wieder hier und mache weiter, mal sehen in welcher Regelmäßigkeit ;-) Und zur Feier meiner Rückkehr habe ich heute einen leckeren und sehr farbenfrohen Salat für euch - mit allem, was pink ist, kriegt man mich einfach immer :-)


Das Rezept ist als Verwertungsidee für ein Paket vorgegarte und vakuumierte Rote Bete entstanden, die wohl ursprünglich mal anderweitig verplant gewesen waren, dann aber nicht zum Einsatz gekommen sind. Bei der Suche, was ich mit ihnen denn anfangen könnte, stieß ich in der Tagesrezepte-App von Lecker! auf einen Rote-Bete-Salat mit Granatapfel. Die Idee gefiel mir, allerdings klang der Salat, mit Verlaub, doch ein bisschen langweilig, denn außer den beiden Hauptzutaten kamen im Wesentlichen nur noch Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer zum Einsatz. Das ist nett, aber ausbaufähig, weswegen ich das Dressing noch um Honig und eine gute Prise Ras-el-hanout bereichert habe und sich zu den Salatzutaten noch Minze, Walnüsse und Feta gesellten. Denn wir erinnern uns: Rote Bete, Minze und Feta sind ein Traum-Trio, wie ich schon mal hier festgestellt hatte :-)

Auch heute hat mir die Kombination ausgezeichnet geschmeckt, die unterschiedlichen Aromen und Texturen harmonieren ausgezeichnet. Würde ich jederzeit wieder so machen!

Weitere Ideen mit Roter Bete:

Rote-Bete-Carpaccio mit gebackenem Feta und karamellisierten Pinienkernen
Rote-Bete-Salat mit Datteln und Feta
Rote-Bete-Taboulé mit Linsen und Feta

Und irgendwann koche ich dann auch mal was mit Roter Bete und ohne Feta ;-)

Da ich häufiger höre, dass Leute zwar gerne mir Roter Bete oder Granatapfel kochen würden, es aber nicht tun, weil sie es leid sind, danach in der ganzen Küche rote Spritzer vorzufinden oder verfärbte Hände zu haben, habe ich noch einige Tipps für euch, die sich bei mir bewährt haben:

1) Sowohl Rote Bete als auch Granatäpfel schneide ich immer auf einem mit Backpapier belegten Backblech, dann gibt es kein Risiko, dass sich Schneidebretter verfärben.

2) Beim Schneiden von Roter Bete unbedingt immer Gummihandschuhe tragen, da sich die Hände sonst ggf. stark und langanhaltend verfärben.

3) Um einen Granatapfel ganz leicht und sauber auszupulen, diesen zunächst einige Male auf der Arbeitsfläche hin und her rollen, damit die inneren Segmente "brechen" (das hört man auch ganz deutlich). Dann den Granatapfel vierteln (auf dem mit Backpapier belegten Backblech), eine Schüssel mit Wasser füllen und unter Wasser aus den Vierteln die Kerne pulen. So kann nichts spritzen, die Kerne sinken zum Boden der Schüssel und die Häutchen schwimmen obenauf. Diese könnt ihr dann einfach mit einer Schaumkelle oder einem kleinen Teesieb herausfischen, dann den Rest durch ein Sieb gießen und fertig ist euer perfekt gepulter Granatapfel :-) (Und nein, so ein Genie bin ich nicht selbst, die Methode stammt von Jamie Oliver ;-))


Rezept
für eine Person zum Sattessen

1 Packung vorgegarte vakuumierte Rote Bete (500g)
1 Granatapfel
einige Minzblätter
Saft von 1/2 Zitrone
1 EL Honig
Salz, Pfeffer aus der Mühle
eine großzügige Prise Ras-el-hanout
4 EL Olivenöl
eine Handvoll Walnüsse
100g Feta

Rote Bete und Granatapfel wie oben beschrieben schneiden bzw. auspulen und in eine Schüssel geben. Minzblätter waschen, trocken schütteln und fein schneiden, zu den beiden anderen Zutaten geben und alles vermischen. Für das Dressing Zitronensaft, Honig und die Gewürze verrühren, dann das Öl zugeben und mit dem Schneebesen unterschlagen, bis ein cremiges Dressing entstanden ist. Über den Salat geben und vermischen.

Den Salat auf einer Platte anrichten. Walnüsse grob hacken und darüber streuen. Feta zunächst in Streifen schneiden, diese zerkrümeln und ebenfalls darüber streuen*. Und schon kann serviert werden :-)

* Natürlich kann man Walnüsse und Feta auch einfach untermischen, da der Feta beim Vermischen mit der Roten Bete jedoch eine eher unschöne schmutzig-rosa Farbe annimmt, ist das optisch eher nicht zu empfehlen, das Auge isst mit ;-)

Quelle
eigenes Rezept 

Sonntag, 4. Mai 2014

Glasnudelsalat mit Teriyaki-Hackfleisch

*staubwegpust* Schande über mein Haupt, nun ist es tatsächlich fünf Wochen her, dass ich hier das letzte Rezept gepostet habe. Ich glaube, so eine lange "Schaffenspause" gab es in den nahezu vier Jahren, die ich diesen Blog schon führe, noch nie. Zu meiner Verteidigung habe ich vorzubringen, dass der Monat April es wirklich in jeder Hinsicht hat krachen lassen - viel Arbeit, aber auch viele tolle private Unternehmungen, viel Zeit mit Familie und Freunden, ein Urlaub... Das ergab exakt 0 Wochenenden, an denen ich zuhause war, sowie im gesamten Monat exakt 2 selbstgekochte Essen - davon 1x Pasta mit Tomatensauce und 1x Kartoffeln mit Quark. Hmmm, und wo nicht gekocht wird, da kann man auch schwerlich über etwas bloggen... Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, hab ich meine Küche und meinen üblichen Trubel am Herd aber doch ganz schön vermisst, so dass ich nun, wo es gerade wieder etwas ruhiger zugeht, die Zeit nutze, um zu kochen und zu backen, was das Zeug hält :-)


Aber nun genug der vielen Worte und endlich mal wieder zu einem Rezept! Noch vor Beginn der kreativen Auszeit, nämlich Ende März, habe ich dieses schöne Gericht aus der Lecker! ausprobiert. Erst war ich ein bisschen skeptisch, da ich in der Vergangenheit schon paar Mal Glasnudelsalate, die mich nicht sehr überzeugt hatten, sowohl selbst gekocht als auch auswärts gegessen hatte. Bei diesem stimmt aber für mich wirklich alles: Das Verhältnis zwischen Glasnudeln und den übrigen Zutaten ist optimal, das Hackfleisch sehr lecker gewürzt mit der Teriyaki-Sauce, und das frische Salat-Dressing mit Ingwer, Limette und Sesamöl hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Würde ich es noch mal kochen, könnte ich mir noch ein paar grob gehackte Erdnüsse zum Bestreuen sehr gut vorstellen. In jedem Fall aber Daumen hoch für diesen leckeren Salat!

Rezept
für vier Personen

4 Knoblauchzehen
2 EL Öl
500g Rinderhackfleisch
5 EL Teriyakisauce
Salz, Pfeffer, Zucker
125g Glasnudeln
1 rote Paprika
1 Bund Lauchzwiebeln
1 Bund Koriander (habe ich weggelassen)
1 rote Chilischote
1 Stück (ca. 20g) Ingwer
1 Limette
4-5 EL Sojasauce
3 EL Sesamöl
ggf. geröstete Erdnüsse zum Bestreuen

Knoblauch schälen und sehr fein hacken. Öl in einer Pfanne erhitzen. Hackfleisch darin bei mitterer Hitze ca. 6 Minuten krümelig braten. Knoblauch kurz mitbraten. Teriyakisauce unterrühren, mit Salz und Pfeffer würzen.

Glasnudeln mit kochendem Wasser übergießen und ca. 5 Min. quellen lassen. Abgießen, gut abtropfen lassen und mit einer Schere kleiner schneiden. Paprika putzen, waschen und in feine Streifen schneiden. Lauchzwiebeln putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Koriander waschen, trocken schütteln und die Blättchen von den Stielen zupfen.

Für das Dressing Chili putzen, waschen und mit den Kernen in feine Ringe schneiden. Ingwer schälen und ganz fein schneiden oder reiben. Limette auspressen. Limettensaft, Sojasauce, Chili, Ingwer und 2-3 Zucker verrühren. Sesamöl darunterschlagen.

Hackfleisch, Nudeln, Paprika, Lauchzwiebeln, Koriander und Dressing mischen. Den Salat mind. 30 Min. ziehen lassen und dann, ggf. mit gerösteten Erdnüssen bestreut, servieren.

Quelle
Lecker! April 2014

Sonntag, 30. März 2014

Die perfekten Zimtschnecken

Vielleicht denkt ihr "Jetzt übertreibt sie aber etwas, für sich zu reklamieren, dass etwas perfekt ist, ist doch bisschen zuviel des Guten"... In dem Fall kommt diese Aussage aber ursprünglich gar nicht von mir, sondern von Ann-Katrin, von deren Blog ich das Zimtschnecken-Rezept habe und die die Schneckchen als die "weltbesten Cinnamon Rolls" bezeichnet. Wie ich finde, absolut zurecht, denn von diesem Rezept waren wir wirklich hin und weg :-) Eine Freundin, für deren Geburtstags-Kuchenbuffet ich am letzten Wochenende etwas beisteuern sollte, wünschte sich Zimtschnecken von mir. Und das nicht ohne Grund, denn vor einigen Jahren, als besagte Freundin gerade für längere Zeit in Spanien weilte und unheimlichen Appetit auf Zimtschnecken hatte, hatte ich ihr welche gebacken und auf die lange Reise geschickt - daran hatte sie sich erinnert und wollte nun gern wieder welche haben. Ich hatte allerdings seitdem keine Zimtschnecken mehr gebacken und wusste auch gar nicht mehr, welches Rezept ich damals benutzt hatte - daher musste etwas Neues probiert werden, und so kam das Rezept von Ann-Katrin ins Spiel :-)


Der Hefeteig ist super geworden, war herrlich fluffig und ist nahezu gigantisch aufgegangen. So lecker es auch ist - Notiz an mich: Zuviel rohen Hefeteig essen ist keine gute Idee ;-) Schon wenn der Hefeteig mit flüssiger Butter bestrichen und mit Zucker und Zimt bestreut wird, breitet sich ein Duft in der Küche aus, der einfach unbeschreiblich toll ist. Und die fertigen Schnecken sind einfach ein Traum: So unheimlich saftig, fluffig, buttrig, zimtig, dass man in seinem Leben am besten nie wieder etwas anderes essen will... Ann-Katrin empfiehlt dazu ein Frischkäse-Frosting, für welches ihr das Rezept unten findet; da ich vergessen hatte, Frischkäse zu kaufen, habe ich einfach eine Glasur aus Puderzucker und Milch angerührt. Natürlich kann man die Glasur auch weglassen, ich habe sie vor allem deshalb verwendet, da ich die Zimtschnecken bereits am Vortag der Feier backen musste und Angst hatte, dass sie bis zur Feier trocken werden könnten. Mit der Glasur und in einer Blechdose auf ihren Einsatz wartend waren sie aber wunderbar saftig. Auch Rosinen kann man gut in die Zimtschnecken wickeln - das habe ich aber nicht ausprobiert, da ich nicht wusste, ob alle Geburtstagsgäste Rosinen mögen.

Hier kann ich auf jeden Fall eine dicke Nachmach-Empfehlung geben! :-)

Rezept
für 10 Stück

Hefeteig
200 ml Milch
50g Butter
500g Mehl
½ Tl Salz
70g Zucker
1 Ei
1 Pck. frische Hefe

Füllung
50g flüssige Butter
130g brauner Zucker
2 TL Zimt

Cream Cheese Frosting
100g Frischkäse
30g Butter
100g gesiebter Puderzucker
evtl. Etwas Vanillearoma oder echte Vanille

Milch und Butter kurz erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Zunächst 450g Mehl, Salz, Zucker und Ei in eine Schüssel geben. Eine Mulde in das Mehl drücken und die Hefe hineinbröseln. Die Mich hineingießen und alles von der Mulde aus nach außen zu einem glatten Teig verkneten. Wenn der Teig noch zu klebrig ist, nach und nach nur so viel Mehl hinzugeben, bis er sich gut verarbeiten lässt. Zugedeckt an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen.

Den Teig rechteckig ausrollen und mit dem Gemisch aus flüssiger Butter, Zucker und Zimt bestreichen, keinen Rand lassen. Von der langen Seite her aufrollen und in 2-3 cm dicke Scheiben schneiden. Mit der Schnittfläche nach unten in eine gefettete Form (z.B. eine Auflaufform oder Springform) setzen und zugedeckt weitere 30 Minuten gehen lassen. Währenddessen den Ofen auf 180 Grad vorheizen.

Alle Zutaten für die Glasur verrühren. Wenn sie etwas zu dicklich erscheint, ein wenig Milch hinzugeben - sie sollte aber auf keinen Fall zu flüssig werden. Die Rollen bei 180°C ca. 15-20 Min. backen. Die Glasur auf den warmen Rollen verteilen und servieren.

Quelle
Penne im Topf 

Mittwoch, 19. März 2014

Wenn's was zu feiern gibt: Pizzaschnecken

Nach der Pasta mit Zitronenpesto, Pflücksalat und Räucherlachs aus dem letzten Post kann ich euch heute gleich den nächsten Büro-Renner der letzten Tage präsentieren. Unsere Abteilung hat nämlich vor Kurzem eine neue Küche bekommen (man muss sagen, dass wir es uns auch wirklich verdient hatten, denn die vorherigen Möbel waren sage und schreibe 33(!) Jahre alt... ^^), und dieser glückliche Umstand musste natürlich ausgiebig gefeiert werden. Deswegen haben wir vor einigen Tagen zur Küchenparty eingeladen und jeder hat was mitgebracht: Eine Kollegin brachte unheimlich leckere Blätterteig-Häppchen mit, die mit Joghurt, Gurke und Räucherlachs gefüllt waren; wir hatten Salat mit Feta, eine große Obstplatte, einen Schoko-Kuchen, Muffins, einige prickelnde Getränke (Limo, natürlich nur Limo, klar ^^)... und ich war für einen herzhaften Snack eingeteilt.


Mein Beitrag fürs Buffet waren diese Pizzaschnecken, die total lecker und würzig sind und sich super als Snack auf die Hand eignen. Und mal ehrlich, eigentlich lieben wir doch alle kalte Pizza, und nun gibt es endlich eine stilvolle Art, sie zu essen ;-) Wenn man, wie ich hier, fertigen Pizzateig nimmt, sind die Schnecken auch super-schnell gemacht. Wer etwas mehr Zeit hat, kann den Pizzateig natürlich auch gern selber machen, z.B. nach diesem Rezept hier. Und mit den Zutaten für die Füllung lässt sich ebenfalls spielen. Vom Buffet waren die Pizzaschnecken übrigens als erstes verschwunden und alle waren ein bisschen traurig, dass nicht mehr davon da war ;-)

Rezept
für 12 Stück

ein fertiger Pizzateig (oder selber machen nach diesem Rezept)
1 Dose Tomaten mit mediterranen Kräutern
Salz, Pfeffer aus der Mühle
100g Parmaschinken
100g Parmesan
etwas Olivenöl 

Backofen auf 220 Grad vorheizen. Die Mulden eines Muffinblechs dünn mit Olivenöl auspinseln. Den Pizzateig mit Backpapier auf einem Backblech ausrollen. Ein Sieb mit Küchenpapier (2 Lagen) auslegen, den Inhalt der Dose Tomaten hineingießen, etwas abtropfen lassen. Dann das Küchenpapier oben zusammenschlagen und etwas ausdrücken, so dass die Tomaten noch mehr Flüssigkeit verlieren und eine Tomatenpaste entsteht.

Die Tomatenpaste auf den Pizzateig streichen, mit Salz (nicht zuviel, da Schinken und Parmesan ebenfalls salzig sind!) und Pfeffer würzen. Parmaschinken in Stücke zupfen, auf den Pizzateig streuen. Parmesan grob raspeln und 3/4 davon auf den Pizzateig streuen. Teig mit einem Sägemesser längs in 12 Streifen schneiden. Jeden Streifen zu einer Schnecke aufrollen und in eine Mulde des Muffinblechs setzen. Die 12 Schnecken mit dem übrigen Parmesan bestreuen und im Ofen ca. 15-20 Min. backen, bis sie schön aufgegangen sind und der Käse gebräunt ist.

Quelle
eigenes Rezept

Samstag, 15. März 2014

Pasta mit Zitronenpesto, Pflücksalat und Räucherlachs

Dieses Rezept hat bei uns im Büro in dieser Woche eine ganz steile Karriere hingelegt. Alles begann damit, dass ich am Montag Abend bei dem herrlichen Wetter was schön Frühlingshaftes kochen wollte. Zuhause fand ich dann auch die erhoffte Inspiration in Form eines Rezepts aus einer alten Lecker!-Ausgabe (leider kann ich nicht mehr sagen, aus welcher es ursprünglich stammt): Pasta mit Zitronenpesto, Tomaten, Rucola und Räucherlachs sollte es sein. Von der Kombination, bei der ich den Rucola noch durch Pflücksalat (hauptsächlich Baby-Spinat und rotstieliger Baby-Mangold) ausgetauscht habe, war ich total begeistert. Frisch, würzig, aromatisch - so schmeckt ein neues Lieblings-Pastagericht :-)


Glücklicherweise blieb eine Portion übrig, so dass ich mir am nächsten Tag ein leckeres Büro-Mittagessen gönnen konnte und nicht auf den üblichen Kantinen-Einheitsbrei zurückgreifen musste. Als ich mit dem Teller voll dampfender und duftender Nudeln von der Küche aus den Flur entlang lief, zog ich schnell die neugierigen (oder sollte ich sagen: gierigen?) Blicke der Kolleginnen auf mich ;-) Eine nach der anderen erkundigte sich, was es denn bei mir heute Tolles gibt, und wollte gern das Rezept haben. Gesagt, getan: Am nächsten Tag bekam jede Kollegin die Kopie des Rezepts und nun kocht sich bereits seit einigen Tagen die halbe Abteilung durch dieses Rezept und ist schwer begeistert :-) Eigentlich ist es ja ganz einfach, aber wer kennt das nicht - manchmal braucht es erst mal eine Anregung von außen, damit man weiß, was man unbedingt kochen will... Vielleicht reiht sich ja auch jemand von euch in die Liste der Nachmacher ein?

Ich bin neugierig: Tauscht ihr euch auch mit Kollegen über Rezepte aus? Welches hat bei euch auf Arbeit zuletzt ganz schnell Karriere gemacht? :-)

Rezept
für vier Personen

500g Pasta (Spaghetti oder Linguine)
Salz, Pfeffer aus der Mühle
1 unbehandelte Zitrone
1 Bund Basilikum
1 Knoblauchzehe
50g Parmesan
7 EL Olivenöl
200g Kirschtomaten
50g Pflücksalat oder Rucola
100g Räucherlachs
3 EL Schmand

Die Pasta in kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung bissfest garen und abgießen. In der Zwischenzeit für das Zitronenpesto die Zitrone heiß waschen und abtrocknen. Von der Hälfte der Zitrone die Schale dünn abreiben. Die Zitrone halbieren und eine Hälfte auspressen (die andere Hälfte wird nicht gebraucht). Basilikum waschen, trocken tupfen und grob hacken. Knoblauch schäle und grob hacken. Parmesan grob reiben.

Knoblauch, Basilikum, Parmesan und 6 EL Olivenöl in ein hohes Gefäß geben und fein pürieren. Abgeriebene Zitronenschale und Zitronensaft unterrühren, Pesto mit Salz und Pfeffer abschmecken. Achtung, das Pesto ist jetzt sehr sauer - aber keine Sorge, vermischt mit der Pasta und den anderen Zutaten gibt sich das und passt dann perfekt!

Salat waschen, trocken schütteln und grob hacken. Tomaten waschen und halbieren. Lachs in Würfel schneiden. In einer beschichteten Pfanne den übrigen EL Olivenöl erhitzen, Tomaten darin ca. 3-4 Min. braten. Dann den Lachs zugeben und noch mal ca. 1 Min. braten.

Wenn die Nudeln fertig sind, diese nach dem Abgießen zurück in den Topf geben und zunächst mit Zitronenpesto und Schmand vermischen. Dann Salat, Tomaten und Lachs untermischen und mit frischem Pfeffer übermahlen servieren.

Quelle
Lecker!

 

Mittwoch, 5. März 2014

Zucchini-Gruyère-Muffins

Nach dem Müsli aus dem letzten Post habe ich heute gleich noch ein frühstückstaugliches Rezept für euch. Allerdings sind die herzhaften Muffins nicht nur eine gute Wahl fürs Frühstück, sondern passen auch aufs Brunch- oder Party-Buffet, zum Picknick, zu einem Salat oder einer Suppe oder einfach so als Snack zwischendurch. Hach, so viele Möglichkeiten... ;-) Ich habe sie als Snack für mich und meine Kollegen mit ins Büro genommen und dort sind sie sehr gut angekommen. Geriebene Zucchini und Buttermilch am Teig sorgen dafür, dass die Muffins wunderbar saftig und kein bisschen trocken sind. Die Würze kommt durch Schinken und geriebenen Gruyère und für etwas Biss sorgen Sonnenblumenkerne, die man natürlich auch durch andere Nüsse oder Kerne ersetzen kann.


Man beachte übrigens das hübsche Farbenspiel aus grünen Muffins in grünen Papierförmchen auf grünem Tischset - wirkt doch farblich gleich frühlingshaft :-)

Rezept
für 12 Muffins

30g Sonnenblumenkerne
3 große Eier
100 ml Olivenöl
100 ml Buttermilch
225g Mehl
1 1/2 TL Backpulver
Prise Salz
100g roher Schinken
60g Gruyère
2 mittelgroße Zucchini (zusammen ca. 300g)
1 EL frischer Thymian
Pfeffer aus der Mühle

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen. Sonnenblumenkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie leicht gebräunt sind und zu duften beginnen. Zucchini auf einer Reibe fein raspeln, in ein Sieb geben, die austretende Flüssigkeit gut ausdrücken und abtropfen lassen. Schinken in Würfel schneiden, Käse grob raspeln.

Eier in eine große Schüssel geben und verquirlen. Olivenöl und Buttermilch unterrühren. In einer zweiten Schüssel Mehl mit Backpulver und Salz vermischen. Mehlmischung zu den feuchten Zutaten geben und unterrühren. Schinken, Käse, Zucchini, Thymian und Sonnenblumenkerne zufügen, mit Pfeffer würzen und alles gut verrühren.

Den Teig auf die Muffinförmchen aufteilen, Blech in den Ofen stellen und zunächst 10 Min. bei 200 Grad backen. Dann die Temperatur auf 180 Grad reduzieren und die Muffins weitere 15-20 Min. backen, bis sie eine goldene Farbe haben und bei einer Stäbchenprobe das Holzstäbchen sauber bleibt. Dann aus dem Ofen nehmen und kurz in der Form auskühlen lassen, bevor sie zum vollständigen Auskühlen auf ein Kuchengitter gesetzt werden. Am besten schmecken sie bei Zimmertemperatur. 

Quelle
abgewandelt nach: La Tartine Gourmande - Recipes for an inspired Life

Sonntag, 2. März 2014

Müsli mit Himbeeren, Apfel, Pistazien und Honig

Dass ich sonntags so gegen Mittag gern gemütlich und ausgiebig frühstücke und dafür auch gern mal was anderes ausprobiere, als nur ein Brötchen mit Marmelade zu bestreichen, habe ich ja letztens bereits erzählt. Zurzeit bin ich außerdem bedingt durch meine neu erwachte Sport-Motivation auch sehr an gesunder Ernährung interessiert und daher auf der Suche nach Rezepten fürs Sonntags-Frühstück, die nicht grad Pancakes mit Schokosauce sind ;-) (Was natürlich nicht heißt, dass es hier nie wieder Pancakes mit Schokosauce gibt. Um Himmels Willen. Aber man will ja nicht gleich zu Anfang schwach werden ^^) Darum bin ich bei diesem Müsli-Rezept mit Himbeeren, geriebenem Apfel, Pistazien und Honig gleich hellhörig geworden. Klingt gesund und lecker, und für die Farbkombination weiß-pink-grün bin ich sowieso immer zu haben ;-)


Das war jetzt nach dem Apfelkuchen-Porridge vom letzten Jahr mein zweiter Versuch, mich an Haferflocken heranzuwagen, mit denen mich eine herzliche Kindheitstrauma-Abneigung verbindet. Wie der Apfelkuchen-Porridge hat mir auch dieses Rezept gar nicht so schlecht geschmeckt, was aber eher an den leckeren anderen Komponenten lag. Ohne die pappigen Haferflocken und einfach nur mit Joghurt, Früchten, Nüssen und Honig wäre es aus meiner Sicht allerdings noch leckerer gewesen :-) Aber wer Haferflocken mag und ein fruchtig-frisches Frühstück schätzt, wird hiermit bestimmt zufrieden sein.

Achtung: Die Haferflocken müssen bereits am Vorabend eingeweicht werden!

Rezept
für vier Personen

200g zarte Haferflocken
200 ml Apfelsaft
250g (TK-)Himbeeren
2 EL Rohrohrzucker
6 EL Mandeln, gestiftelt
1 großer Apfel
Limettensaft
Naturjoghurt
2 EL ungesalzene Pistazien
Ahornsirup oder Honig 

Haferflocken in eine Schüssel geben, Apfelsaft darüber gießen und abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag die Himbeeren und den Zucker in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze so lange köcheln, bis die Himbeeren weich sind (ca. 4 Minuten), dann vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Mandeln in einer beschichteten Pfanne ohne Fett ca. 4-5 Min. rösten, bis sie leicht gebräunt sind und zu duften beginnen. Dann vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Apfel grob raspeln und mit etwas Limettensaft beträufeln, damit er sich nicht verfärbt. Haferflocken auf vier Schälchen aufteilen und jeweils geriebenen Apfel, Himbeerpüree, Joghurt, Pistazien und Mandeln hinzufügen. Mit etwas Limettensaft und Ahornsirup oder Honig beträufelt servieren.

Quelle
La Tartine Gourmande - Recipes for an inspired Life

Sonntag, 23. Februar 2014

Nachgemacht: Tarte mit geröstetem Blumenkohl, Zwiebeln und Schinken

In der vorletzten Woche hatte ich Urlaub, und ursprünglich sah der Plan so aus: Den lieben langen Tag (na ja, zumindest an einigen Tagen...) gemütlich zuhause faulenzen, die Olympischen Spiele verfolgen und nebenbei schön in der Küche rumwerkeln und ein paar Punkte von meiner Nachkochliste abarbeiten. Tatsächlich kam es dann aber so, dass ich eigentlich jeden Tag irgendwie auf Achse war und die Küche die meiste Zeit über allenfalls von Weitem gesehen habe ;-) So habe ich leider lediglich ein Rezept von meiner Nachkochliste ausprobiert, dieses war dann aber auch ein wirklicher Volltreffer und das Ergebnis konnte sich sehen lassen! Es handelte sich um die Tarte mit geröstetem Blumenkohl, karamellisierten Zwiebeln und Schinken, die es vor einigen Wochen bei Chili und Ciabatta zu bewundern gab.


Blumenkohl esse ich sehr gerne, bereite ihn jedoch recht selten zu. Als ich nun noch eine Freundin, die ebenfalls sehr gern Blumenkohl mag, zum Essen zu mir eingeladen hatte, war klar, dass es diese Tarte sein muss. Sehr gut gefällt mir, dass der Blumenkohl hier im Ofen geröstet wird und dadurch ein sehr schönes Röstaroma bekommt. Weitere Würze geben der Tarte karamellisierte Zwiebeln, Schinken, Gruyère sowie eine dünne Schicht Senf auf dem Tarteboden. Ein wirklich leckeres Essen, dass uns mit einem frischen Salat (Rucola, Paprika, Sonnenblumenkerne, Dressing mit Dattelessig, Haselnussöl und Honig) sehr gut geschmeckt hat. Auch die kalte Tarte konnte sich am nächsten Tag durchaus noch sehen (und essen) lassen :-)


Soviel von mir für heute - genießt den sonnigen Sonntag! Ich werde nachher in die Stadt spazieren, wo mich heute von 15 bis 19 Uhr die Teilnahme an einem Sushi-Kurs erwartet. Hoffentlich kann ich euch also demnächst mal schönes selbstgemachtes Sushi zeigen :-)

Rezept
für eine Springform (26 cm Durchmesser), reicht für 4 Personen

1 fertiger Blätterteig, rund (30 cm Durchmesser)
500g Blumenkohl
2 1/2 EL Olivenöl
250g Zwiebeln
Salz, Pfeffer aus der Mühle
2 TL Senf (mittelscharf)
100g Schinken
100g Gruyère
200g Sahne
50g Schmand
2 Eier
frisch geriebene Muskatnuss

Den Backofen auf 220°C vorheizen. Den Blumenkohl in Röschen zerteilen und in einer großen, flachen, ofenfesten Schale oder auf einem Backblech mit 1 El Öl vermischen, salzen und pfeffern. Für 15 Minuten in den Backofen schieben, dann wenden und weitere 15 Minuten rösten. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit Zwiebeln schälen und in Streifen schneiden. Schinken würfeln. Käse grob reiben. Das restliche Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin unter häufigem Wenden bei nicht zu großer Hitze langsam tief goldbraun braten, salzen und pfeffern.

Eine Tarteform mit dem Blätterteig auslegen, den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen. Den Boden dünn mit dem Senf bestreichen. Die karamellisierten Zwiebeln in der Form verteilen, Blumenkohl und Schinken darüber geben. Sahne, Schmand und Eier verquirlen, die Hälfte des Käses dazugeben und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Den Guss über das Gemüse gießen, mit dem restlichen Käse bestreuen.

Die Tarte bei 220°C auf die unterste Schiene schieben und etwa 30 Minuten backen, bis der Teig knusprig und die Oberfläche appetitlich gebräunt ist. Kurz auskühlen lassen, in Stücke schneiden und am besten mit einem erfrischenden Salat servieren.

Quelle
Chili und Ciabatta