Freitag, 23. Januar 2015

Tomaten-Ziegenkäse-Tarte

Auch wenn ich nach wie vor motiviert meinen Neujahrsvorsätzen folge, braucht es doch ab und an ein Essen, das zwar nicht unbedingt ein Leichtgewicht ist, aber dafür so richtig glücklich und zufrieden macht. Letztens hatte ich Appetit auf eine leckere Tarte mit Ziegenkäse und habe mich nach kurzer Internetrecherche für ein Rezept von den Küchengöttern entschieden. Die Tarte ist nicht nur recht schnell gemacht (wenn man von der Backzeit von 45 Min. absieht, in der ja aber genug Zeit bleibt, um gemütlich die Küche aufzuräumen, den Tisch zu decken oder einen Salat als Beilage zu machen), sie hat uns auch geschmacklich absolut überzeugt.


Während die Kirschtomaten eine fast schon sommerliche Frische geben, sorgen getrocknete Tomaten, Ziegenfrischkäse und Parmesan dafür, dass die Tarte richtig schön würzig schmeckt. Würde ich jederzeit wieder machen! Ein frischer Salat, etwa Rucola, Feld- oder Pflücksalat, macht sich gut dazu. Und wer etwas mehr Zeit hat und einen Teig selbst machen will, kann statt auf fertigen Blätterteig z.B. auf meinen Lieblings-Quicheteig zurückgreifen - sehr zu empfehlen!

Rezept
für eine Springform (26 cm Durchmesser)

1 Rolle Blätterteig (ca. 250g; aus dem Kühlregal)
500g Kirschtomaten
100g getrocknete Tomaten
Kräutersalz
Pfeffer aus der Mühle
je 1 kleiner Zweig Rosmarin und Thymian
100g Parmesan
200g Ziegenfrischkäse
150g Schmand
2 Eier (Größe M)
3 EL Pinienkerne (habe ich weggelassen)



Springform mit Backpapier auslegen. Form mit Teig auslegen, dabei einen 2 cm hohen Rand bilden. Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Den Ofen auf 180° vorheizen.

Kirschtomaten waschen, abtrocknen, halbieren und auf dem Teig verteilen; leicht salzen und pfeffern. Die getrockneten Tomaten in feine Streifen schneiden, darüber verteilen.

Kräuter waschen, die Nadeln bzw. Blättchen klein schneiden. Parmesan grob raspeln. Frischkäse, Schmand und Eier mit Kräutern und Parmesan verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen, über die Tarte gießen. Im heißen Backofen (Mitte, Umluft 160°) ca. 30 Min. backen. Pinienkerne darüberstreuen und in 10-15 Min. fertig backen.

Quelle
Küchengötter 

Samstag, 17. Januar 2015

Wie sinnvoll sind Proteinshakes? (inkl. Rezepten ohne Pulver)


Wenn ihr regelmäßig Sport macht, seid ihr bestimmt schon einmal mit dem Thema Proteinshakes* konfrontiert worden. In Drogeriemärkten und Fitnessstudios findet man fertig gemixte Shakes, Pulver zum Selbstanrühren und Proteinriegel, die das Muskelwachstum beschleunigen, die Regenerationsfähigkeit der Muskulatur nach dem Sport verbessern und damit allgemein ihren Beitrag zu mehr körperlicher Fitness leisten sollen. Auch mir ist im Fitnessstudio empfohlen worden, nach dem Sport statt eines Abendessens einen Shake zu mir zu nehmen, um die positiven Effekte des Trainings zu verstärken und Kalorien zu sparen. Da ich mich in der letzten Zeit verstärkt mit gesunder Ernährung beschäftige, habe ich mich gefragt, was die Shakes bringen und ob ich sie brauche. Heute möchte ich meine Gedanken und Erkenntnisse mit euch teilen und euch außerdem leckere Rezepte für selbst gemixte Shakes, die ohne Pulver auskommen, dafür aber abwechslungsreich sind, vorstellen.

*Die Begriffe Eiweiß und Protein werden in diesem Artikel synonym verwendet.

Wofür brauchen unsere Muskeln Proteine?
Proteine sind wichtige Bausteine aller Zellen unseres Körpers, die den Zellen ihre Struktur geben und je nach Funktion der Zelle unterschiedliche wichtige chemische Reaktionen im Körper auslösen. Außerdem sind sie Baustoffe für Muskeln, Organe und Blut. Die Muskeln zum Beispiel brauchen Proteine, um wachsen zu können, denn sie lagern sie ein und verdicken dadurch die einzelnen Muskelfasern. Und auch wenn wir einfach abnehmen wollen, ohne sichtbar Muskeln aufzubauen, sind Muskeln für unser Ziel nützlich, denn sie verbrauchen mehr Energie als Fettgewebe. Das bedeutet, dass wir auch bei normalen körperlichen Tätigkeiten des Alltags mehr Kalorien verbrauchen, wenn wir unseren Anteil an Muskelmasse im Vergleich zum Fettgewebe erhöhen. Ein weiterer Vorteil einer eiweißhaltigen Ernährung ist, dass sie schneller sättigt, da ein wesentlich höherer Teil der aufgenommenen Eiweißkalorien (im Vergleich zu Kohlenhydrat- oder Fettkalorien) zur Verdauung genutzt wird und gar nicht erst als Reserve (aka Fettpölsterchen) eingelagert wird. Lohnt also der Griff zum Proteinshake?

Wie hoch ist der tägliche Eiweißbedarf?
Ganz so einfach ist es nicht, wie man schon nach kurzer Internetrecherche erkennt. Neben vielen Seiten, die mit Keywords zum Thema Proteinshakes und Muskelaufbau regelrecht zugepflastert sind und sich häufig als Webseiten von Proteinshake-Anbietern entpuppen, stößt man in Artikeln aus seriöseren Quellen häufig auf eine Skepsis gegenüber Eiweißshakes. Der Grundtenor lautet, dass die Shakes im Grunde eine Marketingmasche wären, die Konsumenten einiges an Geld kostet, dass der tägliche Eiweißbedarf von Hobbysportlern aber auch über die normale Ernährung relativ problemlos zu decken wäre.
Je nach Quelle werden als Richtwert für die tägliche Proteinaufnahme 0,8 Gramm bis 1,2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht angegeben (zum Vergleich: auf den Webseites der Anbieter beträgt dieser Wert auch gern mal 2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht). Folgt man den „konservativen“ Schätzungen von Ernährungswissenschaftlern, die ich in diversen Artikeln gefunden habe, so benötige ich bei meinem Körpergewicht also zwischen 52 und 78 Gramm Eiweiß pro Tag. Kann ich diesen Bedarf über die Ernährung decken?

Welche Lebensmittel liefern besonders viel Eiweiß?
Nahezu alle Lebensmittel enthalten Eiweiß, einige sind jedoch besonders gute Quellen, da sie viel und qualitativ hochwertiges Eiweiß enthalten. Generell lässt sich der Eiweißbedarf gut durch tierische Produkte decken, zum Beispiel durch Eier (13 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm), Käse (26 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm), Geflügelfleisch (24 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm), Fisch (Beispiel Lachs: 20 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm) sowie durch Milchprodukte. Aber viele pflanzliche Nahrungsmittel, allen voran Sojabohnen (38 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm) und Hülsenfrüchte (Beispiel Erbsen: 23 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm), liefern ebenfalls viel Eiweiß, so dass man auch mit vegetarischer Ernährung seinen Eiweißbedarf gut decken kann, wenn man verstärkt auf eiweißhaltige Lebensmittel achtet.
Aber wie viel Proteine nehme ich denn nun an einem typischen Tag zu mir? Ich ernähre mich nicht vegetarisch, esse aber nur ca. 1 – 3 Mal pro Woche Fleisch und Fisch, dafür aber sehr gern Milchprodukte aller Art. Ich möchte dies einmal anhand meiner Mahlzeiten des gestrigen Tages verdeutlichen (das sind natürlich alles Circa-Werte):

Frühstück
150 Gramm Naturjoghurt (8,7 Gramm Eiweiß)
100 Gramm TK-Himbeeren (1,3 Gramm Eiweiß)
50 Gramm Müsli (8,1 Gramm Eiweiß)

Mittagessen
2 Scheiben Vollkornbrot (13 Gramm Eiweiß)
Rührei aus zwei Eiern (8 Gramm Eiweiß)
1 gelbe Paprika (2 Gramm Eiweiß)

Abendessen
1 Scheibe Vollkornbrot (6,5 Gramm Eiweiß)
20 Gramm Frischkäse (1,5 Gramm Eiweiß)
1 Scheibe Räucherlachs (10 Gramm Eiweiß)
1 Sternfrucht (1 Gramm Eiweiß)

Mit dieser für mich normalen Ernährung liege ich bei 60,1 Gramm Eiweiß, das heißt genau in der für mein Körpergewicht empfohlenen Spanne zwischen 52 und 78 Gramm Eiweiß pro Tag. Eine zusätzliche Aufnahme von Eiweiß in Form von hochkonzentrierten Shakes ist für mich also nicht notwendig. Je nachdem, wie ihr euch sonst so ernährt und wie stark beanspruchend euer Sportprogramm so ist (bei mir ist es 1 – 2 Mal pro Woche Krafttraining im Fitnessstudio und 1 – 2 Mal pro Woche leichterer Sport wie Ausdauertraining, schwimmen, Pilates, Yoga…) kann das Ergebnis für euch aber anders ausfallen.

Mein Fazit
Für mich hat sich in der Auseinandersetzung mit dem Thema Eiweißshakes gezeigt, dass ich die teuren Pulver nicht brauche, um mich ausreichend eiweißhaltig zu ernähren. Ohnehin hat mich bei den fertigen Shakes immer gestört, dass die Geschmacksrichtungen recht begrenzt (Erdbeer, Schoko, Vanille…) und auch einseitig (nur süße Getränke, obwohl ich gerade abends gern etwas Herzhaftes zu mir nehme) sind. Ungünstig fand ich auch, dass man, wenn man sich eine Packung Pulver kauft, bis zum Aufbrauchen sehr lange an eine bestimmte Geschmacksrichtung gebunden ist, was bei mir immer dazu führte, dass Langeweile aufkam und ich keine Motivation mehr hatte, die Shakes zu trinken. 

Daher bin ich auf den Gedanken gekommen, mir selber eiweißhaltige Shakes, die ohne fertiges Pulver auskommen, zu mixen und diese ca. 2 – 3 Mal pro Woche als Mahlzeitersatz zu mir zu nehmen. Die Vorteile sind für mich, dass ich eine eiweißhaltige und relativ kalorienarme Mahlzeit zu mir nehme, die auch abends nach dem Sport schnell gemacht und leicht verdaulich ist. Außerdem kann ich so deutlich mehr variieren und auch herzhafte Shakes sind problemlos möglich. Im Gegensatz zu den fertigen Pulvern, die man einfach nur mit Wasser oder Milch anrührt, muss für mehr Variationsmöglichkeiten nur der Kühlschrank einigermaßen gefüllt sein. Im Haus sein sollten dafür verschiedene Milchprodukte wie z.B. Milch, Naturjoghurt, Quark, Kefir oder auch pflanzliche Äquivalente wie Sojamilch, außerdem verschiedene Obst- und Gemüsesorten und gern auch leckere Ergänzungen wie Nüsse, frische Kräuter und Gewürze. Da das für mich bis jetzt super funktioniert, möchte ich euch einige Rezepte für Shakes vorstellen, die ich in der letzten Zeit ausprobiert habe.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Proteinshakes gemacht? Trinkt ihr regelmäßig welche? Oder haltet ihr sie für überflüssig?

Und zum Schluss würde mich interessieren: Wie hat euch dieser Beitrag, der ja etwas aus der Reihe der üblichen Rezept-Artikel fällt, gefallen? Würdet ihr euch mehr Beiträge zu Ernährungsthemen wünschen und wenn ja, was interessiert euch besonders?

Rezepte
jeweils für eine Portion

Orangen-Mandel-Shake (mein süßer Favorit)

100g Naturjoghurt (1,5% Fett)
125ml Sojamilch mit Vanille-Geschmack
1 Orange
1 EL gehackte Mandeln
etwas Zimt

Orange auspressen. Alle Zutaten zusammen in einen Mixer oder ein hohes Gefäß geben und mit dem Mixer oder Pürierstab gut durchmixen. In ein Glas füllen und nach Wunsch mit einer Orangenscheibe garnieren.

Orangen-Mandel-Shake

Kräuter-Milchshake (mein herzhafter Favorit)

Kräuter-Milchshake
½ Bund Schnittlauch
150ml Milch (1,5% Fett)
1 EL Magerquark (ca. 20g)
1 Prise Wasabipulver
1 Prise (Kräuter-)Salz

Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in Röllchen schneiden. Alle Zutaten zusammen in einen Mixer oder ein hohes Gefäß geben und mit dem Mixer oder Pürierstab gut durchmixen. In ein Glas füllen und nach Wunsch mit Schnittlauchhalmen garnieren.

Mango-Kefir-Shake

½ reife Mango (ca. 200g)
125ml Kefir
1 TL flüssiger Honig
100ml Mineralwasser

Mango-Kefir-Shake
Mango schälen, Fruchtfleisch vom Stein schneiden und grob würfeln. Alle Zutaten zusammen in einen Mixer oder ein hohes Gefäß geben und mit dem Mixer oder Pürierstab gut durchmixen. In ein Glas füllen und nach Wunsch mit Kräutern, z.B. Minze, garnieren.


Tomaten-Gurken-Shake

½ Salatgurke (ca. 250g)
250g sehr kleine Kirschtomaten
2 Stiele Dill
100ml Kefir
Salz, Pfeffer, Chilipulver

Tomaten-Gurken-Shake


Gurke schälen, längs halbieren, Kerne herauskratzen und die Gurke grob würfeln. Kirschtomaten waschen und halbieren. Dill grob hacken. Alle Zutaten zusammen in einen Mixer oder ein hohes Gefäß geben und mit dem Mixer oder Pürierstab gut durchmixen. In ein Glas füllen und mit Kräutern und/oder Gurkenscheiben garnieren.


Quelle aller Shake-Rezepte

Samstag, 10. Januar 2015

Pflücksalat mit Birne, Camembert und Nüssen

Sooooo... zwei Wochen sind um, seit ich mit meinen guten Vorsätzen in Sachen Ernährung begonnen hatte (ich startete aufgrund akuter Weihnachts-Übersättigung nämlich schon am 29.12. damit, mit einer kleinen Pause an Silvester und Neujahr natürlich ;-)) und langsam stellen sich die ersten Erfolge auf der Waage ein :-) Neben der gesünderen Ernährung (wobei ich mir jedoch nicht alles verkneife oder so, es gibt auch immer mal ein Stückchen Schokolade, so ist es nicht...) trägt dazu auch mein noch mal etwas intensiviertes Sportprogramm bei. Ich freue mich jedenfalls, dass sich was tut, und habe daher heute auch noch einmal ein leckeres Salat-Rezept für euch.


Der Salat entstand eigentlich mehr nach dem Motto "Was hab ich denn noch so da...", die Zutaten passten dann aber so außerordentlich gut zusammen, dass ich mich entschieden habe, ihn auch zu bloggen. Dass Birne, Käse und Nüsse ein leckeres Trio sind, ist ja sicher hinlänglich bekannt, sie finden sich ja auch gern mal in dieser Zusammenstellung auf Käseplatten wieder. Besonders gut harmonieren sie hier jedoch mit dem leicht süßlichen Dressing, für das ich den letzten Rest Apfelsenf vom Südtirol-Kochworkshop, Honig, Dattelessig und Haselnussöl verwendet habe. Ich hätte mich reinlegen können :-)

Warum ist dieses Gericht gut für uns?
Darüber, wie gesund Blattsalate sind, wird ja gern mal diskutiert. Eine beliebte Theorie von Salatmuffeln lautet etwa, dass man genauso gut nasses Papier essen könne, der Nährwertgehalt wäre derselbe. Es ist zwar richtig, dass Blattsalate überwiegend aus Wasser bestehen (bis zu 95 Prozent sind es zum Beispiel beim Kopfsalat), dennoch helfen sie uns beim Abnehmen. Denn wir werden nicht nur aufgrund der Menge der zu uns genommenen Nährstoffe satt, sondern schon durch das Volumen des Salats. Zudem liefert Salat reichlich sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, die Herz- und Kreislauferkrankungen vorbeugen können. Vorteilhaft ist es, den Salat mit Essig anzumachen, denn dieser verlangsamt die Aufnahme von Kohlehydraten ins Blut und kann daher ebenfalls einen Abnehmeffekt haben. Und die Birne im Salat liefert viel Kalium und Ballaststoffe.
Und der Käse? Der ist ebenfalls gut, zumindest für Käse-Liebhaber wie mich, denn er macht mich glücklich und hält mich bei der überwiegend gesunden Ernährung bei Laune ;-)

Rezept
für eine Person zum Sattessen

2 Handvoll Pflücksalat (oder anderer Blattsalat nach Wunsch)
1/2 Birne
50g Camembert (oder anderer Weichkäse nach Wunsch, gern auch aus Ziegenmilch)
2 EL Haselnussblättchen
1 EL Apfelsenf (oder süßer Senf)
1 TL Honig
2 EL Dattelessig
Salz, Pfeffer aus der Mühle
4 EL geröstetes Haselnussöl

Salat waschen und trocken schleudern. Birne waschen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und zwei Viertel in dünne Spalten schneiden. Käse in dünne Scheiben oder Eckchen schneiden. Haselnussscheiben in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie gebräunt sind und duften.

Für das Dressing Apfelsenf, Honig, Dattelessig, Salz und Pfeffer in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen gut verrühren. Öl hinzu geben und mit dem Schneebesen kräftig unterschlagen, bis ein cremiges Dressing entstanden ist. Pflücksalat zum Dressing in die Schüssel geben und mit den Händen gut durchmischen, bis alle Salatblätter mit Dressing überzogen sind. Salat auf einer Platte anrichten, Birnen- und Käsescheiben darauf legen und mit Haselnussscheibchen bestreuen.

Quelle
eigenes Rezept   

Sonntag, 4. Januar 2015

Rote-Bete-Salat mit Eiern und Meerrettich-Vinaigrette

Na, seid ihr alle gut ins neue Jahr gekommen? Und habt ihr vielleicht auch den ein oder anderen ernährungsbezogenen guten Vorsatz gefasst? Ich hatte ja schon in meinem Jahresrück- und -ausblick davon erzählt, dass ich es im neuen Jahr mit der gesunden Ernährung wieder etwas genauer nehmen möchte. Die ersten Tage hat das nun bereits sehr gut geklappt und nun wird es Zeit, dass ich euch nach der Plätzchen- und Pralinen-Orgie aus dem Dezember auch endlich mal wieder einige gesunde Rezepte vorstelle. Dabei möchte ich zukünftig auch immer ein bisschen darauf eingehen, warum dieses Gericht bzw. seine Inhaltsstoffe gesund und gut für uns ist. Und wer einen Überblick über alle gesunden Rezepte auf dem Blog haben möchte, schaut am besten mal in den neuen Menüpunkt in der Navigationsleiste - die "Rezepte fürs gute Gewissen".


Den Anfang macht heute ein Rote-Bete-Salat mit gekochten Eischeiben, gerösteten Haselnüssen und einer Meerrettich-Vinaigrette, den es bei mir vorhin zum Abendessen gab. Dass ich Rote Bete sehr schätze, dürfte zumindest regelmäßigen Lesern meines Blogs nicht entgangen sein, denn hier finden sich bereits so einige Rezepte für Salate mit Roter Bete. In Kombination mit gekochtem Ei hatte ich die Rote Bete allerdings noch nie gegessen und war zunächst etwas skeptisch, was sich jedoch als unbegründet erwies, denn die Kombination passt richtig gut. Die Kombi Rote Bete und Meerrettich ist mir hingegen bestens vertraut, denn sie ist in Polen, wo ich mehrmals zu Besuch bei Freunden war, sehr beliebt und hat auch mir immer sehr gut geschmeckt.

Die Meerrettich-Vinaigrette war mir beim Abschmecken zunächst zu sauer, aber gemeinsam mit den anderen Zutaten passt dann alles, denn die erdigen Roten Bete und die Eischeiben vertragen auf jeden Fall einiges an Säure. Beim nächsten Mal würde ich im Gegensatz zum Originalrezept auch nicht nur den fertig angerichteten Salat mit Vinaigrette beträufeln, sondern die Roten Bete zusätzlich vor dem Anrichten in einer Schüssel mit ein wenig Vinaigrette mischen, damit sie schön davon überzogen sind (im Rezept unten bereits angepasst).

Warum ist dieses Gericht gut für uns?
Die Rote Bete ist ein sehr gesundes Gemüse, denn sie enthält viel Vitamin B, Kalium, Eisen und Folsäure. Ebenfalls interessant vor allem für die Winter- und Erkältungssaison sind der in der Vinaigrette enthaltene Schnittlauch und der Meerrettich, denn beide sind Vitamin-C-Lieferanten. Insbesondere Meerrettich wirkt bakterienhemmend und kann daher die Abwehrkräfte stärken und Erkältungskrankheiten vorbeugen.

Und wer auf den Rote-Bete-Geschmack gekommen ist, findet hier weitere Salatrezepte:

Rote-Bete-Carpaccio mit gebackenem Feta und karamellisierten Pinienkernen
Rote-Bete-Salat mit Datteln und Feta
Rote-Bete-Salat mit Granatapfel, Walnüssen und Feta
Rote-Bete-Taboulé mit Linsen

Rezept
für 2 Personen zum Sattessen

4 - 6 kleine bis mittelgroße Rote Bete (als schnelle Variante sind auch vorgegarte, vakuumverpackte Rote Bete möglich)
500g grobes Salz
Sonnenblumenöl zum Einreiben
4 Eier (Größe M)
2 EL Haselnussblättchen
frische Meerrettichwurzel (wahlweise Meerrettichraspel aus dem Glas)
2 - 3 EL Apfelessig (wahlweise Weißwein- oder Kräuteressig)
1 EL Honig
4 EL Apfelsaft
6 EL Sonnenblumenöl
6 - 8 Kümmelsaatkörner (habe ich weggelassen, da ich keinen Kümmel mag)
1 Bund Schnittlauch
Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Küchenhandschuhe zur Zubereitung der Roten Bete

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen, grobes Salz darauf verteilen. Rote Bete mit Öl einreiben und auf das Salzbett setzen. Im vorgeheizten Ofen auf der zweiten Schiene von unten je nach Größe der Knollen ca. 50 - 90 Min. garen.

Fertig gegarte Knollen (zum Test mit dem Messer in die größte Knolle stechen - gleitet es sanft und ohne merklichen Widerstand hinein, sind sie fertig) ganz auskühlen lassen. Inzwischen die Eier in kochendem Wasser ca. 8 - 10 Min. hart kochen und in kaltem Wasser abkühlen. Haselnussblättchen in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten.

Für die Vinaigrette Meerrettich mit einem Sparschäler schälen und auf einer feinen Reibe ca. 1 - 2 EL raspeln. Meerrettich sofort mit Essig, Honig, Apfelsaft und Öl verrühren. Kümmel im Mörser fein zerreiben und unterrühren. Schnittlauch in Röllchen schneiden und unterrühren. Vinaigrette mit Salz und Pfeffer würzen.

Schale von den abgekühlten Beten pellen (dabei unbedingt Küchenhandschuhe tragen, da die Knollen stark färben), Knollen in dünne Scheiben schneiden und in einer Schüssel mit etwas Vinaigrette gut vermischen. Eier pellen und mit einem Eierschneider in dünne Scheiben schneiden. Rote Bete und Eischeiben auf Tellern oder einer Platte flächig anrichten. Salat mit der Vinaigrette beträufeln und mit den gerösteten Haselnüssen bestreuen.

Quelle
Stevan Paul, Katharina Seiser: Deutschland vegetarisch

Freitag, 2. Januar 2015

Ein persönlicher Jahresrückblick und Ausblick


Eigentlich wollte ich ja dieses Jahr gar keinen Jahresrückblick machen. Denn bei gerade einmal 30 Posts, auf die ich es in diesem Jahr gebracht habe, Favoriten rauszugreifen und ein Ranking zu erstellen, vielleicht auch noch getrennt nach herzhaften und süßen Rezepten, lohnt nicht wirklich. Und auch sonst gibt es gefühlt in kulinarischer Hinsicht gar nicht so viel zu berichten in diesem Jahr, in dem die Küche tatsächlich öfter mal kalt blieb. Also nicht viel zu erzählen für einen Foodblogger, möchte man meinen?

Dann hab ich aber in den letzten Tagen noch einmal über das vergangene Jahr nachgedacht und festgestellt, dass es ein wunderschönes, ereignisreiches und spannendes Jahr war, von dem es jede Menge zu erzählen gibt, wenn man auch ein paar Themen außerhalb der Küche in den Fokus rückt. Und da ihr vielleicht ganz gern mal ein bisschen hinter die Kulissen blickt (ich zumindest tue das bei anderen Blogs sehr gern…), gibt es heute eben doch einen etwas persönlicheren Jahresrückblick – viel Spaß damit! Und damit es ein bisschen bunter wird, findet ihr zwischendrin die schönsten Fotos meiner diesjährigen Reisen. 

Paris, mon amour... :-)

Privates

Viel Schönes hielt das letzte Jahr im Frühling für mich bereit - vielleicht nicht ganz zufällig geriet deshalb ab Mai der Blog erst mal ein wenig ins Hintertreffen ;-) Ansonsten ist auf den ersten Blick in diesem Jahr vieles beim Alten geblieben: Zumindest habe ich noch denselben Job wie zu Jahresbeginn und wohne in derselben Wohnung. Mit Betonung auf noch. Denn für den Anfang des neuen Jahres kündigen sich bereits große Veränderungen an: Nachdem ich es schon seit Jahren mal mehr, mal weniger anvisiert hatte, kehre ich ab Februar endlich in meine Heimatstadt Dresden zurück. Job und Wohnung in Leipzig sind gekündigt, in Dresden warten ein neuer spannender Job und ein Traum von einer Altbauwohnung – ich bin sehr gespannt und freue mich auf die vielen Veränderungen!

Hallo Amsterdam!
Reisen

Ein weiterer positiver Aspekt des letzten Jahres war es, dass ich endlich mal wieder so viel reisen konnte wie schon seit einigen Jahren nicht mehr. Die erste Station war eine Woche Paris im April – schon seit meinem Auslandssemester vor nunmehr acht(!) Jahren ist die Stadt immer wieder meine Anlaufstelle und mindestens jedes zweite Jahr MUSS ich einfach hin und den alten Erinnerungen nachspüren. Aber natürlich will ich auch neue Städte kennenlernen, und so verschlug es mich im Mai für einige Tage nach Amsterdam. Von der modernen, weltstädtischen und dennoch gelassenen und gemütlichen niederländischen Hauptstadt war ich sehr angetan. Im Juni ging es dann auf Besuch in den Westen Deutschlands, wo ich es mir für ein paar Tage bei einer Freundin im Ruhrgebiet gut gehen ließ. Mit jeder Menge (Industrie-)Kultur ist diese Region immer wieder eine Reise wert! 

Industriekultur erleben im Ruhrgebiet

Größere Reisen folgten dann ab dem Sommer: Anfang August ging es für zwei Wochen gen Süden – über die Region Wilder Kaiser in Österreich und über Südtirol führte die Reise bis in die Toskana. Auch dies Gegenden, die ich früher schon bereist hatte und in die ich immer wieder gern zurückkehre. Neue Eindrücke folgten dann im September mit einem 10-tägigen Aufenthalt auf Mallorca, wo grandiose Landschaft, verlängertes Sommerwetter und nicht zuletzt meine charmante Reisebegleitung dazu beitrugen, dass mir diese Zeit in sehr schöner Erinnerung geblieben ist. Und weil man im grauen November am besten verreist, natürlich vorrangig in den Süden, ging es Ende November noch für einige Tage nach Lissabon. Die facettenreiche Architektur, die lebendige Atmosphäre, leckerer Fisch und grandiose Törtchen sind nur einige Gründe, weshalb man die portugiesische Hauptstadt bereisen sollte. Außerdem gab es in diesem Jahr mehrere Wochenendtrips nach Berlin, beruflich war ich ab und zu in Hamburg und dass ich häufiger mal in Dresden war, ist sowieso klar ;-)

Seit langer Zeit mal wieder in den Alpen...

Gesundheit, Ernährung & Sport

In diesem Bereich war es insgesamt ein durchwachsenes Jahr. Verglichen mit meiner sonst sehr stabilen Gesundheit war ich in diesem Jahr häufiger krank als gewohnt und bin auch zum ersten Mal in meinem Leben operiert worden. Aber alles nichts Dramatisches und jetzt zum Jahresende war ich (bis auf die übliche Plätzchen-Glühwein-Trägheit) wieder topfit. Was Sport angeht, habe ich meine guten Vorsätze für dieses Jahr weitestgehend gehalten. Mich Anfang des letzten Jahres in einem neuen Fitnessstudio anzumelden war eine sehr gute Entscheidung, denn dadurch, dass ich mich dort viel wohler fühle, ist auch meine Motivation, regelmäßig zum Training zu gehen, deutlich größer. Insgesamt bin ich in diesem Jahr 76-mal im Fitnessstudio gewesen – rechnet man ein, dass diese Anzahl an Besuchen sich auf neun Monate verteilt (denn im Fitnessstudio bin ich erst seit Ende Januar 2014, einen Monat musste ich krankheitsbedingt aussetzen, zusammengerechnet ca. einen weiteren wegen diverser Reisen), dann bin ich durchschnittlich mehr als zweimal pro Woche beim Sport gewesen – Ziel erreicht! Leider war ich in Hinblick auf meine Ernährung nicht im gleichen Maße diszipliniert, vor allem in den letzten Monaten des Jahres nicht. Obwohl ich mir vorgenommen hatte, einige Kilo abzunehmen, hat sich daher gewichtsmäßig dieses Jahr kaum etwas getan – bis zum Sommer hatte ich vier Kilo abgenommen, bis Jahresende kamen jedoch drei davon wieder zurück. Da ist also noch Potential für 2015 ;-)

Dolce Vita in der Toskana

Gute Vorsätze

Ein Punkt ist ja gerade schon angesprochen worden: Im neuen Jahr möchte ich vor allem auf gesündere und bewusstere Ernährung achten, ohne mir große Verbote aufzuerlegen, aber einfach mehr hinterfragen was ich so esse, ob es gut für mich oder ob es gar in dem Moment überhaupt notwendig ist. Außerdem möchte ich mein Sportprogramm weiter so durchziehen wie im letzten Jahr, wobei dreimal Sport pro Woche das Idealziel ist.
Des Weiteren möchte ich erst einmal die vielen Veränderungen zu Jahresanfang gut überstehen und mich in der neuen Wohnung, der neuen (alten) Stadt und dem neuen Job gut einleben. Wenn das geglückt ist, würde ich mich auch gerne damit beschäftigen, wie ich mich am besten sinnvoll sozial engagieren und Menschen, denen es weniger gut geht als mir, unterstützen kann.

Verlängerter Sommer auf Mallorca

Ein paar Worte zum Blog…

Leider habe ich im vergangenen Jahr nicht so oft die Zeit und die Motivation gefunden, um mich um meinen Blog zu kümmern. Zum Teil lag das auch daran, dass durch mehr Arbeit, mehr private Unternehmungen, mehr Reisen, mehr Sport in der Küche einfach weniger los war als in den Vorjahren. Ich hoffe sehr, dass sich das im nächsten Jahr wieder ändert, zumal Sugar and Spice im Sommer 2015 seinen fünften Geburtstag feiern wird. Auf jeden Fall will ich mir wieder etwas mehr Zeit zum Kochen nehmen, was sich hoffentlich auch wieder positiv auf die Frequenz der Blog-Artikel auswirkt. Außerdem würde ich im nächsten Jahr gern häufiger mal thematische Serien aus mehreren Artikeln veröffentlichen, und einige schon länger anvisierte Projekte wie ein neues Blog-Design und eine Facebook-Page stehen nach wie vor auf der To-Do-Liste :-)

Das sind eure Top-3-Rezepte von meinem Blog 2014

1. Tarte mit geröstetem Blumenkohl, Zwiebeln und Schinken
2. Glasnudelsalat mit Teriyaki-Hackfleisch
3. Pizzaschnecken

Eure Top 3 in diesem Jahr

Und das waren meine eigenen Lieblingsrezepte des letzten Jahres

 1. Pasta mit Zitronenpesto, Pflücksalat und Räucherlachs
 2. Rote-Bete-Salat mit Granatapfel, Walnüssen und Feta
 3. die perfekten Zimtschnecken

Meine Favoriten - nachmachen unbedingt empfohlen :-)

Ich hoffe, euch hat mein etwas persönlicherer Jahresrückblick und –ausblick gefallen und wünsche euch für das neue Jahr alles Gute, viel Gesundheit, Glück und Erfolg sowie tolle und inspirierende kulinarische Momente! Lasst es euch gut gehen, und wenn ihr mögt, erzählt mir doch ein bisschen von euren Plänen und Vorsätzen fürs neue Jahr :-)

Bom día Lisboa!

Sonntag, 28. Dezember 2014

Für die Silvesterparty: Blätterteig-Käse-Schnecken

Auch wenn das leckere Essen der Weihnachtsfeiertage gerade erst hinter uns liegt, ist der ein oder andere vielleicht noch auf der Suche nach Rezepten für die Silvesterparty. Vielleicht sind ja meine schnell gemachten Blätterteig-Käse-Schnecken was für euch? Sie machen sich als Knabberei zwischendurch ebenso gut wie als Fingerfood zum Aperitif oder zum Mitternachtssüppchen. Außerdem machen sie kaum Arbeit, was ja nicht verkehrt ist, vor allem falls ihr viele Gäste erwartet :-)

Mit diesem Rezept wünsche ich euch einen schönen Silvesterabend und einen guten Start in ein neues Jahr voller hoffentlich toller Erlebnisse und kulinarischer Höhepunkte! Hier auf dem Blog geht es ab Neujahr erst einmal vorrangig mit gesunden Rezepten sowie einigem Wissenswerten rund um gesunde Ernährung weiter - lasst euch überraschen :-)

Rezept
für 20 Stück

4 quadratische Blätterteigplatten (10 x 10 cm, TK)
50g weiche Butter
50g Parmesan, gerieben
einige Zweige frischer Thymian
1 Eigelb
grobes Meersalz
Pfeffer aus der Mühle

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Blätterteigplatten zum Auftauen ca. 15 Min. auf ein Brett legen. Thymian waschen, trocken schütteln, Blättchen abstreifen und fein hacken. Butter mit Parmesan und Thymian mit einer Gabel zerdrücken und vermischen, dann Pfeffer darüber mahlen und untermischen.

Blätterteigplatten mit der Käsebutter bestreichen, in je fünf Streifen schneiden und zu Schnecken aufrollen. Auf das Backblech setzen. Eigelb verquirlen. Die Schnecken zuerst mit Eigelb einpinseln und dann mit wenig(!) grobem Meersalz bestreuen (der Käse ist schon salzig).

Im vorgeheizten Backofen ca. 20 Min. backen, bis die Schnecken aufgegangen und appetitlich gebräunt sind.

Quelle
eigenes Rezept

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Frohe Weihnachten

Ihr Lieben,

ich wünsche euch ein wunderschönes Weihnachtsfest, ein paar schöne und entspannte Tage mit euren Lieben bei jeder Menge leckerem Essen :-) Lasst es euch gut gehen, erholt euch ein bisschen vom Vorweihnachtsstress und habt eine tolle Zeit!

Viele liebe Grüße & euch schöne Feiertage,
Kirsten

Montag, 22. Dezember 2014

Last-Minute-Geschenk: Nougat-Marshmallow-Konfekt

Na, habt ihr schon alle Weihnachtsgeschenke zusammen? Gehört ihr zu den gut organisierten To-do-Listen-Schreibern, die schon seit gefühlt einem halben Jahr Geschenkideen sammeln und schon seit Wochen alle Geschenke besorgt haben (typisches Zitat dieser Spezies: "Na wenn ich im August nun mal über das ideale Weihnachtsgeschenk für xy falle, dann kann ich das doch einfach schon mal kaufen...?")? Oder seid ihr eher die Weihnachts-Verdränger, die auf den letzten Drücker losstürzen (typisches Zitat hier: "Puuuh, nächstes Jahr fange ich wirklich früher an... aber die Vorweihnachtszeit war dieses mal einfach SO vollgepackt!")? Ich gehöre keiner der beiden Gruppen an, sondern bewege mich irgendwo dazwischen. Im August schon an Weihnachten und Geschenke zu denken würde mir wohl ebenso wenig passieren, wie am 24.12. noch völlig planlos loszustürzen. Meist läuft es darauf hinaus, dass ich so gegen Ende November/Anfang Dezember anfange, eine Liste mit zu beschenkenden Personen und Geschenkideen zu schreiben, und wenn die Liste hinlänglich voll ist, ziehe ich los und besorge einigermaßen systematisch alles, was ich notiert habe.

Na, wer findet mich in dem Foto? ;-)

Was ich jedoch meist auch erst sehr kurzfristig plane, sind die kulinarischen Geschenke. Zum einen lassen sich viele (zumindest, wenn man nicht gerade einen Rumtopf ansetzen möchte...) ohnehin erst recht kurz vorm Fest vorbereiten. Und zum anderen ändert sich mein Geschmack häufig, es kommen neue Ideen dazu, so dass ich zu lange im Voraus gefasste Pläne ohnehin wieder über den Haufen werfen würde. Und so habe ich vor ein paar Tagen mal wieder ein bisschen recherchiert und bin dabei auf eine geniale Süßigkeit gestoßen, die ich euch als kulinarisches Last-Minute-Geschenk wärmstens ans Herz legen möchte. Es handelt sich um Nougat, das zusammen mit Schokolade und Butter geschmolzen und anschließend mit Macadamia-Nüssen (oder anderen Nüssen nach Belieben) sowie Marshmallows vermischt wird. Und fertig ist das ungewöhnliche, dekadente und super-leckere Nougat-Marshmallow-Konfekt :-)

Sowohl bei mir als auch bei den ersten Beschenkten stieß das Konfekt auf Begeisterung, aber ganz ehrlich, was soll bei den Zutaten auch schief gehen? Neben dem zauberhaften Geschmack überzeugte auch die spannende Konsistenz, die von weichen Marshmallows über cremiges Nougat bis hin zu knackigen Nüssen reicht und somit einen schönen Kontrast liefert. Wirklich das ideale Geschenk für alle Süßschnäbel und noch dazu schnell und unkompliziert gemacht, daher Daumen hoch!

Rezept
für ca. 50 - 60 Stück

100g Marshmallows
150g Macadamianusskerne
400g Zartbitter-Kuvertüre
1 Packung (200g) schnittfeste Nuss-Nougatmasse
125g Butter

Marshmallows in Stücke schneiden. Nüsse und Kuvertüre getrennt hacken. Kuvertüre, Nougat und Butter unter Rühren in einer Schüssel über einem warmen Wasserbad schmelzen. Nüsse und Marshmallows unterheben.

Eine Form (25 x 15 cm) mit Frischhaltefolie auslegen. Kuvertüre-Mischung einfüllen. Die Oberfläche mit einem Löffel etwas gleichmäßiger verteilen. Ca. 2 Stunden kühl stellen, bis die Schokolade fest ist. Schokolade aus der Form nehmen, Folie abziehen und Schokolade in kleine Würfel (ca. 2 x 2 cm) schneiden. Würfel bis zum Verzehr kühl lagern.

Quelle
lecker.de
 

Sonntag, 21. Dezember 2014

Weihnachtsplätzchen: Cranberry-Haselnuss-Kekse

Nun möchte ich euch auch mein zweites in diesem Jahr neu ausprobiertes Plätzchen-Rezept nicht länger vorenthalten. Ich war auf der Suche nach einem schnellen Plätzchen-Rezept, denn für den ersten Advent hatte sich lieber Besuch zum Kaffeetrinken angesagt, jedoch musste ich an jenem Wochenende zum Teil auch arbeiten, so dass eine zu ausgedehnte Back-Aktion leider nicht infrage kam. Schnell, aber geschmacklich natürlich dennoch genauso überzeugend sollte es sein. Auch dieses Mal wurde ich auf lecker.de fündig, immer einer meiner ersten Anlaufstellen, wenn es um schnelle und unkomplizierte Rezepte geht. Dort stieß ich also auf die Spekulatius-Cranberry-Kekse...


... ja ihr lest richtig, im Original sind es Spekulatius-Cranberry-Kekse, aber ich habe aus persönlichen Vorlieben und aus der Vorratssituation in meiner Küche heraus noch einige Drehs am Originalrezept vorgenommen. Die Cranberrys habe ich vor der Weiterverarbeitung zwei Stunden in Amaretto eingelegt, da das die Plätzchen noch mal deutlich saftiger macht und eine leckere Mandelnote gibt. Da ich die Mandelnote schon vom Amaretto hatte (und da ich keine gemahlenen Mandeln mehr zuhause hatte, aber dafür jede Menge gemahlene Haselnüsse), habe ich die beiden Nusssorten ausgetauscht. Und Spekulatius-Gewürz war im Supermarkt gerade partout nicht zu bekommen, daher habe ich mir mit etwas Lebkuchen-Gewürz ausgeholfen.

Herausgekommen sind unkomplizierte, aber sehr saftige und aromatische Plätzchen, die in diesem Jahr mein Favorit auf dem Keksteller waren!

Rezept
für ca. 30 Kekse

50g getrocknete Cranberrys
5 EL Amaretto
75g weiche Butter
125g Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker
4 gestrichene TL (8 g)
Lebkuchen-Gewürz
Salz
1 Ei (Gr. M)
200g Mehl
75g gemahlene Haselnüsse
1 Msp. Backpulver
1 EL (ca. 20g) Schmand
Puderzucker zum Bestäuben

Cranberrys grob hacken, in eine Schüssel geben, mit Amaretto übergießen und zwei Stunden darin ziehen lassen. Sobald die Cranberrys das Amaretto-Aroma gut aufgenommen haben, Backofen auf 150 Grad (Umluft) vorheizen. Butter, Zucker, Vanillinzucker, Lebkuchen-Gewürz und 1 Prise Salz cremig rühren. Ei dar­unterrühren. Mehl, Haselnüsse und Backpulver mischen, mit dem Schmand unter den Teig rühren, bis er glatt ist. Cranberrys darunter rühren.

Mit zwei Teelöffeln ca. 30 Teighäufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und etwas flacher drücken.  Im vorge­heizten Backofen  ca. 20 Minuten backen. Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

Quelle
abgewandelt nach lecker.de 





Samstag, 20. Dezember 2014

Weihnachtsplätzchen: Haferflocken-Schoko-Kekse

Ihr Lieben, ich gebe zu, das ist jetzt ein wenig schlechtes Timing. Nun ist es bereits kurz vor Weihnachten und ich habe euch immer noch nicht meine dieses Jahr neu ausprobierten Plätzchen-Rezepte vorgestellt. Aber das Leben und speziell das vorweihnachtliche Leben beansprucht uns eben manchmal in unvorhergesehener Weise und dann ist die schönste Planung auch schon dahin. Was nun also tun? Plätzchen-Rezepte nach Weihnachten? Oder gar Plätzchen-Rezepte fürs nächste Jahr aufheben? Irgendwie alles nicht so toll... Also gibt es nun doch noch fix vor Weihnachten die Plätzchen-Rezepte, vielleicht wird ja beim einen oder anderen doch noch der Ofen angeworfen ;-)


Das Rezept für die Haferflocken-Schoko-Kekse habe ich auf lecker.de gefunden, jedoch heißen sie dort eigentlich Haferflocken-Karamell-Cookies. Im Originalrezept werden sie statt mit Schokolade nämlich mit Stückchen von weichen Karamell-Toffees gebacken. Das hatte ich ursprünglich auch vor - jedoch hab ich zuhause dann leider bemerkt, dass ich nicht weiche Karamell-Toffees, sondern harte Karamell-Bonbons gekauft hatte. Aber da sind wir ja flexibel und irgendeine Ersatz-Süßigkeit findet sich doch eigentlich fast immer ;-) In diesem Fall handelte es sich um eine Tafel Zartbitter-Schokolade, die eigentlich geschmolzen zur Dekoration der Cookies zum Einsatz kommen sollte. Grob in Stückchen gehackt im Keksteig machte sie sich aber auch ganz wunderbar. Ansonsten sind die Cookies schnell gemacht, knusprig und (in der Zartbitter-Schoko-Variante) auch nicht zu süß. Die dürfen gerne mal wieder den Weg auf den Plätzchenteller finden :-)

Rezept
für ca. 30 Kekse

75g Zartbitter-Schokolade
125g Butter
100g Zucker
75g brauner Zucker
1 Päckchen Vanillin-Zucker
1 Prise Salz
2 Eier (Größe M)
250g Mehl
50g zarte Haferflocken
1 Msp. Backpulver

Backofen auf 150 Grad (Umluft) vorheizen. Schokolade grob hacken. Butter, Zucker, braunen Zucker, Vanillin-Zucker und Salz mit den Schneebesen des Handrührgerätes cremig schlagen. Eier unterrühren. Mehl, Haferflocken und Backpulver mischen, portionsweise unterrühren. Schokolade unterrühren.

Mit 2 Teelöffeln ca. 30 Teighäufchen auf 1–2 mit Backpapier ausgelegte Backbleche setzen. Etwas flacher drücken (ca. 6 cm Ø). Im vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten backen, herausnehmen und auf einem Kuchengitter ca. 20 Minuten auskühlen lassen.

Quelle
abgewandelt nach lecker.de