Donnerstag, 3. September 2015

Endlich: Eier in Senfsauce

Ihr Lieben, wir müssen dringend einmal über Eier in Senfsauce reden. Und in Anbetracht dessen, dass ich diesen Blog nun schon über fünf Jahre führe, ist es mehr als verwunderlich, dass wir das noch nicht getan haben. Was gibt's über Eier in Senfsauce schon groß zu reden, werdet ihr euch vielleicht fragen?! Nicht viel, wenn einen dieses Gericht eher kalt lässt. Nun müsst ihr jedoch wissen, dass Eier in Senfsauce schon seit jeher eines meiner absoluten Lieblingsessen ist. Und da ist es doch wirklich seltsam, dass ich in fünf Jahren noch kein Rezept dafür gebloggt habe, oder? Dafür gibt es zwei Gründe:

1. Die weltbesten Senfeier (oder sauren Eier, wie sie in unserer Familie heißen) macht meine Mama. Und sehr häufig, wenn ich bei meinen Eltern zum Essen bin und mir was wünschen darf, wünsche ich mir... natürlich... saure Eier. Da es einfach so perfekt und grandios schmeckt, bin ich ehrlich gesagt bis heute der Meinung, dass ich das gar nicht besser hinbekommen kann. Und hab das Rezept deswegen noch nie selbst ausprobiert.

2. Die sauren Eier von meiner Mama schmecken zwar himmlisch, sehen jedoch, nun ja, sehr rustikal aus. Denn es gibt zwei wichtige Unterschiede zu den klassischen und weithin bekannten Senfeiern: Zum einen wird die Sauce mit gebräuntem Mehl, Fleischbrühe, Speck, Zwiebeln, Gurkenwasser, Senf und Gewürzen zubereitet und ist dadurch eher schmutzig-braun. Zum anderen werden die Eier nicht separat hart gekocht, sondern in der Sauce pochiert. Das schmeckt super, sieht aber nun mal, machen wir uns nichts vor, aus wie ausgeflocktes Ei in braunem Pamps. Für jeden, der nur Bilder sieht und nicht probieren kann, also ein eher unverständliches Gericht.


Heute gibt es nun also eine Senfei-Premiere auf meinem Blog, jedoch nicht nach dem Rezept von meiner Mama. Als ich bei Anikó das Rezept für Eier mit Gurken in Senfsauce aus "Deutschland vegetarisch" gesehen habe, wurde ich neugierig. Zum einen, weil ich das Buch auch habe und aus unerklärlichen Gründen dieses Rezept bisher nicht beachtet habe (vielleicht weil ich dachte "Senfei => Mama"). Zum anderen, weil ich noch nie Senfeier mit Gurkenwürfeln und Curry an der Sauce gegessen habe. Also habe ich es ausprobiert und war ganz begeistert von der aromatischen Sauce - die Currynote passt wirklich ganz wunderbar ran. Die knackigen Gurkenwürfel haben mir auch gut gefallen, wenngleich es geschmacklich dann etwas an Schmorgurken erinnert, aber sei's drum, die mag ich ja auch ;-) Die Senfmenge habe ich allerdings deutlich erhöht, ich liebe meine Senfeier mit viiiiiieeeeeelllllll Senf...

So, und nachdem nun einmal alle Hemmungen und Schranken in Sachen Senfei gefallen sind, zeige ich euch hoffentlich bald auch das Rezept von meiner Mama! Habt ihr auch solche total unansehnlichen Lieblingsessen, die ihr bisher nicht für Blog-würdig gehalten habt?

Rezept
für zwei Personen

4 Eier
Salz
2 Spritzer Weißweinessig
100 g Gurke
1 kleine Zwiebel
1 EL Butter
1/2 TL Senfsaat
1 TL Currypulver, mild
1 EL Mehl
100 ml Gemüsebrühe
200 ml Milch
3 TL mittelscharfer Senf (oder mehr, wenn ihr Senf-Junkies seid wie ich!)
2 gehäufte TL Schmand
1 Prise Zucker

Für die Eier Wasser mit etwas Salz und 1 Spritzer Essig zum Kochen bringen. Die Eier anpieken und je nach gewünschtem Härtegrad 6-8 Minuten kochen. Herausnehmen und in kaltem Wasser abkühlen lassen.

Gurke schälen, halbieren, mit Hilfe eines kleinen Löffels entkernen und in feine Würfel schneiden. Die Zwiebel häuten und ebenfalls fein würfeln.

Die Butter in einem Topf bei mittelhoher Hitze aufschäumen lassen. Gurken-, Zwiebelwürfel, Senfkörner und Currypulver darin andünsten, bis das Gemüse glasig ist. Mit dem Mehl bestäuben und gut verrühren. Den Topf vom Herd nehmen und unter Rühren nach und nach die Brühe und Milch eingießen, so dass keine Klümpchen entstehen. Immer weiter rühren und 2 Minuten kochen lassen. Dann den Senf und Schmand unterrühren. Mit einem Spritzer Essig, Salz und Zucker abschmecken.

Die Eier pellen und mit der Sauce anrichten. Dazu passen Salzkartoffeln oder Kartoffelbrei.

Quelle
Stevan Paul, Katharina Seiser: Deutschland vegetarisch

Montag, 24. August 2015

Kalte Kartoffel-Erbsen-Kopfsalat-Suppe // Ein Fazit zur Bio-Gemüsekiste

Wer mir bereits auf Facebook folgt, hat vielleicht schon mitbekommen, dass ich in den letzten Wochen regelmäßig Fotos von einem Haufen Gemüse poste ;-) Seit einigen Wochen bestelle ich eine Bio-Gemüsekiste und lasse euch gern daran teilhaben, was sich in meiner Box befindet und vor allem, was ich damit anstelle. Nach nun über einem Monat mit Gemüsekiste möchte ich auch hier auf dem Blog mal ein paar Worte darüber verlieren und ein kleines Zwischenfazit ziehen.

Warum eine Bio-Gemüsekiste?
Die offensichtlichen Vorteile einer solchen Gemüsekiste liegen auf der Hand: Das Gemüse ist Bio, es kommt aus der Region, ist somit natürlich auch saisonal und durch den Verzicht auf lange Lieferwege, etc. ist eine solche Kiste aus ökologischer Sicht auch sehr begrüßenswert. Für mich kam noch ein weiterer wichtiger Punkt hinzu: In allen Städten, in denen ich in den letzten Jahren gewohnt habe, hatte ich die Gelegenheit, mein Obst und Gemüse auf dem Markt an Ständen von Bauern aus dem Umland zu kaufen. Hier in Dresden geht das leider nicht, da der Markt zu meiner Wohnung und Arbeit sehr ungünstig gelegen ist und ich zu den Marktzeiten arbeiten muss und nicht mal eben zwischendurch Gemüse kaufen kann, wie ich es in Leipzig oft während der Mittagspause getan habe.

Die ersten Monate, die ich wieder hier in Dresden gewohnt habe, kam mein Gemüse daher aus dem Supermarkt. Und da war ich leider, auch wenn ich nicht das billigste Gemüse im billigsten Supermarkt kaufe, mit der Qualität und vor allem mit der Haltbarkeit nicht sehr zufrieden. Ich gehe aus Zeitgründen in der Regel einmal und nicht mehrmals wöchentlich einkaufen und möchte dann gern, dass mein Gemüse 5 - 6 Tage hält, eben bis zum nächsten Einkauf (dass ich empfindliche Sachen eher und schneller verbrauche, ist natürlich klar). Tja, und das tat es nicht und ich musste häufiger etwas wegwerfen, das schlecht geworden war. Darum bin ich hellhörig geworden, als mir eine Kollegin von ihrer Gemüsekiste und der Haltbarkeit des Gemüses erzählte.

Woher kommt die Kiste und wie funktioniert das?
Meine Kiste kommt vom Auenhof*, einem Bioland-zertifizierten Hof in der Lommatzscher Pflege ca. 20 Kilometer von Dresden entfernt. Der Auenhof baut große Teile des Gemüses für die Kiste selbst an, arbeitet aber auch in einem Verbund mit anderen Höfen aus der Region zusammen, um Gemüse, das nicht selbst angebaut wird, anbieten zu können und dadurch für mehr Abwechslung in der Kiste zu sorgen. Außerdem kann man über den Auenhof nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch Eier, Milchprodukte, Käse, Wurstwaren, Honig und Säfte aus der Region bestellen und sich zusammen mit der Kiste liefern lassen.

Die Bestellung erfolgt über einen Online-Shop, wo man zwischen der Gemüsekiste, Obstkiste, Obst- und Gemüsekiste oder Schonkiste (ohne blähende Gemüsesorten) wählen kann. Außerdem lassen sich die Kisten in verschiedenen Größen (groß, mittel, klein) bestellen. Eine große Kiste kostet dabei ca. 20 Euro, die mittlere ca. 15 Euro und die kleine Version 10 Euro. Da jede Kiste individuell eingewogen wird, kann es zu kleinen Preisschwankungen kommen. Wenn man das erste Mal bestellt, wird man kurz nach der Bestellung telefonisch kontaktiert, um den Lieferzeitpunkt und -ort abzustimmen. Bei mir war das schnell geklärt, denn ich bestelle die Kiste zusammen mit meiner Kollegin, die mich darauf aufmerksam gemacht hatte, zu uns ins Büro. Da wir zwei Kisten an dieselbe Adresse liefern lassen, entfällt für uns die bei Einzellieferungen erhobene Gebühr von 3 Euro.

Jeden Freitag bekomme ich per E-Mail eine Benachrichtigung, was sich in meiner Kiste für die nächste Woche befinden wird. Dann habe ich über den Online-Shop noch die Möglichkeit, die Kiste zu konfigurieren, also z.B. einzelne Gemüsesorten abzubestellen, die ich noch vorrätig habe (passiert manchmal bei Kartoffeln oder Zwiebeln), Gemüse, das ich nicht mag, gegen andere Sorten auszutauschen oder aber die Bestellung zu stornieren, wenn ich etwa für einige Tage verreise. Ist man länger im Urlaub und möchte nicht jede Woche eine Bestellung stornieren, kann man den Zeitraum auch im Online-Shop als Lieferpause hinterlegen.

Was ist drin?
In meiner Kiste sind normalerweise 7 - 9 verschiedene Lebensmittel enthalten. Jede Woche enthalten  sind 1 - 2 Salate, außerdem Gemüse, das man roh verzehren kann, wie etwa Tomaten, Gurken, Möhren, weiterhin Kochgemüse (z.B. Blumenkohl, Brokkoli, rote Bete, Kartoffeln) und ein Bund Kräuter (diese bestelle ich aber häufig ab, da ich auf meinem Balkon eigentlich alle Kräuter habe, mit denen ich gern koche). So sieht eine beispielhafte Zusammenstellung aus:


Fazit - was bringt es mir?
Neben den oben schon aufgelisteten offensichtlichen Vorteilen habe ich folgendes für mich festgestellt:
  • Ich muss seltener einkaufen und nichts mehr wegwerfen, denn das Gemüse hält in der Regel problemlos mindestens eine Woche durch. Natürlich schaue ich dabei darauf, dass ich empfindlichere Sorten wie z.B. Salate, Tomaten oder Brokkoli innerhalb weniger Tage verbrauche und mir Gerichte mit haltbaren Gemüsen wie Kartoffeln, rote Bete oder Spitzkohl für die zweite Wochenhälfte aufhebe.
  • Ich erweitere meinen kulinarischen Horizont. Denn ich esse jetzt häufiger Sachen, die ich entweder noch gar nicht gegessen habe (etwa bestimmte Salatsorten), noch nie selbst zubereitet habe (z.B. rote Bete selbst garen statt vakuumverpackt kaufen) oder zwar prinzipiell mag, aber trotzdem sehr selten kaufe (etwa Spitzkohl oder Brokkoli). Beim Einkaufen neige ich sonst schon häufig dazu, meine "üblichen Verdächtigen" zu kaufen (im Sommer: Tomate, Zucchini, Aubergine...) und anderes Gemüse unbeachtet zu lassen. Das ist mit der Kiste vorbei, denn ich habe mir, um möglichst viel zu entdecken, vorgenommen, Kisteninhalt nur auszutauschen, wenn ich etwas absolut nicht esse (das gilt für Spinat, Mangold, Rosenkohl, Fenchel - alles andere wird genommen).
  • Ich koche kreativer. Das Gemüse ist nun einmal da und will verwertet werden. Und wie ich gerade schon geschrieben habe, sind es häufiger mal Sachen, mit denen ich nicht so oft koche und wo ich erst mal überlegen muss, was man denn damit Schönes machen könnte. Dieses Recherchieren macht mir natürlich ziemlich Spaß :-) So stoße ich auf viele Rezepte, die ich vorher gar nicht beachtet hätte, oder kombiniere auch häufig spontan und ohne Rezept Sachen miteinander, auf die ich sonst nie gekommen wäre.
  • Ich esse gesünder. Es ist jetzt einfach immer Gemüse da, alle Ausreden, keines zu essen, fallen also weg. Ich muss abends nicht mehr in den Supermarkt mit dem Vorsatz, Gemüse zu kaufen, um dann stattdessen mit einem großen Stück Käse und einer Tafel Schokolade wieder raus zu kommen ;-) Außerdem ist der Gemüseanteil an unserem Essen noch mal deutlich gestiegen, man will den Kisteninhalt ja auch gut verwerten.
Für mich bleibt daher insgesamt zu sagen, dass das Gemüsekisten-Fazit sehr positiv ausfällt und ich die Kiste auch weiterhin bestellen werde. Und jetzt bin ich neugierig: Habt ihr auch eine Gemüsekiste bzw. zumindest schon mal eine getestet? Wenn ja, wie ist euer Fazit?

Und zum Abschluss dieses Artikels möchte ich euch noch zeigen, was man mit dem Gemüse so Schönes anstellen kann - etwa eine Kartoffel-Erbsen-Kopfsalat-Suppe! Und das Beste daran: Die Suppe ist ganz variabel einsetzbar, denn sie schmeckt sowohl warm als auch gut gekühlt wunderbar - perfekt also für die kommenden warmen Tage diese Woche :-)


*Der Beitrag gibt meine persönliche Meinung und meine Erfahrungen mit der Bio-Kiste vom Auenhof wieder. Der Artikel ist nicht vom Auenhof gesponsort o.ä., ich bezahle meine Gemüsekiste ganz normal wie jeder andere auch ;-)

Rezept
für 3-4 Personen

1 EL Butter
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
500g Kartoffeln (am besten mehligkochend)
200g Erbsen (frisch oder TK)
1 Kopfsalat
500 ml Gemüsebrühe
Zitronensaft
Salz, Pfeffer aus der Mühle
frisch geriebene Muskatnuss

für die Croûtons
2 EL Butter
1 Knoblauchzehe
2 Scheiben Schwarzbrot
Salz

Für die Suppe in einem großen Topf Wasser mit etwas Salz zum Kochen bringen. Währenddessen die Blätter vom Kopfsalat abzupfen und waschen. Wenn das Wasser kocht, Salatblätter in den Topf geben und darin 1 - 2 Minuten garen, dann in ein Sieb abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen.

Schalotte und Knoblauch schälen und fein hacken. Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Butter in einem großen Topf zerlaufen lassen, Schalotte und Knoblauch darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Kartoffeln und Erbsen zugeben und kurz mitbraten. Mit Gemüsebrühe aufgießen und ca. 15 - 20 Min. kochen lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Dann den Salat zugeben und die Suppe pürieren. Anschließend mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

Wenn ihr die Suppe warm essen wollt, noch die Croûtons zubereiten. Dafür Knoblauch schälen und fein hacken. Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze zerlaufen lassen, Knoblauch zugeben und kurz anbraten. Brot in kleine Würfel schneiden und in die Pfanne geben. Bei mittlerer Hitze ca. 5 - 8 Min. rösten, bis es knusprig ist. Mit Salz würzen. Suppe auf Tellern anrichten und mit Croûtons bestreut servieren.

Wollt ihr die Suppe kalt essen, dann lasst sie zunächst auskühlen und stellt sie dann für ca. 2 - 3 Stunden (länger geht natürlich auch) in den Kühlschrank. Die Croûtons dann erst direkt vor dem Servieren der Suppe zubereiten.

Quelle
eigenes Rezept

Samstag, 22. August 2015

Sommerfreude: Ricotta-Torte mit Nektarinen

Ihr Lieben, ich kann es nicht leugnen, auch wenn ich es gern würde - es ist bereits merklich Spätsommer geworden. Das Wort Spätsommer mag ich ja total gerne, und im Kopf ruft es gleich Assoziationen hervor von tiefblauem Himmel und einem Kornfeld, dessen Ähren golden im Sonnenlicht schimmern und sich leicht im Wind wiegen. Ja, die Anzeichen sind deutlich, das Sonnenlicht hat seit einigen Tagen einen etwas anderen, wärmeren Farbton. Es wird zeitiger dunkel und wenn ich von der Arbeit komme, kann ich deswegen auf dem Balkon nicht mehr lesen (wobei ich zugeben muss, dass ich ein ausgesprochener Morgenmuffel bin und deswegen morgens erst spät zur Arbeit gehe). Jedes Jahr, wenn ich diese unverkennbaren Spätsommer-Anzeichen feststelle, verfalle ich aber auch in leichte Panik, da ich dann überlege, ob ich denn auch alles, was man im Sommer so machen will, zur Genüge gemacht habe...

Dieses Jahr kann ich u.a. dank des Super-Sommer-Wetters, aber auch dank eines entspannteren Jobs, der mir mehr Freizeit lässt als in den letzten Jahren, zufrieden zurück blicken: Baden gehen - check. Grillen - check. Picknicken - check. Viel auf dem Balkon sitzen - check. Open Air-Konzerte - check. Alle Sommerklamotten und Sandalen ausgeführt haben - check. Viel tolles Obst essen und damit backen - check.


Falls ihr hinter den Punkt "Mit leckerem Obst backen" noch nicht mit ganz so großer Überzeugung ein Häkchen setzt, habt ihr jetzt noch die Gelegenheit, denn noch gibt es reife und saftige Früchte im Überfluss zu kaufen. Beste Gelegenheit also, noch einmal eine erfrischende Kühlschranktorte mit Ricotta zuzubereiten! Zur Dekoration eignen sich in dünne Scheiben geschnittene Nektarinen mit Aprikosenkonfitüre, Pistazien und Minzblättern ganz wunderbar. Aber auch mit frischen Beeren belegt, z.B. mit Himbeeren oder Blaubeeren, stelle ich mir die Torte sehr, sehr lecker vor!

Im Originalrezept kommt Orangenlikör an die Ricottacrème. Ich habe stattdessen Safari Fruchtlikör verwendet und auch noch ein paar Spritzer Limettensaft hinzugegeben, damit die Crème etwas frischer schmeckt. Der Kuchen sollte unbedingt direkt bis zum Anschneiden und Servieren im Kühlschrank stehen, so lässt er sich besser schneiden und schmeckt auch erfrischender. Um ihn noch leichter schneiden zu können, könnt ihr ihn auch direkt vor dem Anschneiden für ca. 20 Minuten ins Gefrierfach stellen.

So, und jetzt ran an die letzten Sommerfrüchte...! Und danach könnt ihr euch dann schon gemeinsam mit mir langsam auf die Herbstbäckerei freuen - ich sage nur Brownies, Käsekuchen, Apple Crumble, Zimtschnecken... :-)

P.S.: Noch bis zum 31.8. könnt ihr am Blogevent und Gewinnspiel anlässlich meines 5. Blog-Geburtstags teilnehmen und tolle Bio-Tees von Hampstead Tea London gewinnen. Hier findet ihr alle Infos.

Rezept
für eine Springform (26 cm Durchmesser)

225g Mehl
1 gestrichener TL Backpulver
200g Zucker
1 Prise Salz
3 EL Vanillezucker
1 Ei (Größe M)
125g Butter
2 reife Nektarinen
8 Blatt weiße Gelatine
500g Schlagsahne
500g Ricotta
3 EL Fruchtlikör (z.B. Orangenlikör oder Safari)
3 EL Aprikosen-Konfitüre
3 EL gehackte Pistazien
einige Minzeblättchen
Fett und Mehl für die Form

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Mehl, Backpulver, 75g Zucker, Salz, 1 EL Vanillezucker, Ei, 1–2 EL Wasser und Butter in Flöckchen in eine Rührschüssel geben, mit den Knethaken des Handrührgerätes verkneten. Anschließend mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Den Boden einer Springform fetten, mit Mehl bestäuben. Teig auf den Springformboden geben, mit bemehlten Händen gleichmäßig auf den Boden drücken. Im vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten auf der unteren Schiene backen. Aus dem Ofen nehmen, auf ein Kuchengitter setzen und auskühlen lassen.

Nektarinen gründlich waschen, trocken reiben, halbieren, Steine herauslösen und Fruchtfleisch in Spalten schneiden. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Sahne mit den Schneebesen des Handrührgerätes steif schlagen. Ricotta, 125g Zucker, 2 EL Vanillezucker und Likör mit den Schneebesen des Handrührgerätes verrühren.

Gelatine ausdrücken und in einem kleinen Topf bei schwacher Hitze schmelzen. Von der Herdplatte nehmen und 3–4 EL der Ricottacreme in sehr kleinen Portionen unter die Gelatine rühren. Anschließend unter ständigem Rühren mit der restlichen Ricottacreme vermischen. Sahne portionsweise unterheben.

Creme auf dem Boden verstreichen. Nektarinenspalten locker darauflegen. Torte ca. 3 1/2 Stunden kalt stellen. Konfitüre durch ein feines Sieb streichen, in einem kleinen Topf leicht erwärmen. Nektarinen mit der Konfitüre bestreichen und die Torte mit Pistazien und Minzblättern garnieren. Nochmals bis zum Servieren (jedoch für mindestens 30 Min.) kalt stellen.

Quelle
leicht abgewandelt nach lecker.de   

Dienstag, 18. August 2015

Eine kulinarische Reise nach Rom // Rezept für Auberginen-Ricotta-Cannelloni

Wie so viele andere bin auch ich mir ganz sicher: Die Heimat des guten Essens muss irgendwo in Italien liegen! Egal ob Pasta, Pizza, Risotto, Antipasti, Tiramisu oder Panna Cotta - so ziemlich alles, was die lieben Italiener anpacken, gelingt einfach unverschämt gut. So ist es mit Sicherheit auch der Aussicht auf jede Menge gutes Essen geschuldet, dass ich, als die Entscheidung anstand, wohin uns denn unsere Städtereise Anfang Juli führen soll, ganz entschieden für Rom votiert habe :-) Und daher machten wir uns bei heißem Wetter in Deutschland auf ins noch heißere Rom - die beste Reisezeit haben wir damit vermutlich nicht erwischt, aber sei's drum, so gab es eben eine Ausrede, um noch mehr Eis zu essen ;-)

Sightseeing: Antikes Rom, beeindruckende Ausblicke und... diese Lichtstimmung!

Unser Urlaub war eine gelungene Mischung aus Sightseeing und kulinarischen Erlebnissen. Da es für mich zwar das zweite Mal, für meine charmante Reisebegleitung jedoch der erste Rom-Aufenthalt war, durften natürlich alle bekannten Sehenswürdigkeiten nicht fehlen. Trotz Temperaturen weit über 35 Grad wandelten wir daher gebannt auf den Spuren der alten Römer durchs Kolosseum und Forum Romanum, um immer wieder fasziniert auszurufen: "Mein Gott, WIE ALT das alles ist! Unfassbar, diese Steine liegen schon seit 2000 Jahren hier!" Dank online gekaufter und ausgedruckter Tickets kann man den Rundgang durchs alte Rom auch direkt ohne lästige Warteschlangen beginnen.


Den besten Blick über das beeindruckende historische "Durcheinander" des Forum Romanum hat man übrigens vom Aussichtspunkt auf dem Palatin, auch bei großer Hitze sollte man hier also nicht faul sein ;-)


Apropos Ausblick... richtig schön über die Stadt gucken lässt es sich auch vom Nationalmonument an der Piazza Venezia. Wegen seines kitschigen Äußeren wird das Gebäude auch "Schreibmaschine" oder "Hochzeitstorte" genannt, aber sei's drum, die Aussicht überzeugt!


Bis zur Terrasse auf halber Höhe des Gebäudes kann man einfach so gehen, ohne Eintritt zu bezahlen, und auch von dort aus hat man schon einen schönen Blick auf die umliegenden Gebäude zwischen Piazza Venezia und Kolosseum.


Wer dann noch 7 Euro pro Person investiert, kann mit einem gläsernen Lift auf das Dach des Gebäudes fahren und hat von da aus einen Panoramablick über die gesamte Innenstadt!



Doch auch, wenn der Sightseeing-Tag sich dem Ende entgegen neigt und die Sonne langsam hinter den sieben Hügeln von Rom verschwindet, kann man in der Stadt noch viele schöne Ecken genießen - einige davon werden gerade bei Sonnenuntergang besonders malerisch... Etwa die Brunnen auf der Piazza Navona, der Tiber vom Ponte Sant'Angelo aus oder aber der Pincio-Hügel, der herrliche Ruhe und viel Grün bietet - und das nur wenige Minuten von der belebten Spanischen Treppe entfernt!




Kulinarische Tour durch Trastevere

Doch eine Stadt lernt man natürlich nicht nur kennen, in dem man sich einfach durch ihren Straßen und über ihre Plätze treiben lässt... sondern natürlich auch durch ihr Essen! Da (wen wundert es) Essen ein wichtiger Punkt in meinen Urlauben ist, wollten wir Rom auch über das Abendessen im Restaurant hinaus von seiner kulinarischen Seite kennenlernen. Hervorragend geht das unserer Erfahrung nach mit einer geführten Foodtour. Es gibt hierfür einige Anbieter in Rom, die sowohl englisch- als auch deutschsprachige Touren anbieten. Wir haben uns aufgrund der guten Bewertungen und der Strecke der Tour für eine englischsprachige Foodtour beim Anbieter Eating Italy entschieden (der übrigens auch Kochkurse mit römischen Nonnas sowie Touren in London, Amsterdam und Prag anbietet).


Die Touren finden täglich außer sonntags sowohl tagsüber als auch in den Abendstunden beinahe stündlich statt. Wählen kann man zwischen zwei römischen Stadtvierteln: Testaccio und Trastevere. Beide Viertel eint, dass sie sich nicht unmittelbar im touristisch-überlaufenen Zentrum befinden und sich noch etwas ursprünglichen Charme bewahrt haben, auch wenn sie (vor allem in den Abendstunden) immer mehr von Touristen entdeckt werden und das Nachtleben immer lebendiger wird.Wir haben uns für die Tour durch Trastevere entschieden. Für 75 Euro pro Person besucht man in knapp vier Stunden insgesamt neun Anlaufpunkte - traditionsreiche Lebensmittelgeschäfte, Märkte und Restaurants - und überall gibt es gutes Essen. Unsere Gruppe hatte mit 10 Personen eine angenehme Größe und unser Guide Jasmine erwies sich als wirkliche Expertin für die römische Küche im Allgemeinen und Trastevere im Speziellen. Uns hat die Tour sehr gut gefallen - wären wir länger geblieben, hätten wir wohl auch noch die Tour durch Testaccio gebucht :-)

Unsere Tour begann in der Pasticceria Trastevere, einem seit Jahrzehnten inhabergeführten Geschäft, dass der Traum aller Naschkatzen sein dürfte - von verschiedenen Keksen, Blätterteiggebäck bis zu unterschiedlich gefüllten Windbeuteln gibt es alles, was das Süßschnabel-Herz begehrt... Wir verkosten Windbeutel mit Zabaione-Füllung und rosa Zuckerguss!


Nach dem süßen Start wird es Zeit für etwas Herzhaftes... also ab in die Antica Caciara! Dort bekommt man fantastischen Käse, aber auch Schinken oder Antipasti. Wir probieren den Parmigiano Reggiano und den Pecorino Romano und erfahren viel über den letzteren, typisch römischen Käse. Welcher der beiden Käse uns besser schmeckt, lässt sich allerdings kaum entscheiden...



Weiter geht es mit römischem Fingerfood! Bei I Suppli, einem typisch römischen Steh-Imbiss, der vor allem zur Mittagszeit Werktätige aus den umliegenden Straßen mit italienischem Fingerfood wie Pizza, Focaccia, etc. versorgt, probieren wir die namensgebenden Suppli - frittierte Risotto-Bällchen mit Mozzarella-Füllung. Sehr lecker, aber dass Fingerfood noch besser werden kann, erleben wir kurz darauf beim Stop in der Antica Norcineria. Spezialität dieses Geschäfts für Fleisch- und Wurstwaren ist die Porchetta, mit Knoblauch und Kräutern eingeriebener und knusprig gegrillter Schweinebraten, der in dünnen Scheiben auf warmer, knuspriger Pizza Bianca serviert wird. Sooooooo gut!


Auf dem San Cosimato-Markt mitten in Trastevere probieren wir anschließend saftige Melone mit unterschiedlichen Schinkensorten...

  

...bevor es anschließend ein paar Meter weiter wieder süß wird: Bei heißen Temperaturen ruft in der Bio-Gelateria Fatamorgana endlich das erste Eis des Tages! Besonders erfrischend: Passionsfrucht und Honigmelonen-Sorbet! (Unser Eis-Favorit in Rom bleibt dennoch das herrlich cremige Gelato bei Grom, zu empfehlen vor allem: Pistazie und Himbeer!)


Anschließend besuchen wir noch zwei Restaurants: In der Enoteca Ferrara bekommen wir dampfende Schüsseln voller Pasta auf den Tisch (in drei Sorten: Gnocchi mit Tomatensauce und Mozzarella, Ravioli mit Spinat-Ricotta-Füllung sowie Spaghetti "Cacio e Pepe", eine römische Spezialität mit Pecorino Romano und weißem Pfeffer), im Spirito di Vino erwarten uns ein Weinkeller, der älter als das Kolosseum ist(!), die ur-römische Version der Crème brûlée (die, wie wir hören, in Rom erfunden wurde) ohne Karamellkruste sowie der traubigste und leckerste Dessertwein überhaupt. Den letzten Stop machen wir dann bei Innocenti...


 ...von außen völlig unscheinbar (ohne Foodtour wären wir sicher vorbei gelaufen), innen eine römische Institution mit herrlichem Gebäck, das einfach nur fantastisch duftet! Wir probieren Zitronenkekse mit Aprikosenfüllung sowie Haselnussbaisers und sind danach einfach nur im Süßigkeitenhimmel... und am Ende einer wunderbaren Foodtour!


Abendessen in Rom und kulinarische Inspiration für Zuhause

Wer denkt, dass wir damit in Rom ein für alle mal genug gegessen hätten, kennt uns natürlich schlecht ;-) So haben wir uns jeden Abend herrliche Antipasti und leckere Pastagerichte gegönnt (bei den Desserts mussten wir meist passen, das viele Eis am Nachmittag war schuld). Aber seht selbst:

Ravioli mit Kürbisfüllung, Ziegenkäsesauce und gerösteten Mandeln

Pasta mit Paprikasauce, Miesmuscheln und Parmesan-Chips



So einige Gerichte, die ich in Rom gegessen habe, haben mir ein bisschen Inspiration für Zuhause verschafft. Etwa ein Teller Ravioli mit Auberginen-Ricotta-Füllung und geschmorten Tomaten - in Erinnerung daran habe ich, wieder am heimischen Herd zurück, Cannelloni mit Auberginen-Ricotta-Füllung, Tomatensauce und Mozzarella gekocht. Besonders raffiniert ist die Füllung für die Cannelloni, für die Auberginen mit Knoblauch und Kräutern gespickt im Ofen gebacken werden. Das Rezept habe ich euch zum Abschluss dieses laaaaaaaaangen Rom-Artikels mitgebracht! Wenn ihr Lust habt, mich häufiger auf Reisen zu begleiten, dann folgt mir doch auf Facebook - dort poste ich auch regelmäßig, während ich auf Reisen bin :-)


Rezept
für 3 - 4 Personen

für die Füllung
1 - 2 Auberginen (bei einer sehr großen Aubergine genügt eine)
100g Ricotta
Salz, Pfeffer
Olivenöl
1-2 Knoblauchzehen
1 Eigelb
etwas frischer Thymian, Rosmarin und Oregano
evtl. etwas Zitronensaft
Alufolie

für die Sauce
1 EL Olivenöl
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Dose Tomaten (400g)
Salz, Pfeffer
eine Prise Zucker

außerdem
8 Cannelloni-Röllchen (ohne Vorkochen zu verwenden)
1 - 2 Kugeln Mozzarella (je nachdem, wie sehr ihr Käse mögt...)

Für die Füllung Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Aubergine in der Mitte aufschneiden. Die Schnittfläche ordentlich salzen und pfeffern. Dann Knoblauch schälen, in Scheibchen schneiden und die Schnittflächen mit dünnen Knoblauchscheibchen sowie Thymian belegen. Etwas Olivenöl darauf gießen und die Aubergine wieder zusammensetzen. Das ganze Exemplar dann fest in Alufolie einwickeln und für 30 Minuten im Backofen garen. Danach die Aubergine erkalten lassen.

Nun das weiche Fleisch der Aubergine mit einem Löffel herausnehmen und mit ca. 100g Ricotta und einem Eigelb mit dem Stabmixer pürieren. Mit Salz, Pfeffer, gehackten Kräutern und evtl. etwas Zitronensaft kräftig abschmecken.

Für die Tomatensauce Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin bei mittlerer Hitze langsam goldgelb dünsten. Dann die Tomaten zugeben, leicht salzen und pfeffern und ca. 20 Min. zugedeckt bei kleiner Hitze köcheln lassen. Anschließend mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken.

Eine große Auflaufform mit etwas Tomatensauce ausstreichen. Die Auberginen-Ricotta-Mischung in die Cannelloni füllen und diese nebeneinander in die Form schichten. Mit Tomatensauce bedecken. Mozzarella in dünne Scheibchen schneiden und auf den Cannelloni verteilen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad ca. 40 Minuten backen, bis der Käse gut zerlaufen und leicht gebräunt ist.

Quelle
Eigenes Rezept nach Inspiration aus Rom 

Freitag, 7. August 2015

Paprika-Tomaten-Tarte mit Ziegenkäse

Für ein schnelles und entspanntes Abendessen unter der Woche sind Blätterteig-Tartes meiner Meinung nach das perfekte Essen. Nur kurz den Teig auf dem Blech ausrollen, nach Herzenslust mit allem belegen, was man mag oder was der Kühlschrank gerade so hergibt, und schon geht es ab in den Ofen damit...! Während der Backzeit kann man dann in Ruhe die Küche aufräumen und einen zur Tarte passenden Salat zubereiten. Super-leckerer Geschmack und optimale Arbeitsabläufe bei der Zubereitung - damit kann man bei mir nach einem langen Arbeitstag immer punkten. Daher werde ich auch gleich hellhörig, wenn ich irgendwo ein vielversprechendes Rezept für eine Tarte sehe :-)


So geschehen letztens bei Penne im Topf... Ann-Kathrin musste Reste aufbrauchen und hat daraus diese leckere Paprika-Tomaten-Tarte mit Ziegenkäse, roten Zwiebeln und Rosmarin kreiert. Die hat mir gleich so gut gefallen, dass ich sogar extra dafür eingekauft habe ;-) Und das hat sich gelohnt, denn die Kombination aus knusprigem Blätterteig und würzigem Belag hat uns richtig gut gefallen! Da ich keine Tomatensauce vorrätig hatte, habe ich dafür eine einfache Sauce aus Dosentomaten mit Knoblauch und Gewürzen gekocht. Wenn man gute Dosentomaten nimmt und die Sauce eine Weile köcheln lässt (meine köchelte ca. 30 Minuten, geht aber gern auch länger, wenn der Magen noch nicht zu sehr knurrt), erzielt man ein sehr aromatisches Ergebnis. Im Moment haben aber auch tolle heimische Kirschtomaten Saison :-)


Der herzhafte Ziegenkäse passt sehr gut zum leicht süßlichen Belag aus Tomaten und Paprika. Ein frischer Blattsalat (bei mir roter Eichblattsalat aus meiner Bio-Gemüsekiste) macht sich sehr gut zur knusprigen Tarte. Und dann mit einem Gläschen Wein auf den Balkon setzen und genießen :-)

Rezept
für ein Blech (für ca. 3 - 4 Personen)

1 Rolle Blätterteig (Kühlregal)
ca. 5 EL Tomatensauce*
1 gelbe Paprikaschote
1 kleine rote Zwiebel
1 Rolle Ziegenkäse
Salz, Pfeffer, Rosmarin
Ahornsirup oder Honig
Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Den Blätterteig ausrollen und mit der Tomatensauce bestreichen. Die Paprika in feine Streifen, die Zwiebel in feine Ringe schneiden. Den Ziegenkäse in 0,5-1 cm dicke Taler schneiden.

Paprika, Zwiebel und Ziegenkäse auf der Tarte verteilen. Mit etwas Ahornsirup oder Honig beträufeln. Rosmarin waschen, trocken schütteln und fein hacken. Über die Tarte streuen und diese anschließend mit Salz und Pfeffer würzen. Im vorgeheizten Ofen bei 200°C ca. 10-20 Minuten goldbraun backen.

*Wenn ihr keine Tomatensauce vorrätig habt, könnt ihr sie so kochen: 2 Knoblauchzehen schälen und fein hacken. 2 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen, Knoblauch bei mittlerer Hitze darin andünsten. Eine Dose Tomaten (à 400g) zugeben, leicht mit Salz und Pfeffer würzen und bei mittlerer Hitze zugedeckt ca. 30 Min. (oder auch bis zu 1 Stunde) köcheln lassen, dabei ab und zu umrühren. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker oder Honig abschmecken.

Quelle
Penne im Topf  

Dienstag, 4. August 2015

Pflaumen-Cranberry-Chutney

Eines der schönsten Dinge am Sommer ist meiner Meinung nach, dass tolles Obst in Hülle und Fülle vorhanden ist. Na gut, es gibt natürlich noch viiiiieeeeelllll mehr tolle Dinge. Dass man endlich luftige Kleider und Röcke tragen kann. Dass man abends ewig lange draußen sitzen kann. Dass es immer eine Entschuldigung oder einen guten Grund gibt, um Eis zu essen. Und, und, und... Aber um mal bei den Früchten zu bleiben: Die vielen tollen, super-leckeren Beeren. Ob Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren... Ich kann einfach nicht genug davon kriegen. Aber auch Pfirsiche, Nektarinen, Aprikosen und Pflaumen schmecken jetzt richtig, richtig gut. Und da wir nun bereits August haben (Kinder, wie die Zeit vergeht...!), wird es Zeit, langsam ein wenig vom Geschmack des Sommers in Gläsern einzukochen, um ihn auch im Herbst noch genießen zu können.


Bei diesem Chutney wurde allerdings nichts daraus, sich etwas für den Herbst bewahren zu wollen. Es schmeckt einfach sooooo gut, dass die Gläser in Nullkommanix alle waren und ich nun schon wieder Nachschub herstellen muss ;-) Pflaumen, Cranberrys, rote Zwiebel, Essig, Zucker und Gewürze ergeben hier genau den herrlichen süß-sauren Geschmack (etwas mehr sauer als süß), den ich so besonders gern mag. Daher entfaltet das Chutney für mich absolutes Suchtpotential! Besonders wenn ihr, wie wir, große Käseliebhaber seid, ist es definitiv interessant für euch, denn es schmeckt zu Käse jeder Art richtig, richtig genial. Es passt aber auch zu Fleisch, etwa zu kaltem Roastbeef, einem Rindersteak oder gebratenem Hähnchen, oder als leckere Sauce auf einen Burger. Oder, oder, oder... Eigentlich könnte ich gerade alles mit diesem Chutney essen :-) Probiert es aus!

Rezept
für etwa 600 ml Chutney

500g blaue oder rote Pflaumen
1 große rote Zwiebel
½-1 große rote Chilischote
50g getrocknete Cranberrys
150 ml Weißweinessig
75g weißer oder brauner Zucker
2 EL Vanillezucker
3 Nelken
½ TL gemahlener Zimt

Die Pflaumen waschen, halbieren, entkernen und in 1 cm große Würfel schneiden (es sollten 450g sein). Die Zwiebel schälen, der Länge nach halbieren und in feine Halbringe schneiden. Die Chilischote waschen, entstielen und fein hacken.

Alle Zutaten in einen großen Topf geben und bei mittlerer Hitze in etwa 30 Minuten einkochen lassen. Dabei öfter umrühren und darauf achten, dass nichts am Topfboden ansetzt. Vor allem zum Ende hin dickt das Chutney recht stark ein.

Wenn das Chutney vollständig eingedickt ist (also dickflüssig und zäh ist), in sterilisierte Twist-off-Gläser füllen, gut verschließen und an einem dunklen, kühlen Ort aufbewahren. So hält es sich ungeöffnet einige Monate. Nach dem Öffnen im Kühlschrank lagern und innerhalb von ca. zwei Wochen verbrauchen.

Quelle
Nicole Stich: Geschenkideen aus der Küche

Sonntag, 2. August 2015

5. Bloggeburtstag & ein Gewinnspiel

Hallo ihr Lieben, habt ihr Lust, mit mir anzustoßen? Es gibt nämlich was zu feiern, sogar einen halbrunden Geburtstag... Denn mein kleiner Blog ist mittlerweile bereits fünf Jahre alt :-) Genau genommen liegt der große Tag sogar schon ein klitzekleines bisschen zurück, Anfang Juli war es nämlich, aber da war ich gerade krankheitsmäßig sehr außer Gefecht gesetzt und kurz darauf ging es in den Urlaub, so dass wir nun eben ein bisschen nachfeiern müssen ;-) Den Geburtstag wollte ich jedenfalls nicht sang- und klanglos vorbeigehen lassen, zum einen weil fünf Jahre ja doch gar nicht mal sooooo wenig sind, und zum anderen weil ich für euch schon einen hübschen Preis für ein Gewinnspiel organisiert hatte... aber dazu später mehr!


In den letzten fünf Jahren hat sich in meinem Leben ganz schön was getan. Als ich den Blog gestartet habe, war ich noch Studentin, steuerte gerade so langsam auf mein letztes Semester zu und habe in Erfurt gewohnt. Seitdem bin ich u.a. viermal umgezogen und habe in fünf Wohnungen in vier verschiedenen Städten gewohnt. Ich habe nach dem Studium in den letzten vier Jahren in drei unterschiedlichen Jobs gearbeitet. Ich habe neue Hobbys gefunden (Sport) und andere liebgewonnene Beschäftigungen etwas vernachlässigt (Sprachen, Lesen). Und neben all den vielen Veränderungen gab es immer eine Konstante... nämlich die, dass es mich unheimlich glücklich macht, in meiner Küche rumzuwerkeln, und ich mich immer freue, wenn ich das auf meinem Blog mit euch teilen kann! :-)

Natürlich hat man in einer so langen Zeit auch mal Phasen mit kleineren oder größeren Motivationsproblemen. So ging es mir 2014, als ich von Mai bis Oktober gar nicht geschrieben und auch den vierten Bloggeburtstag habe verstreichen lassen. Zwar fehlte mir mein Blog in dieser Zeit schon und ich hab häufig daran gedacht, aber auch die Zeit war knapp, vieles andere war wichtig und ich war mir auch nicht sicher, ob es meinen Blog eigentlich überhaupt noch braucht. Mit einem kleinen Schubs von außen habe ich aber die Lust und die Motivation wiedergefunden und bin seit letztem Herbst wieder mit vollem Eifer dabei. Ein bisschen was hat sich auch getan in den letzen Monaten: Die Nido hat in ihrer Mai-Ausgabe ein Rezept von meinem Blog veröffentlicht. Nach vielen Jahren mit demselben Header und quasi ohne Logo habe ich vor Kurzem meinen Blog etwas umgestaltet und auch ein Logo für Sugar and Spice kreiert. Und seit April gibt es endlich eine Facebook-Page zum Blog, die sich sehr über euren Besuch freut :-)


Vielleicht interessieren euch noch ein paar Statistiken zum Blog? Seit Juli 2010 habe ich auf Sugar and Spice 330 Beiträge veröffentlicht, das macht im Durchschnitt 5,5 Beiträge pro Monat. Der Blog verzeichnete insgesamt 476.911 Seitenaufrufe und ich habe bisher 1.371 Kommentare von euch erhalten - VIELEN DANK an dieser Stelle für euer Interesse, eure Ideen und Anmerkungen, eure Vorschläge und Fragen! Ich freue mich jedes Mal riesig darüber, etwas von euch zu hören - sei es hier im Blog oder über Facebook, oder darüber, wenn jemand ein Rezept nachkocht und es gut gelingt :-) Nach wie vor seid ihr übrigens richtige Schleckermäuler - das seht ihr schon an den Themen der fünf beliebtesten Posts aller Zeiten, die ich euch im Bild oben zusammengestellt haben. Dreimal Kuchen, einmal Dessert und nur einmal ein "richtiges" Gericht... haha, ihr passt zu mir! Übrigens kommen auf den Plätzen 5 - 10 der beliebtesten Gerichte auch nur süße Sachen ;-)

Fotos: Hampstead Tea London
Natürlich möchte ich mich auch gerne mit einem kleinen Geschenk bei euch, bzw. stellvertretend dafür bei einem von euch, bedanken :-) Zu gewinnen gibt es ein exklusives Tee-Paket von Hampstead Tea. Hampstead Tea* steht für edle Bio-Tee-Sorten, die auf einer biologisch-dynamischen Plantage in Darjeeling gereift sind, wo der Teebusch im Einklang mit der Natur heranwuchs. Die Marke handelt nach DEMETER-Richtlinien sowie Fair Trade. Der Tee ist nachhaltig angebaut, ohne Pestizide, und das schmeckt man auch! Der Gewinner erhält von mir ein Päckchen mit vier Tee-Packungen: Organic Black Tea Selection (eine gemischte Packung mit Darjeeling, Assam, Earl Grey und English Breakfast Tea), Organic Lemon Ginger, Organic Black Vanilla (leider im Shop derzeit nicht vorhanden, daher keine Verlinkung) und Organic Mint Green. Und zusätzlich packe ich noch eine selbstgemachte Kleinigkeit aus meiner Küche dazu :-)

Um zu gewinnen, ist eure Kreativität gefragt! Getreu meinem Blog-Namen Sugar and Spice interessieren mich eure spannendsten Kreationen aus herzhaft und süß :-) Ganz egal ob Salat mit Früchten, Curry mit Obst, Schokokuchen mit Meersalz oder oder oder... Wenn ihr teilnehmen möchtet, postet bitte bis zum Montag, 31. August, Mitternacht, zu diesem Beitrag einen Kommentar mit Link zu dem entsprechenden Rezept auf eurem Blog. Besonders freue ich mich natürlich, wenn ihr das Rezept extra kreiert - Rezepte aus dem Archiv sind aber auch erlaubt. Und wenn ihr keinen eigenen Blog habt, könnt ihr natürlich trotzdem mitmachen. Schreibt einfach einen Kommentar zu diesem Beitrag und schickt mir euer Rezept, wenn ihr mögt mit Foto, an sugarandspice-foodblog@gmx.net. Anfang September gibt es einen Überblick über die Rezepte und die Auslosung des Gewinners unter allen Teilnehmern :-) Ihr könnt, wenn ihr mögt, auch mehrere Rezepte einreichen, die ich dann alle in die Zusammenfassung aufnehme - allerdings wandert jeder Teilnehmer trotzdem nur einmal in den Lostopf. Ich freue mich auf eure Ideen!

*Für die Verlosung wurden mir die Tees von Hampstead Tea kostenlos zur Verfügung gestellt.

Donnerstag, 23. Juli 2015

Himbeer-Buttermilch-Muffins

Seid ihr für das bevorstehende sommerliche Wochenende noch auf der Suche nach einem Kuchen? Dann hätte ich hier etwas Passendes für euch... Dieses Mal keinen großen Kuchen, sondern wunderbar picknick-, freibad- und badeseetaugliche Muffins! Genau richtig, wenn ihr ein unkompliziertes Rezept sucht und nicht zuviel Zeit drinnen vor dem heißen Ofen verbringen, sondern lieber wieder schnell nach draußen wollt, natürlich mit Muffins im Gepäck :-)


Ich bin bei lecker.de über das Rezept gestolpert, als ich nach einem Kuchen für den Besuch von ein paar Freundinnen gesucht habe. Etwas Frisches, nicht zu Süßes sollte es sein (eine der Freundinnen isst nämlich unglaublicherweise tatsächlich nicht besonders gern Süßes, hier hat sie aber gern zugegriffen!), und dazu noch fix gehen, denn ich war gerade erst wieder am Gesundwerden und noch nicht wieder ganz im Vollbesitz meiner sonstigen Kräfte. Die Kriterien haben die Muffins hervorragend erfüllt und noch dazu richtig klasse geschmeckt. Durch die Buttermilch werden sie richtig schön locker und saftig. Ich habe zusätzlich zum Originalrezept noch abgeriebene Limettenschale hinzugefügt, da ich mir das zu Himbeeren und Buttermilch sehr lecker vorgestellt habe - war es auch :-)

Rezept
für 12 Stück

1 Ei (Gr. M)
150g Zucker
3 TL Vanillezucker (selbstgemacht, oder ein Päckchen Vanillin-Zucker)
1 Prise Salz
7-8 EL (75 ml) Öl
300g Buttermilch
abgeriebene Schale von 1 Bio-Limette
275g + 2 EL (25g) Mehl
2 gehäufte TL Backpulver
1/2 TL Natron
150g TK-Himbeeren (nicht aufgetaut)


Backofen vorheizen (E-Herd: 200 °C/Umluft: 175 °C/Gas: Stufe 3). Die Mulden einer Muffinform mit Papierförmchen auslegen. Ei, Zucker, Vanillezucker und Salz cremig rühren. Öl und Buttermilch unter Rühren nach und nach zufügen. Limette heiß waschen, Schale dünn abreiben und zugeben. 275g Mehl, Backpulver und Natron mischen und kurz unterrühren.

Himbeeren unaufgetaut mit 2 EL Mehl bestäuben, unter den Teig heben. Teig zu 3/4 in die Förmchen füllen. Im vorgeheizten Backofen 20-25 Minuten backen. 5-10 Minuten abkühlen, stürzen.

Quelle
leicht modifiziert nach lecker.de  

Montag, 20. Juli 2015

Rucolasalat mit Nektarinen und Büffelmozzarella

In den nächsten Tagen soll es sommerlich-heiß bleiben, da macht sich natürlich erfrischende, unkomplizierte und schnelle Küche gut. An heißen Tagen gibt es bei uns wie sicher bei vielen anderen auch häufig einen leichten Salat zum Abendessen. Besonders gern mag ich die Kombination aus Salat mit leckerem, frischem Obst - z.B. Mango, Melone, Himbeeren, Erdbeeren... Dieses Mal habe ich den Salat mit reifen Nektarinen zubereitet, die einen schönen Kontrast zum leicht herb-scharfen Rucola bilden. Was für mich zu Salat und Obst ebenfalls nicht fehlen darf, ist Käse - egal ob Büffelmozzarella, Ziegenkäse oder Feta.


Ein sommerlich-leichtes, aromatisches Rezept, zu dem ihr optional auch noch Schinken oder (gebratene) Garnelen kombinieren könnt. Unbedingt solltet ihr auch an knuspriges Brot zum Auftunken des leckeren Orangen-Dressings denken! Und genauso schnell, wie der Salat zubereitet ist, lasse ich euch heute auch dieses Rezept hier da und begebe mich fix wieder nach draußen :-)

Rezept
für zwei Personen

150g Rucola
2 reife Nektarinen
1 Kugel Büffelmozzarella
1 Orange
1 rote Chili
geröstetes Haselnussöl, geröstetes Arganöl oder gutes Olivenöl
Salz, Pfeffer aus der Mühle

Rucola verlesen, waschen und trocken schütteln. Auf zwei Tellern anrichten. Nektarinen waschen, halbieren, Kerne herauslösen und in Spalten schneiden. Büffelmozzarella in Scheibchen schneiden. Je die Hälfte der Nektarinenspalten und Mozzarellascheiben auf den beiden Tellern verteilen.

Für das Dressing Chili waschen, halbieren, entkernen und fein hacken. Orange halbieren und auspressen. Orangensaft mit Öl, Chili und Salz und Pfeffer verrühren. Über den Salat geben. Schon fertig! :-)

Quelle
eigenes Rezept

Montag, 13. Juli 2015

Supersaftiger Blitz-Zitronenkuchen

Ich liebe Picknick! Und nicht nur das Picknicken an sich, sondern auch das Vorbereiten von lauter leckeren kleinen Häppchen und hübschem Fingerfood. Irgendwie gibt es da immer sooooo viel tolle Rezepte, und man hat doch letztlich gar nicht so oft die Gelegenheit, sie in die Tat umzusetzen, weil der Sommer immer doch nicht aus ganz so vielen Picknicks besteht, wie man ursprünglich hofft ;-) Aber am Wochenende gab es mal wieder einen Anlass, ein Picknick vorzubereiten. Wir waren am Samstag in Leipzig beim Open Air-Konzert Klassik Airleben mit dem Gewandhausorchester im Rosental. Einige wissen es vielleicht, ich habe in der Marketing-Abteilung des Gewandhausorchesters gearbeitet, bevor ich vor einigen Monaten nach Dresden umgezogen bin, und im letzten Jahr habe ich dieses riesige Open Air mit 30.000 Zuschauern mitorganisiert. Da war es dieses Jahr doch ganz schön, die beeindruckende Veranstaltung ganz entspannt miterleben zu können, für nix verantwortlich zu sein, sondern ein schönes Picknick vorzubereiten und sich dann mit Freunden auf der Wiese zu treffen, um dem Konzert zu lauschen :-)


Neben Sandwiches mit Frischkäse, Räucherlachs und Gurkenscheiben, Käsespießen und meinen Flammkuchen-Schnecken musste es natürlich auch eine süße Komponente geben. Und was ist bei sommerlichem Wetter erfrischender als ein richtig saftiger Zitronenkuchen? Ich habe mich für ein Rezept von lecker.de für einen Blechkuchen entschieden, den ich jedoch in meiner Brownie-Form (halbe Blechgröße) gebacken und dafür die Mengenangaben halbiert habe, denn wie oben geschrieben gab es ja noch einiges mehr zu essen :-) Der Kuchenteig ist ein einfacher und total fix zusammengerührer Rührteig und muss auch nur 25 Minuten backen. Das Besondere an dem Kuchen ist, dass man, während der Kuchen im Ofen ist, einen Zitronensirup kocht und in diesem auch Zitronenscheiben mitgart. Nachdem der Kuchen aus dem Ofen kommt, wird er mit dem Sirup getränkt und mit den gegarten Zitronenscheiben belegt. Das garantiert euch einen wirklich supersaftigen Kuchen! Durch das Tränken bekommt er insbesondere an der Oberfläche, wo der Sirup am stärksten wirkt, fast schon den Geschmack von rohem Teig - hmmmm!


Ich empfehle, den Kuchen nach dem Tränken und Auskühlen über mehrere Stunden in den Kühlschrank zu stellen, damit er richtig fest werden kann - gilt insbesondere, wenn ihr ihn, so wie ich, transportieren wollt. Die Zitronenscheiben können, wenn sie dünn genug geschnitten sind, mitgegessen werden, mir persönlich schmeckt das aber nicht so gut. Ich hab sie nur als Deko auf dem Kuchen gelassen und wir haben sie dann direkt vor dem Essen entfernt. Das kann jeder halten, wie er mag :-)

Lust auf mehr Zitronenkuchen?
Zitronenrührkuchen
Zitronen-Mascarpone-Kuchen mit gesalzenen Pistazien 
Zitronen-Mascarpone-Tarte mit Heidelbeeren
Zitronen-Mohn-Kuchen
Zitronentarte mit Baiser

Rezept
für ein Blech (oder Mengen halbieren und in einer Brownie-Form backen)

etwas + 400g weiche Butter
etwas + 600g Mehl
2 Bio-Zitronen
350g + 100g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
Salz
8 Eier (Gr. M)
1 1⁄2 Päckchen Backpulver
150g Crème fraîche

Eine Fettpfanne (ca. 32 x 39 cm; tiefes Backblech) fetten, mit Mehl ausstäuben. Zitronen heiß abspülen, trocken tupfen. Von einer Zitrone erst die Schale fein abreiben, dann halbieren und auspressen. Backofen vorheizen (E-Herd: 175 °C/Umluft: 150 °C). 

Für den Teig 400g Butter, 350g Zucker, Vanillezucker und 1 Prise Salz mit den Schneebesen des Rührgeräts cremig rühren. Zitronenschale unterrühren. Eier nacheinander unterrühren. 600g Mehl und Backpulver mischen. Im Wechsel mit Crème fraîche in die Butter-Ei-Masse rühren. Teig auf der Fettpfanne glatt streichen. Im heißen Ofen ca. 25 Minuten backen.

Inzwischen die übrige Zitrone in dünne Scheiben schneiden. 100g Zucker, den Zitronensaft, die Zitronenscheiben und 150 ml Wasser aufkochen. 2–3 Minuten köcheln und beiseite stellen. Kuchen aus dem Ofen nehmen. Sofort mit der Hälfte Sirup beträufeln, einziehen lassen. Dann mit Rest Sirup beträufeln. Zitronenscheiben auf dem Kuchen verteilen. Vollständig auskühlen lassen.

Quelle
lecker.de