Mittwoch, 22. April 2015

Sunshine Smoothie mit Zitrusfrüchten und Kokos

Irgendwie ist das doch kein richtiger Frühling bisher. Ein, zwei Tage sonniges, halbwegs warmes Wetter, und dann der nächste Kälteeinbruch. Es ist Ende April und ich trage nach wie vor nahezu täglich meinen Wintermantel, obwohl der dringend mal eine Reinigung gebrauchen könnte. Kein einziges Mal habe ich in diesem Jahr bisher Ballerinas ausgeführt, sondern greife jeden Tag seufzend zu geschlossenen Schuhen, damit ich mir nicht spätestens abends auf dem Heimweg von der Arbeit eine Erkältung hole (die mich dann natürlich trotzdem erwischt). Ich fasse also zusammen: Wir brauchen alle dringend ein bisschen Sonnenschein! Für mich persönlich ist das geritzt, denn ich gönne mir einen kleinen Kurzurlaub und morgen Nachmittag hebt mein Flieger ins sonnige Spanien ab :-) Aber ich denke natürlich auch an euch Daheimgebliebene, und habe daher heute ein Rezept für euch, dass euch zumindest die Sonne ins Glas zaubert!


Mit Smoothies und Shakes habe ich mich Anfang dieses Jahres ja schon mal ausführlicher beschäftigt, aber heute habe ich eines meiner bisherigen Lieblingsrezepte für euch. Denn was könnte sommerlicher schmecken als die Kombination aus Zitrusfrüchten und Kokos? Für mich nicht viel :-) Der Shake macht sofort gute Laune und hat auch noch eine Special Kick: Er wird nämlich mit Kurkuma gewürzt. Klingt erst mal komisch, ist aber superlecker. Also wagt euch ruhig mal vorsichtig ran, es lohnt sich! Und wenn bei euch, wie bei mir, Kokoswasser übrig bleibt: Schmeckt auch super in Shakes mit Ananas oder Mango :-)

Rezept
für zwei große Gläser

250 ml Kokoswasser (gekühlt)
200g Kokosjoghurt
2 Orangen
1 Grapefruit
ein kleines Stück Ingwer (ca. 1,5 cm lang)
1 EL Agavendicksaft (oder Ahornsirup oder Honig)
1/2 TL gemahlenes Kurkuma

Orangen und Grapefruit halbieren, Saft auspressen. Ingwer schälen und fein hacken. Alle Zutaten zusammen in einen Mixer geben und durchmixen (oder in ein hohes Gefäß geben und mit einem Pürierstab pürieren). In Gläser geben und ggf. noch etwas Kurkuma darüber stäuben.

Quelle
abgewandelt nach: Dolly and Oatmeal

Sonntag, 19. April 2015

Quarkknödel mit Rhabarberkompott

Hmmm, tückischer Frühling... Da ist es einen Tag lang so richtig, richtig schön warm und sonnig, und voller Freude würdigt man endlich den Wintermantel, den Schal und die Stiefel keines Blickes mehr, sondern schlüpft in ein dünnes Jäckchen und in Ballerinas. Und Zack! - am nächsten Tag, wir tragen natürlich immer noch Röckchen, Jäckchen, Ballerinas, schlagen die letzten Züge des Winters noch mal zu und es ist wieder empfindlich kalt. Das Resultat kann man heute bei mir erleben... die Nase läuft, der Hals kratzt, der Kopf ist matt. Neben Tee, Vitaminen und Schlaf hilft gegen die erste (und hoffentlich einzige!) Frühlingserkältung dieses Jahres natürlich auch ein leckeres Essen :-)


Und als kleiner Seelentröster durfte es dann heute auch gleich mal ein üppiges süßes Mittagessen sein. Gefunden habe ich es in Österreich vegetarisch, in dem ich zwar in den letzten Monaten schon viel geblättert, aus dem ich aber tatsächlich bisher noch nichts gekocht habe. Das sollte sich ändern, denn die Quarkknödel (im Original Topfenknödel) mit knusprigen Zimtbröseln und Rhabarberkompott waren ein richtiger Knaller! Insbesondere in Hinblick auf das Rhabarberkompott komme ich gerade aus dem Schwärmen gar nicht heraus, denn die Herangehensweise ist eine ganz andere, als ich sie bisher kannte... Bisher kam bei meinem Rhabarberkompott leider meist ein zwar leckerer, aber zerkochter, matschiger und unappetitlich aussehender Rhabarber-Brei heraus. Hier hingegen wird erst ein Sud aus den Rhabarberschalen mit Himbeeren, Vanille, Zucker und Weißwein gekocht und in den durch ein Sieb gegossenen Sud kommen anschließend die Rhabarberstücke, werden nur einmal kurz aufgekocht und dann ziehen gelassen. Dadurch werden sie gerade eben weich, sind aber noch schön stückig und kein bisschen zerkocht. Und das Aroma von Himbeer-Weißwein-Vanille-Sud könnt ihr euch sicher vorstellen... Traumhaft!

Die Quark- bzw. Topfenknödel verzichten im Originalrezept auf Grieß und Mehl, bei mir war die Masse allerdings auch nach über einer Stunde im Kühlschrank zu flüssig zum Formen. Vermutlich war mein Quark nicht genug abgetropft oder die Konsistenz von österreichischem Topfen ist doch noch mal eine andere... Daher habe ich vorsichtig mit etwas Grieß und Mehl nachgeholfen, was dem Geschmack der Knödel keinen Abbruch getan hat. Ich ergänze die Grieß- und Mehlmenge daher im Rezept für alle Fälle und ihr könnt selbst schauen, ob es notwendig ist - je nachdem, wie euer Knödelteig beschaffen ist. In jedem Fall war das Essen ein Gedicht!

PS: Sugar and Spice gibt es jetzt auch bei Facebook - über das Icon oben rechts im Blog oder auch direkt hier kommt ihr zu meiner neuen Facebook-Page. Ich freue mich natürlich, wenn sie euch gefällt und ihr regelmäßig Neuigkeiten von Sugar and Spice möchtet :-)

Rezepte
jeweils für 2-3 Personen

Rhabarberkompott
500g Rhabarber
1 Vanilleschote
1 Handvoll Himbeeren (frisch oder TK)
125 ml Riesling
100g Zucker

Rhabarber schälen, die Schalen nicht wegwerfen, sondern in einen Topf geben. Vanilleschote längs halbieren, Mark herauskratzen und zusammen mit den ausgekratzten Schotenhälften zu den Rhabarberschalen in den Topf geben. Himbeeren, Wein und Zucker ebenfalls zugeben. Alles verrühren und einmal aufkochen. Dann vom Herd ziehen und 10 Min. ziehen und abkühlen lassen.

Danach den Sud durch ein Sieb gießen und in einem Topf auffangen. Rhabarber in Stücke schneiden, in den Sud geben und darin einmal aufkochen lassen, dann sofort vom Herd ziehen und bei Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Quark-Grießknödel

für die Knödel
25g weiche Butter
Prise Salz
Saft und abgeriebene Schale von 1 Zitrone
2 Eier
350g Quark
75g Weißbrotbrösel (geriebenes, entrindetes Weißbrot)
2 EL Puderzucker
evtl. 75g Weichweizengrieß
evtl. 30g Mehl

für die Brösel
1 EL Butter
ca. 100g Weißbrotbrösel (geriebenes, entrindetes Weißbrot)
Prise Zimt

Puderzucker zum Servieren

Butter mit Salz, Zitronenschale und -saft verrühren, Eier einzeln dazugeben und mit dem Mixer gut verrühren. Quark in ein mit Küchentüchern ausgelegtes Sieb geben, abtropfen lassen und gut ausdrücken. Dann zu den anderen Zutaten in die Schüssel geben, Weißbrotbrösel und Puderzucker ebenfalls zufügen und alles gut verrühren. Dann ca. 1 Stunde abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.

Danach mit feuchten Händen aus dem Teig ca. golfballgroße Knödel formen. (Ist der Teig dafür zu Flüssig, nach und nach Grieß und Mehl hinzufügen.) In einem großen Topf Salzwasser aufkochen lassen. Sobald es kocht, die Hitze auf kleinste Stufe schalten und die Knödel erst zugeben, wenn das Wasser höchstens noch ganz leicht sprudelt. Es darf auf keinen Fall kochen, sonst zerfallen die Knödel! Knödel ca. 10 - 12 Min. offen ziehen lassen, dann herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Während die Knödel im Wasser ziehen, die Brösel vorbereiten. Dafür Butter in einer Pfanne zerlaufen lassen, Brösel zugeben und unter häufigem Rühren bei mittlerer Hitze goldbraun rösten. Vom Herd ziehen und mit Zimt würzen.

Knödel mit dem Kompott anrichten, mit Bröseln bestreuen und Puderzucker darüber stäuben. 

Quelle
leicht abgewandelt nach: Katharina Seiser, Meinrad Neunkirchner: Österreich vegetarisch

Samstag, 11. April 2015

Apfel-Rosinen-Frühstücksmuffins

Wie sind eigentlich eure Frühstücksgewohnheiten unter der Woche? Nehmt ihr euch Zeit für ein schönes, ausgewogenes Frühstück? Oder kauft ihr was auf die Schnelle oder lasst es gar ganz ausfallen? Und was kommt auf den Frühstückstisch: Seid ihr Gewohnheitstiere und frühstückt fast immer dasselbe? Oder liebt ihr die Abwechslung? Erzählt doch mal :-)


Da ich ein kleiner Morgenmuffel und notorischer Langschläfer bin, hatte ich bis vor einiger Zeit keine sonderlich vorbildlichen Frühstücksgewohnheiten. Oft fiel das Frühstück aus Zeitmangel ganz aus, was mit einer entsprechend umfangreichen Mittagspause kompensiert werden musste, oder ich hab schnell was beim Bäcker oder in der Kantine gekauft - dass da die Wahl auch nicht immer auf das gesündeste Frühstück fiel, dürfte jedem klar sein. Vor einigen Monaten habe ich jedoch angefangen, meine Gewohnheiten zu ändern und jeden Morgen ein kleines, gesundes Frühstück zuhause zu mir zu nehmen. Nach einer kleinen Umstellungszeit klappt das nun an, sagen wir, 95% aller Tage auch sehr gut :-) Da ich morgens natürlich trotzdem noch genauso verpeilt bin wie eh und je, muss ich mein Frühstück zwingend abends vorbereiten, damit es mit den guten Vorsätzen auch klappt. Also schmiere ich abends Brote, schnippele Obst und Gemüse, mische Müsli, mixe Shakes oder bereite auch mal einen vegetarischen Brotaufstrich zu. Abwechslung ist mir sehr wichtig, in der Regel gibt es bei mir auch immer im Wechsel: einen Tag herzhaftes Frühstück, den nächsten Tag süßes Frühstück, und so weiter...

Da Vorbereitung beim Frühstück für mich so essentiell ist, bin ich auch gleich hellhörig geworden, als ich bei Marion das Rezept für die Apfel-Cranberry-Frühstücksmuffins gesehen hab. Einmal fix was backen und dann für 12 Frühstücke gerüstet sein, das hörte sich wirklich gut an - und ist es in der Praxis auch :-) Die Apfel-Cranberry-Muffins (bzw. bei mir an die Vorratssituation angepasst Apfel-Rosinen-Muffins) stecken voller guter Zutaten, die ihr euch auch morgens ins Müsli mischen würdet, und haben nur ganz wenig Zucker. Durch die Früchte schmecken sie aber trotzdem schön süß und haben eher eine feuchte, dichte Konsistenz - gar nicht trocken oder krümelig. Von dem Konzept bin ich wirklich begeistert, da die Muffins schnell gemacht sind und dann viel Arbeit sparen. Da ich natürlich nicht an 12 Tagen hintereinander Muffins frühstücken möchte, friere ich sie portionsweise ein und taue sie nach und nach auf - sie schmecken fast wie frisch gebacken. Wenn ich ein bis zwei Stück Obst dazu esse, macht mich ein Muffin bis zum Mittag satt.

Rezept
für 12 Stück

100g Vollkornmehl
50g normales Mehl
eine Handvoll getrocknete Rosinen (oder Cranberrys, getrocknete Aprikosen, etc.)
1 großer Apfel (oder zwei kleine)
100g Haferflocken
TL Backpulver
1 TL Natron
1 Prise Salz
1 Banane 
150g Buttermilch
100 ml Apfelsaft
EL Öl (ich habe Rapsöl genommen)
2 Eier
EL Zucker

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Den Apfel schälen und in kleine Würfelchen schneiden. Die Banane schälen und mit der Buttermilch, dem Apfelsaft und dem Öl pürieren. Eier und Zucker verquirlen und den Bananenmix unterrühren. Restliche trockene Zutaten ohne das Obst mischen und zum Teig geben.

Nur so lange mit einem Löffel rühren, bis sich die Zutaten gerade eben verbunden haben. Zum Schluss die Trockenfrüchte und frischen Obststücke unterhebenund den Teig in Muffinförmchen füllen. (Die Muffins gehen kaum auf, man kann die Förmchen also ruhig voll machen.) Im vorgeheizten Backofen ca. 25 Min. lang backen, und auf jeden Fall die Stäbchenprobe machen! Die Muffins dann auskühlen lassen und entweder direkt essen oder portionsweise einfrieren.

Quelle
aufgegabelt

Dienstag, 7. April 2015

Champignon-Lauch-Suppe mit Speck

Na, hattet ihr auch so leckere Ostern wie ich? Ausgiebige Frühstücke, Kalbsschnitzel, Lammkeule, Eierschecke, Osterbrot, selbstgemachter Eierlikör und Himbeer-Tiramisu sind nur einige der Köstlichkeiten, durch die ich mich in den letzten Tagen geschlemmt habe... und ich bereue keinen Bissen! Nun möchte ich in der nächsten Zeit aber mal wieder ein kleines bisschen kürzer treten, zumal ich relativ spontan meine Bikinifigur schon in 2,5 Wochen brauche ;-) Bei dem momentanen Wetter ist die Aussicht auf ein paar Tage Urlaub im sonnigen Süden gleich noch mal schöner und taugt gut als Motivation, um die Ernährung ein bisschen im Blick zu behalten... Und um gegen die hiesige Kälte anzukämpfen, eignet sich ein schönes Süppchen doch bestens!


Die Champignon-Lauch-Suppe mit Speck ist mit nur 180 Kalorien pro Portion ein echtes Leichtgewicht, und das merkt man ganz und gar nicht! Durch Pilze, Speck und Wein schmeckt sie richtig schön würzig und aromatisch und hat mich geschmacklich absolut überzeugt. Wenn man den Speck weglässt und das Gemüse in Öl statt Butter anbrät, kann man sie auch ganz einfach veganisieren, falls gewünscht. Wird es bei mir auf jeden Fall mal wieder geben :-)


Rezept
für 4 Personen

4 mehligkochende Kartoffeln (200g)
1 Zwiebel
500g Champignons
1/2 Stange Lauch
1 TL Butter
100 ml trockener Weißwein
700 ml Gemüsebrühe
3 Scheiben Frühstücksspeck (30g)
4 Stiele Petersilie
100 ml Sojacrème
Salz, Pfeffer aus der Mühle
frisch geriebene Muskatnuss

Kartoffeln schälen und waschen, Zwiebel schälen. Beides in kleine Würfel schneiden. Pilze putzen und in Scheiben schneiden. Lauch waschen, putzen und in Ringe schneiden. Butter in einem Topf zerlassen. Zwiebel darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Kartoffeln und 400g Champignons zugeben und 3 Min. mitdünsten. Mit Wein ablöschen, Brühe zugießen und bei mittlerer Hitze ca. 20 Min. köcheln lassen.

Inzwischen Speck in schmale Streifen schneiden und in einer heißen, beschichteten Pfanne ohne Fett knusprig braten. Lauch und restliche Champignons zugeben, 1 - 2 Min. mitbraten und vom Herd ziehen. Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken.

Sojacrème zu Champignons und Kartoffeln in den Topf geben und noch einmal aufkochen lassen. Suppe pürieren, mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken. Auf die Teller verteilen, mit der Speck-Lauch-Pilz-Mischung garnieren und mit Petersilie bestreuen.

Quelle
EatSmarter! Extra: Sonderheft 01/2015

Sonntag, 22. März 2015

Amaretto-Krokant-Pralinen

Gehört ihr auch zu denjenigen, die zu Ostern gern selbstgemachte Leckereien verschenken? Wenn ja, dann ist vielleicht mein heutiges Rezept interessant für euch - denn mit Pralinen kann man doch (fast) jedem eine Freude machen, und gleichzeitig müssen die hübschen Kleinen gar nicht kompliziert zu machen sein :-) Diese Amaretto-Krokant-Pralinen machen gar nicht viel Arbeit, sind auch für Grobmotoriker problemlos zu bewältigen und machen dennoch richtig was her. Im Grunde genommen sind sie eine Abwandlung der Kokos-Keks-Kugeln aus Geschenkideen aus der Küche, die ich zum ersten Mal vor zwei Jahren zubereitet hatte (übrigens auch zu Ostern), und die sich seitdem bei mir zum Dauerbrenner entwickelt haben.

Die Idee für die Abwandlung mit Vollmilchschokolade, Amaretto & Co. entstand, nachdem wir vor ein paar Wochen ein verlängertes Wochenende in Hamburg verbracht und dort eine Führung im Chocoversum mitgemacht hatten. Im Rahmen der sehr empfehlenswerten Tour hat man auch Gelegenheit, seine eigene Schokolade zu kreieren. Man erhält eine Form mit Vollmilchschokolade gefüllt und kann sich dann aus ca. 20 Gläsern mit allen möglichen Zutaten von Nüssen über Kokosraspel und Keksstückchen bis hin zu Gummibärchen bedienen. Die Zutaten der Wahl kommen auf die Schokolade und fertig ist die ganz individuelle Kreation. Ich hatte meine Schokolade (neben diversen anderen Zutaten, ich neige bei Süßigkeiten nicht gerade zur Bescheidenheit...) unter anderem mit zerbröseltem Amarettini und Haselnusskrokant bestreut und war vom Geschmack ganz begeistert.

Und so entstand aus diesen Zutaten dann die Abwandlung der Kokos-Keks-Kugeln: Mit zerbröselten Amarettini statt Löffelbiskuits; mit Amaretto statt Rum; mit Vollmilchschokolade statt weißer Schokolade; und mit Haselnusskrokant statt Kokosraspel. Ganz anders, aber ebenso lecker :-)

Ihr sucht noch Inspiration für Ostergeschenke? Dann schaut doch mal in meinen Geschenken aus der Küche nach, vielleicht ist ja was Passendes für euch dabei :-)

Oder habt ihr vielleicht eine Inspiration für mich, was ich dieses Jahr unbedingt verschenken sollte?

Rezept
für ca. 20 Stück (also viel zu wenige... besser doppelte Menge machen!)

50g Amarettini
1 EL Amaretto
150g Vollmilchschokolade
50g Sahne
30g Haselnusskrokant

Die Amarettini zu feinen Bröseln zerkleinern (dazu entweder in einen Gefrierbeutel geben und mit dem Nudelholz mehrmals darüber rollen oder aber einen elektrischen Zerkleinerer benutzen). Brösel in eine Schüssel füllen, den Amaretto darüber geben und vermischen.

Die Schokolade fein hacken und zusammen mit der Sahne in einer Metallschüssel über dem heißen Wasserbad unter Rühren schmelzen. Sobald sich beides zu einer samtigen Creme (Ganache) verbunden hat, über die Brösel geben und gut verrühren. Abgedeckt im Kühlschrank mindestens 2 Stunden kühlen, bis die Masse fest ist und sich gut verarbeiten lässt.

Das Haselnusskrokant in einen tiefen Teller geben. Von der Schoko-Keks-Masse mit einem Teelöffel nach und nach kleine Portionen abstechen, zügig zwischen den Handflächen zu Kugeln rollen und im Haselnusskrokant wälzen, bis sie rundherum damit umhüllt sind.

Die Kugeln nebeneinander auf einem Brett im Kühlschrank fest werden lassen (das ist wichtig, wenn ihr sie sofort verpackt, kleben sie zusammen und werden zu einer undefinierbaren Masse), dann in luftdicht verschließende Behälter füllen und bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren. Halten sich gekühlt bis zu 2 Wochen (sind aber sowieso schneller alle...).

Quelle
eigenes Rezept in Anlehnung an  Nicole Stich: Geschenkideen aus der Küche

Samstag, 14. März 2015

Gemischte orientalische Fleischspieße mit türkischem Hirtensalat

Zu Weihnachten hat ein weiteres lang ersehntes Küchengerät Einzug in meine viel zu kleine und bereits viel zu vollgepackte Küche gehalten: Eine wunderschöne, schwere Grillpfanne. Obwohl ich von Fleisch über Fisch bis Gemüse gleich diverse Ideen hatte, was darin zubereitet werden soll, hat es dann doch noch mal über einen Monat, nämlich bis Anfang Februar, gedauert, bis ich die Pfanne dann auch wirklich eingeweiht habe... Aber was lange währt, wird endlich gut, denn die gemischten orientalischen Fleischspieße haben uns sehr, sehr gut geschmeckt!


Auf die Spieße kommt zweierlei Fleisch: Zum einen Hähnchenbrustfilet, das vorher einige Stunden in einer Marinade aus Olivenöl, Zitronensaft und Safran baden darf. Und zum anderen Köfte, also Hackfleischbällchen (bei mir aus Rinderhack, ihr könnt aber auch Lammhack nehmen) mit vielen leckeren Gewürzen. Das schmeckt lecker gegrillt einfach super und ergänzt sich wunderbar mit einem türkischen Hirtensalat, einer Joghurtsauce mit ordentlich Knoblauch und Minze, sowie frischem, warmem Fladenbrot. Daumen hoch, wird es bestimmt mal wieder geben!

Und auch wenn ihr keine Grillpfanne habt, müsst ihr nicht auf dieses Essen verzichten: In einer normalen, beschichteten Pfanne gebraten schmecken die Spieße fast genau so gut. Oder ihr heizt einfach demnächst mal draußen den Grill an, der Frühling soll ja in den nächsten Tagen kommen :-)

Rezept
für 4 Personen

für die Fleischspieße
400g Hähnchenbrustfilet  
1/2 Döschen Safranfäden (0,1g)
2 EL Zitronensaft
4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer aus der Mühle
1/2 Bund Petersilie
1 Zwiebel
400g Lamm- oder Rinderhackfleisch
je 1 TL gemahlener Kreuzkümmel und edelsüßes Paprikapulver
1/2 TL Cayennepfeffer

für den Hirtensalat
500g reife, feste Tomaten (im Moment am besten Kirschtomaten nehmen)
1 Salatgurke
2 rote Zwiebeln
4 eingelegte grüne Pepperoni (mittelscharf oder mild)
200g Feta
2 Knoblauchzehen
je 1/4 Bund Minze und Petersilie
4 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer aus der Mühle
6 EL Olivenöl
2 EL schwarze Oliven

für die Joghurtsauce
400g Naturjoghurt
2 Knoblauchzehen
1/4 Bund Minze
Salz, Pfeffer aus der Mühle

außerdem
Fladenbrot, zum Servieren
Schaschlikspieße oder Holzspieße 

Für die Spieße Hähnchenfleisch waschen, trockentupfen und in 2 cm große Würfel schneiden. Safran in 1 EL lauwarmes Wasser rühren, mit Zitronensaft und Olivenöl verrühren, salzen und pfeffern. Fleisch untermischen und abgedeckt ca. 4 Stunden kühl stellen.

Wenn die Marinierzeit um ist, für die Köfte Kräuter waschen, trockenschütteln und fein hacken. Zwiebel schälen und sehr fein hacken. Beides zum Hackfleisch geben, mit den Gewürzen abschmecken. 2 EL kaltes Wasser dazu geben, alles zum Fleischteig verkneten. Hände leicht einölen. Dann immer knapp 1 EL Fleischteig in die Hand nehmen, zur Kugel formen, leicht abflachen. Filetwürfel und Fleischbällchen abwechselnd auf Grillspieße stecken, mit dem übrigen Öl von der Hähnchenmarinade einpinseln.

Bevor ihr die Spieße bratet, noch den Salat und die Joghurtsauce zubereiten. Für den Salat Tomaten waschen, Stielansätze rausschneiden (entfällt natürlich, wenn ihr Kirschtomaten nehmt). Tomaten in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Gurke schälen, längs teilen, die Kerne mit einem Löffel herausschaben und die Gurke ebenfalls in 1 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebeln schälen, vierteln und in dünne Scheiben schneiden.

Pepperoni in mittelfeine Ringe schneiden. Feta ebenfalls in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Kräuter waschen, trockenschütteln, Blättchen abzupfen und fein hacken. Zitronensaft mit Salz, Pfeffer und Knoblauch gründlich verrühren, Olivenöl unterschlagen. Alle Zutaten dazugeben, locker vermischen. Den Salat anschließend mit den Oliven garnieren.

Für die Joghurtsauce Joghurt in eine Schüssel geben. Knoblauch schälen und sehr fein hacken oder durch eine Presse drücken. Minze waschen, trockenschütteln, Blättchen abzupfen und fein hacken. Knoblauch und Minze zum Joghurt geben, mit Salz und Pfeffer würzen.

Wenn alles andere vorbereitet ist, nun noch die Spieße braten. Dafür eine (Grill-)Pfanne heiß werden lassen und die Spieße darin etwa 12-15 Minuten grillen oder braten, bis sie schön gebräunt sind. Dabei einmal wenden. Dann mit Salat, Sauce und Fladenbrot servieren.

Quelle
Cornelia Schinharl, Sebastian Dickhaut: Oriental Basics

Sonntag, 8. März 2015

Schokoladen-Kakao-Guglhupf mit Cheesecake-Füllung und Schokoladen-Ganache


... oder: der beste Kuchen, den ich je gebacken habe. Ich schwör's. (Auch wenn der Rezepttitel etwas lang und kompliziert ist. Aber es sind sooooo viele Buzzwords drin. Schokolade! Kakao! Cheesecake!!! Schokolade zum zweiten!!! Ganache!!!!! Wer wird da nicht hellhörig?!)


Gefunden habe ich dieses wunderschöne Exemplar auf dem ebenfalls wunderschönen Blog Zucker, Zimt und Liebe. Vielen von euch ist er sicher schon lange ein Begriff, nur ich bin mal wieder hinterher gehinkt und hab den Blog erst vor einigen Wochen entdeckt, mich dann aber direkt in viele, viele Rezepte und ganz besonders in diesen Schoko-Cheesecake-Guglhupf verliebt. Er sieht ja aber auch wirklich zum Anbeißen aus, der Schokokuchen, der einen Cheesecake verschluckt hat und dann ganz clever versucht, sich in Schokoladen-Ganache zu tarnen, damit auch ja keiner merkt, was er getan hat ;-)


Einziges Hindernis: In all den gefühlten Tonnen von Küchen-Equipment in meinem Schrank fand sich doch tatsächlich keine Guglhupf-Form! Aber dank eines aufmerksamen und natürlich völlig uneigennützigen Einzugsgeschenks konnte dieses Problem schnell gelöst werden und dem Schokoladen-Overkill stand nichts mehr im Weg. Der Kuchen ist, wie vermutet, absolut göttlich.  Herrlich feucht und saftig, natürlich krass schokoladig und ein richtiger kleiner Glücklichmacher! Wenn ihr jetzt noch schnell losbackt (und natürlich zufällig die benötigten Zutaten zuhause habt), schafft er es ja vielleicht noch heute auf euren Kaffeetisch? :-)


Lust auf noch mehr Schoko-Cheesecake-Kombinationen?
Chocolate Cookies mit Cheesecake-Füllung 
Double Chocolate Cheesecake Muffins

Rezept
für eine große Guglhupf-Form (2,5 Liter Fassungsvermögen)

Für den Schokoladenkuchenteig
275g Mehl
1 gehäufter TL Backpulver
30g Backkakao
250g Butter
200g Zartbitter- oder Halbbitterschokolade, gehackt
350ml Milch
300g Zucker
2 Eier

Für die Cheesecakefüllung
200g Doppelrahm-Frischkäse natur (raumtemperiert)
60g Zucker
1 Eigelb

Für den Schokoladenganache Guss
125ml Sahne
125g Zartbitterschokolade

Eine große Gugelhupfform gründlich bis in alle Ritzen fetten und mit Mehl ausstäuben. Den Ofen auf 160°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Mehl, Backpulver und Kakao mischen, beiseite stellen. Butter und Schokolade in einem Topf bei sachter Temperatur langsam schmelzen lassen, dabei ab und an umrühren. Es sollte eine gleichmässige Schokoladenmasse entstehen. Unbedingt leicht abkühlen lassen, sonst werden die Eier, die dazu kommen, zu Spiegelei.

Milch und Zucker verquirlen. Zu der Schokoladenmasse geben, ebenso die Eier. Alles gut mit einem Schneebesen verquirlen. Die Mehlmischung auf den Teig geben und nur so lange unterheben, bis eine homogene Masse entsteht. Für die Cheesecakefüllung Frischkäse, Zucker und Eigelb rasch mit einem Schneebesen (nicht Mixer) vermischen. Nicht zu sehr mischen, nur cremig vermengen.

Die Hälfte des Schokoteiges in die vorbereitete Gugelhupfform füllen. Die Cheesecake Masse darauf geben und zwar am besten so, dass nicht allzu viel an Rand oder Tubus in der Mitte gelangt, sondern eher wie ein mittiger Fluss darauf verteilt ist. Die zweite Hälfte Schokoladenteig darüber geben. Nun mit einer Gabel grob einmal durch den Teig swirlen. Die Oberfläche bei Bedarf glatt streichen und den Kuchen ca. 60 Minuten lang backen.

Abkühlen lassen und stürzen, dann unbedingt noch mal in den Kühlschrank geben, die Käsekuchenmasse braucht das, um fest zu werden. Mindestens eine halbe Stunde vor Verzehr Schokolade in eine Schale geben. Die Sahne in einem kleinen Topf erhitzen, bis leichter Dampf von der Oberfläche aufsteigt, dann über die Schokolade gießen und 5 Minuten warten. Erst dann gleichmässig verrühren und die entstandene Ganache 20-30 Minuten lang bei Raumtemperatur (nicht Kühlschrank) andicken lassen. Über den Kuchen geben, eventuell noch mit Schokoladenhobel verzieren.
  
Quelle
Zucker, Zimt und Liebe

Sonntag, 1. März 2015

Möhren-Frikadellen, die beinahe Murks geworden wären

Puuuuuh. Das wäre beihnahe schief gegangen. Dann hätte es hier keine leckeren Möhren-Frikadellen, sondern eher unansehnlichen Möhren-Murks gegeben. Beziehungsweise natürlich nicht hier, denn hier präsentiere ich euch selbstverständlich nur gelingsichere Rezepte - aber auf meinem Teller hätte sich doch um ein Haar ein Malheur breitgemacht. Denn ursprünglich sollten das hier gar keine Möhren-Frikadellen sein, sondern hübsche knusprige Möhrenpuffer, gefunden im bisher absolut überzeugenden Kochbuch Deutschland vegetarisch unter dem noch hübscheren Namen "Stemmelkort" (sie stammen aus Nordrhein-Westfalen, die hübschen Kleinen). Doch bereits die Tatsache, dass auf 800 Gramm Gemüse gerade mal 1 EL Mehl, 1 EL Semmelbrösel und ein Ei kommen sollten, machte mich etwas stutzig. Das können doch keine kompakten, knusprigen Puffer werden, oder?


... wurden es auch nicht. Trotz großer Bemühungen (sie bemühte sich sehr...) hatte ich nur Pamps in der Pfanne, der nicht bräunte und beim mutigen Wende-Versuch sofort wieder auseinander fiel. Also hab ich nur kurz gehadert, um dann den Plan von den knusprigen Puffern ad acta zu legen und stattdessen saftige Frikadellen zu machen. Guter Plan! Dazu habe ich dem Teig einfach 4 EL Mehl zusätzlich beschert (im Rezept unten bereits angepasst), die Frikadellen noch in Semmelbröseln gewendet und dann gebraten. Darüber, dass es zuviel Mehl sein könnte, müsst ihr euch keine Sorgen machen - die Frikadellen schmecken richtig schön fein und wunderbar saftig!

Und dann tun sich ganz viele Möglichkeiten auf. Zunächst einmal kann man die Frikadellen heiß, lauwarm oder kalt essen. Im letzteren Zustand sind sie auch die richtige Besetzung fürs Party-Buffet, den Wanderrucksack oder die Picknickdecke. Und nicht zuletzt kann man ihnen mit Gewürzen und Beilagen ganz verschiedene Drehs geben. Da ich ja ursprünglich westfälische Möhrenpuffer im Kopf hatte, habe ich meinen Teig entsprechend mit Pfeffer, Salz und Muskat gewürzt und erst mal wie im Buch vorgeschlagen zu Feldsalat mit Buttermilch-Dressing serviert. Sehr lecker, aber für die restlichen Frikadellen packte mich etwas die Experimentierlust bzw. der Appetit auf ein orientalisches Essen. Daher habe ich sie gemeinsam mit Gurkenscheiben, Ajvar und Minz-Joghurt in Pita-Brote gefüllt, was auch ausgezeichnet geschmeckt hat. Wenn man das gleich von Anfang an vorhat, könnte man an den Möhren-Frikadellen auch das Muskat weglassen und sie stattdessen z.B. mit Kreuzkümmel und Harissa, mit Ras-el-hanout oder einem anderen orientalischen Gewürz nach Wunsch würzen.

Rezept
für ca. 10 Frikadellen

800g dicke Möhren
1 Lorbeerblatt
1 Sternanis
800 ml Gemüsebrühe
1 Zwiebel
5 EL Mehl (Type 405)
1 TL Backpulver
1 EL Semmelbrösel + mehr zum Wenden der Frikadellen
1 Ei (Größe M)
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Muskatnuss
2 EL Butterschmalz

Möhren schälen. 150g Möhren abwiegen und beiseite legen. Die übrigen Möhren in grobe Stücke teilen und mit Lorbeer und Sternanis in der Brühe zugedeckt ca. 20-25 Min. weiche kochen. Möhren dann abgießen, abtropfen lassen, fein zerstampfen (nicht pürieren!) und abkühlen lassen.

Die beiseite gelegten Möhren sehr fein raspeln. Zwiebel in feine Würfel schneiden. Beides mit dem Möhrenstampf mischen. Mehl und Backpulver mit 1 EL Semmelbrösel mischen und mit dem verquirlten Ei rasch unter den Möhrenstampf mischen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise frisch geriebener Muskatnuss mischen. 10 Min. quellen lassen.

Dann aus der Masse Frikadellen formen und in Semmelbröseln wenden. Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, Frikadellen hinein legen, leicht flachdrücken und bei mittlerer Hitze von jeder Seite 4-5 Min. braten, bis sie appetitlich gebräunt sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Quelle
Stevan Paul, Katharina Seiser: Deutschland vegetarisch  

Montag, 23. Februar 2015

Flammkuchen-Schnecken

Seid ihr wie ich auch große Flammkuchen-Fans und habt nach meinem letzten Artikel, dem Süßkartoffel-Ziegenkäse-Flammkuchen, noch nicht genug von dem knusprig-leckeren Gebäck aus dem Elsass? Müsst ihr auch nicht, denn heute stelle ich euch noch eine Variante vor, die sich super als Party-Snack, fürs Picknick, für unterwegs und überhaupt für alle Gelegenheiten eignet, bei denen man einen unkomplizierten, würzigen Snack auf die Hand essen möchte. Die kleinen Flammkuchen-Schnecken sind aber nicht nur praktisch, sondern auch einfach und schnell gemacht, sie sehen hübsch aus, und, nicht zu vergessen, sie schmecken einfach richtig gut. Vielleicht kommt euch die Idee ja noch bekannt vor - im letzten Jahr hatte ich nach dem gleichen Prinzip schon einmal ein Rezept für Pizza-Schnecken veröffentlicht...


... und was auf italienisch funktioniert, geht auf französisch mindestens genau so gut! Allerdings habe ich auch hier auf etwas italienische "Schützenhilfe" zurückgegriffen, denn ich mache die Flammkuchen-Schnecken ebenfalls mit Pizzateig. Der dünne und knusprige Flammkuchen-Teig würde sich zum Schnecken-Formen einfach nicht so gut eignen und krümelt auch mehr beim Essen aus der Hand. Ein fluffiger Pizzateig macht sich da deutlich besser. Die Franzosen mögen es mir verzeihen - aber immerhin sind ja Franzosen wie Italiener für ihr gutes Essen bekannt, warum also nicht clever die besten Sachen aus beiden Küchen kombinieren?! Das gilt auch für den Parmesan, den ich auf die Flammkuchen-Schnecken gestreut habe. Flammkuchen-Puristen können den natürlich einfach weglassen oder aber durch einen französischen Hartkäse nach Wunsch ersetzen.

Die Schnecken habe ich in den letzten Wochen bereits zu mehreren Gelegenheiten gebacken und sie sind immer super angekommen und waren in Nullkommanix weg - daher eine große Nachmachempfehlung, für mich ein Rezept mit ein bisschen Suchtpotential ;-)

Rezept
für 10 Schnecken

ein fertiger Pizzateig (oder selber machen nach diesem Rezept)
150g Crème fraîche
Salz, Pfeffer aus der Mühle
3 Lauchzwiebeln
100g roher Schinken (Parma, Serrano, Schwarzwälder... was ihr mögt)
50g Parmesan
etwas Olivenöl 

Backofen auf 220 Grad vorheizen. Die Mulden eines Muffinblechs dünn mit Olivenöl auspinseln. Den Pizzateig mit Backpapier auf einem Backblech ausrollen. Crème fraîche mit etwas Salz (nicht zuviel, da Schinken und Käse auch salzig sind) und Pfeffer würzen und auf dem Teig verstreichen. Lauchzwiebeln putzen, waschen, in feine Ringe schneiden und gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Schinken in kleine Stücke schneiden bzw. zupfen und ebenfalls gleichmäßig auf dem Teig verteilen.

Teig mit einem Sägemesser längs in 10 Streifen schneiden. Jeden Streifen zu einer Schnecke aufrollen und in eine Mulde des Muffinblechs setzen. Die Schnecken mit Parmesan bestreuen und im Ofen ca. 15-20 Min. backen, bis sie schön aufgegangen sind und der Käse gebräunt ist.

Quelle
eigenes Rezept 

Mittwoch, 18. Februar 2015

Süßkartoffel-Ziegenkäse-Flammkuchen

Nun sitze ich hier, zwischen lauter leeren Schränken und Regalen, dafür aber umzingelt von ganzen "Gebirgszügen" an Umzugskartons, Kisten und anderen Behältnissen, in denen sich meine ganzen über die letzten Jahre angesammelten Besitztümer befinden. Es ist mein letzter Abend in Leipzig, alles soweit vorbereitet für den Umzug morgen, und nun irgendwie nichts mehr zu tun... Beziehungsweise nicht mehr viel möglich, ist ja alles eingepackt bis auf meinen Laptop ;-) Also wird heute Abend noch mal der Blog gepflegt, bevor er in den nächsten Tagen vor lauter Aufbauen und Ausräumen sicher ein bisschen hinten anstehen muss...


Daher gibt es heute noch mal ein schönes Rezept, dass ich schon vor einigen Wochen zubereitet habe und dass uns sehr überzeugt hat. Es geht doch nicht viel über einen frisch gebackenen Flammkuchen mit dünnem, knusprigen Teig. Für diesen habe ich mich an ein Rezept von Juliane gehalten, die auf ihrem Blog in recht regelmäßiger Frequenz leckere Flammkuchen-Rezepte veröffentlicht und deswegen quasi als Expertin gelten darf :-) Für den Belag habe ich mir jedoch etwas eigenes überlegt und Ziegenfrischkäse mit dünnen Süßkartoffel-Scheiben, roten Zwiebeln und Bacon kombiniert. Das war eine sehr gute Entscheidung, die Kombination aus süßlich und würzig sowie cremig und knusprig hat mich überzeugt und darf sich bestimmt mal wieder auf einem Flammkuchen breit machen.

Lasst es euch gut gehen - ich melde mich hoffentlich in ein paar Tagen wieder, wenn ich aus den Kistenbergen aufgetaucht bin und die Küche wieder einsatzbereit ist :-)

Und derweile findet ihr hier noch weitere Flammkuchen-Rezepte von mir:
"Klassischer" Flammkuchen
Flammkuchen mit Birnen, Schinken und Brie
Kartoffel-Zwiebel-Flammkuchen mit Ziegenkäse

Rezept
für ein Blech

Teig
125g Mehl (Type 550)
1/2 TL Salz
1 EL Sonnenblumenöl
 
Belag
125g Ziegenfrischkäse mit mediterranen Kräutern
ein Schuss Milch
Salz, Pfeffer aus der Mühle
1/2 Süßkartoffel
1/2 rote Zwiebel
einige Zweige Thymian
4 Scheiben Bacon
 
Für den Flammkuchenteig das Mehl, das Salz und das Öl mit 60ml Wasser in einer Schüssel vermengen und zügig mit einem Holzkochlöffel oder den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Bei Bedarf noch etwas Wasser zugeben. Teig beiseite stellen. Den Backofen auf 230 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
 
Während der Teig ruht, den Belag vorbereiten: Ziegenfrischkäse mit einem Schuss Milch verrühren, bis er etwas flüssiger ist und sich gut verstreichen lässt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Süßkartoffel schälen und in sehr dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Zwiebel schälen und in sehr dünne Ringe schneiden. Thymian waschen, trocken schütteln, Blättchen abstreifen und etwas feiner hacken. Baconscheiben grob zerteilen.
 
Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche sehr dünn ausrollen und auf ein mit etwas Öl eingefettetes Backblech legen. Teigboden mit der Ziegenfrischkäse-Mischung bestreichen, mit Süßkartoffelscheiben und Zwiebelringen belegen. Thymian darüber streuen und noch mal etwas Pfeffer darüber mahlen. Dann mit Baconscheiben belegen, in den Ofen schieben und in ca.15-20 Minuten knusprig backen.
Flammkuchen aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und dann sofort servieren. Dazu passt Salat.

Quelle
Teig nach Schöner Tag noch!, Belag eigenes Rezept