Freitag, 29. Oktober 2010

Indischer Brotsalat


So eine Woche bei der Familie ist ja in vielerlei Hinsicht schön: Nicht nur, dass man immer Leute um sich hat, mit denen man gemütlich zusammen sitzen und quatschen oder spontan was unternehmen kann. Nein, es gibt auch quasi ständig super-leckeres Essen, das man nicht mal immer selbst kochen muss (aber natürlich auch kann ;o)). Nachdem ich nun eine Woche lang alle erdenklichen Leckereien genossen habe und wieder in meinem kleinen Reich gelandet bin, steht mir jetzt aber doch erst mal ein bisschen der Sinn nach gemüsigem, gesundem Essen. Auch wenn das nicht lange währen wird, denn der nächste Post, das kann ich euch schon sagen, wird Sünde pur sein... ;o)

Aber okay, Sünde ist morgen, heute gibt's erst mal Salat...! Nun bin endlich auch ich hinterher gehinkt und habe mir das Delicious Days-Kochbuch gekauft. Von dem Buch bin ich auch sehr begeistert, ein sehr persönlich geschriebenes Buch, in dem man nicht nur wegen der Rezepte, sondern auch wegen der Geschichten drum herum gerne liest. Super finde ich auch, dass es ein Kapitel für Geschenke aus der Küche gibt - da wird die eine oder andere Idee für Weihnachtsgeschenke dabei sein. Aber ich wollte ja von Salat reden jetzt...

Da gibt es in dem Buch gleich mehrere, die ich mir zum Ausprobieren markiert habe. Als erstes kam der indische Brotsalat dran und hat mich voll überzeugt. Ein sehr erfrischender Salat, dem die mit Kreuzkümmel und Garam Masala angerösteten Brotwürfel den richtigen Kick geben. Ich stelle ja immer mehr fest, wie sehr ich das leichte Zimt-Aroma des Garam Masala an herzhaftem Essen mag. Wunderbar knusprig, frisch und sättigend, wird auf jeden Fall wieder gemacht! Beim nächsten Mal allerdings wohl in der etwas wärmeren Jahreszeit, denn auch zum Beispiel zu Gegrilltem (z.B Lammkoteletts oder -hackbällchen) kann ich ihn mir sehr gut vorstellen.

Rezept
für zwei bis drei Personen zum Sattessen

300g Kirschtomaten
1 Salatgurke
1 rote Zwiebel
1 rote Chilischote
1 Dose Kichererbsen (240g Abtropfgewicht)
6 EL Rapsöl (oder anderes Pflanzenöl)
2 EL Weißweinessig
1/2 TL Zucker
Salz, Pfeffer
1/4 Bund Koriander (bei mir: glatte Petersilie)
1/4 Bund Minze
200g Fladenbrot
5 EL Ghee (oder normales Butterschmalz)
1 EL Kreuzkümmelsamen
1 EL Garam Masala
evtl. 4 EL griechischer Joghurt (habe ich weggelassen)

Die Kirschtomaten waschen und vierteln. Die Gurke schälen, quer in zwei Hälften schneiden, dann die Hälften der Länge nach halbieren und die Kerne mit einem Teelöffel herauskratzen. Jedes Gurkenviertel längs in vier gleich große Spalten und diese dann in fingerdicke Stücke schneiden. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Chilischote waschen, halbieren, die Kerne entfernen und die Schote fein hacken. Die Kichererbsen in ein Sieb geben, mit kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen. Dann alle diese Zutaten in einer Schüssel mischen.

Für das Dressing Rapsöl, Weißweinessig, Zucker, Salz und Pfeffer verrühren. Die Kräuter waschen, trockenschütteln, fein hacken und untermischen. Das Dressing unter den Salat mischen und alles am besten 20 Min. durchziehen lassen.

Inzwischen das Fladenbrot in daumendicke Würfel schneiden. Den Kreuzkümmel im Mörser fein mahlen. Ghee oder Butterschmalz in der Pfanne erhitzen. Kreuzkümmel und Garam Masala in die Pfanne geben, dann die Brotwürfel dazu geben und bei mittlerer Hitze unter Rühren anrösten, bis sie goldbraun und knusprig sind. Den Salat auf Schälchen verteilen und mit den Brotwürfeln bestreuen. Nach Belieben einen Klecks griechischen Joghurt darauf geben.

Quelle
Nicole Stich: delicious days

Sonntag, 24. Oktober 2010

Restauranttipp: "Schmidt's", Dresden

In meiner kleinen blog-internen Reihe Restauranttipp erzähle ich von Restaurants, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind und von allem, was mir dort an Leckereien und Köstlichkeiten kredenzt wurde ;o) Vielleicht ist ja der eine oder andere doch mal auf der Suche nach Anregungen und wird hier zufällig fündig. Und wenn nicht, ist es für mich einfach eine Erinnerung, meine Lieben zu nerven, wo wir unbedingt mal wieder hingehen sollten ;o)

Gestern war es mal wieder soweit, ein Restaurant verdient die Aufnahme in diese illustre Blog-Kategorie... ;o) Nach einem nachmittäglichen Einkaufsbummel mit meinen Eltern gestern in Dresden stelle sich uns die Frage, wohin es uns zum Abendessen verschlagen sollte. Es war noch recht früh am Abend, der Hunger noch nicht riesig groß, warum also nicht die Gelegenheit nutzen und uns etwas außerhalb des Innenstadttrubels umsehen? Die Idee kam letztlich von meinem Vater - das "Schmidt's" auf dem Gelände des GebäudeEnsembles Deutschen Werkstätten Hellerau. Benannt ist es nach dem Erbauer des GebäudeEnsembles. Meine Eltern waren bereits einmal mit Bekannten dort essen, mir war das Restaurant prinzipiell bekannt (zumal ich im angrenzenden Kongress- und Veranstaltungszentrum mal ein Vorstellungsgespräch für ein Praktikum hatte, das ich dann aber nicht gemacht hab), dort zu essen hatte aber bisher noch nicht geklappt.

Wir hatten Glück, noch den letzten freien Tisch zu ergattern, alles andere war am Samstagabend reserviert. Die Atmosphäre im Restaurant ist sehr angenehm, durch klares Design wirkt die Inneneinrichtung elegant, bleibt mit dunklem Holz und vielen Kerzen jedoch gleichzeitig sehr warm und gemütlich. Überzeugend ist auch die Speisekarte: Keine riesige Karte, sondern wöchentlich wechselnd und saisonal ausgerichtet mit einigen Vorspeisen und Suppen, je zwei vegetarischen, Fleisch- und Fischgerichten und einem Dessert. Außerdem hängen direkt neben dem Eingang noch mehrere große Tafeln mit Empfehlungen, die jeden Abend wechseln. Dort finden sich noch einmal ca. zehn Gerichte von Vorspeisen über Hauptgerichte bis zu Desserts und Käse.

Ich entscheide mich zum Hauptgericht für gebratene Kalbsleber mit Apfel-Curry-Schaum und Koriander-Graupen und werde nicht enttäuscht. Die Leber ist zart und saftig, Apfel passt sowieso perfekt dazu und auch Curry und Koriander ergänzen sich in diesem Gericht auf das Beste. Meine Mutter wählt Steinbutt mit Nussbutter-Kruste, dazu gibt es Fenchelgemüse und eine (fantastische!) Süßkartoffel-Polenta-Roulade. Für meinen Vater gab es eine Keule vom Zicklein mit Sellerie-Schwarzwurzel-Ragout. Am Essen gab es nichts auszusetzen und danach waren wir glücklich und zufrieden, aber in den siebten Himmel sollten uns erst die Desserts bringen...

Auf der Karte + Tafel fanden sich insgesamt drei Desserts - klar dass wir jeder eins davon nehmen und gegenseitig probieren ;o) Ich habe mich an einem Kürbiskernkrokantparfait gütlich getan, außerdem fanden sich auf dem Teller noch ein Zwetschgenstrudel im Brickteig und ein Gewürzsabayon. Der Geschmack von Kürbiskernen in einem süßen Gericht war für mich auf den ersten Bissen etwas ungewohnt, hat dann aber sehr gut geschmeckt, vor allem durch das knusprige Krokant im Parfait. Der absolute Knaller war aber das Gewürzsabayon, dass ich unbedingt irgendwie zu Hause nachmachen will. Für meine Mutter gab es eine Variation von der Birne (kleines Birnen-Karamell-Küchlein, Birnen-Sorbet und Rotweinbirne) und für meinen Vater einen warmen Quitten-Nuss-Strudel mit weißem Schokoladeneis. Danach schwebten wir alle endgültig auf Wolke 7...

Insgesamt war das Essen also ganz fantastisch lecker, das Ambiente wunderbar und auch am Service gibt es nichts auszusetzen - sehr freundlich, schnell und unaufdringlich. Leider ist auch das Schmidt's wieder nichts für den kleinen Studentengeldbeutel, aber wenn mich mal jemand einladen will - gerne wieder!

"Schmidt's Restaurant"
Moritzburger Weg 67
01109 Dresden
Tel.: 0351/8044883

geöffnet Montag bis Freitag von 11:00 bis 23:00 Uhr (Küche 11:00 bis 15:00 Uhr und 18:00 bis 22:30 Uhr)
Samstags 17:30 bis 23:00 Uhr (Küche 18:00 bis 22:30 Uhr)
Sonntags geschlossen

Dienstag, 19. Oktober 2010

Biscotti mit Pistazien, Cranberries und weißer Schokolade


Seit ich Anfang des Jahres bei Kochfrosch die Biscotti mit Pistazien, Cranberries und weißer Schokolade gesehen und quasi sofort nachgebacken habe, bin ich süchtig (und weite Teile meiner Familie sind es auch...)! Im Original stammt das Rezept aus der Bon Appetit, geisterte in den letzten Jahren aber schon durch einige deutsche Foodblogs. Und es ist gleich aus drei Gründen das perfekte Gebäck:

1) Es ist das perfekte Mitbringsel. Ich meine, ganz ehrlich - wer kann bei Biscotti mit Pistazien, Cranberries und weißer Schokolade widerstehen?! So viele Lieblingszutaten auf einmal vereint...

2) Es ist perfekt für Solo-Gebäck-Esser wie mich, da sich die Biscotti in einer Blechdose lange frisch halten. Bis zu eine Woche leckeres Bicotti-Essen kann ich bestätigen, danach waren meine immer alle... ;o)

3) Es ist das perfekte Rezept für Leute, die wie ich süchtig nach leckerem ungebackenem Teig sind *schäm*, denn dieser Teig ist so ziemlich das Beste, was man an ungebackenem Teig kriegen kann...!

Sollte dann doch ETWAS Teig zum Backen übrig bleiben, wird man mit herrlich knusprigen, duftenden und nicht zu süßen Keksen belohnt, die wie gesagt allerhöchstes Sucht-Potential haben. Bisher gab es ungelogen keinen, der sie probiert hat und nicht das Rezept haben wollte...

Rezept
ergibt bei mir abzüglich Teignaschens ;o) ein Blech Biscotti

400g Weizenmehl (Type 405)
2 TL Backpulver
1/2 TL Salz
200g Zucker
3 große Eier
2 EL neutrales Öl
2 1/2 TL Amaretto
120g geschälte grüne ungesalzene Pistazien
150g Cranberries
75g weiße Schokolade

Die Cranberries und die weiße Schokolade grob hacken. Den Backofen auf 175 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.

Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen. Mit einem elektrischen Handrührer Zucker, Eier, Öl und Amaretto schaumig schlagen. Die Mehlmischung zugeben und glatt rühren. Die Pistazien, Cranberries und die Schokolade mit einem Spatel oder Holzkochlöffel unterrühren.

Jeweils die Hälfte der Masse auf das Backblech geben und mit feuchten Händen so formen, dass zwei Teiglaibe von etwa 7,5 cm Breite entstehen. Die Laibe etwa 30 Minuten backen, bis sie leicht bräunen und sich fest anfühlen. Dann aus dem Ofen nehmen und etwa 30 Minuten abkühlen lassen. Währenddessen die Ofentemperatur auf 160 Grad reduzieren.

Die Laibe auf einem Schneidebrett in Scheiben von gut einem Zentimeter Dicke schneiden. (Die Laiber waren bei mir innen noch etwas weich, ließen sich mit einem scharfen Messer aber gut schneiden.) Die Scheiben aufrecht mit etwas Abstand auf das Backblech (ohne Backpapier!) stellen. Nochmals 20 Minuten backen, bis die Biscotti leicht bräunen. Komplett abkühlen lassen und dann in einer gut schließenden Blechdose aufbewahren.

Quelle
modifiziert nach Bon Appetit December 2005

Nachgemacht: Knoblauch-Confit

Wer wie ich regelmäßig das sehr schöne und ideenreiche Blog Kleiner Kuriositätenladen verfolgt, kommt am von der dortigen Autorin heißgeliebten Knoblauch-Confit kaum vorbei. Kaum hat man das Confit mal wieder auf der eigenen Nachmach-Liste vergessen, folgt beim Kuriositätenladen wieder ein Rezept, in dem es Verwendung findet, und zack!, ist die Erinnerung wieder da ;)


Zum Nachmachen aufgerafft habe ich mich nun endlich, weil in meiner Küche noch vier Knoblauchknollen lagerten und ich mal wieder ein Weilchen bei meinen Eltern und meinem Freund verbringe und bis ich zurück bin, schmeckt der Knoblauch dann alt... Da ist das Knoblauch-Confit natürlich DIE Lösung, denn was ist es anderes als haltbar gemachter Knoblauch...?

Neben dem Haltbarkeitsaspekt überzeugt mich vor allem, dass die Knoblauchzehen beim Confieren wunderbar weich werden und so nicht mehr geschnitten, sondern nur noch mit einer Gabel zedrückt werden müssen. Nun bin ich zwar nicht gerade ein Knoblauch-Schneide-Muffel ;o), aber die zu Paste zedrückten Zehen bieten ja ganz neue kulinarische Möglichkeiten: mit Salz zu einer Würzpaste verrieben, als unkomplizierte "Basis" für selbstgemachte Knoblauchbutter, für Salatdressings, und überhaupt, keine Knoblauchstückchen mehr im Essen...

Ein weiteres Argument für den confierten Knoblauch ist, dass er seinen strengen, scharfen Geschmack verliert und etwas milder und süßlicher schmeckt. Das ist aber für mich nicht so interessant, da ich nichts gegen den strengen Geschmack habe (und was andere zum Geruch meinen, kann mir zum Glück im Moment noch an den meisten Tagen egal sein...!).

Mit Öl bedeckt hält sich das Knoblauch-Confit im Kühlschrank einige Monate. Man kann es auch einfrieren, damit habe ich mit meinem Mini-Gefrierfach aber keine Erfahrung. Wenn euch das interessiert, lest ihr am besten beim Kleinen Kuriositätenladen nach.

Rezept

Knoblauch
neutrales Öl (Rapsöl)

Die Knoblauchzehen vereinzeln und in kochendem Wasser ca. 20 Sekunden blanchieren. Mit einer Siebkelle herausnehmen und in Eiswasser abschrecken. Sobald die Zehen abgekühlt sind, lassen sie sich dann sehr gut pellen. Dazu einfach mit einem Messer die holzige Seite abschneiden und die Haut abziehen. (Wenn sich die Knoblauchzehen auch so gut schälen lassen - war bei mir der Fall - kann auf das Blanchieren auch verzichten.)

Die gehäuteten Knoblauchzehen mit einem Küchentuch trocknen und in einen Topf geben. Soviel Öl dazu geben, dass die Knoblauchzehen bedeckt sind. Bei minimaler Temperatur (die Temperatur des Öls sollte 80° C nicht übersteigen) ca. 45 Minuten confieren.

Wenn die Knoblauchzehen durchgehend weich und leicht gebräunt sind, in ein verschließbares Gefäß (z.B. Twist-off-Glas) geben und vollständig mit Öl bedecken. Das zum Confieren verwendete Öl kann man jetzt filtern und in einer verschließbaren Flasche im Kühlschrank aufbewahren - sehr leckeres Knoblauchöl.

Quelle
Kleiner Kuriositätenladen

Freitag, 15. Oktober 2010

Kartoffel-Kichererbsen-Curry

Currys mag ich sehr gerne. Wenn Gewürze im Wok langsam vor sich hin rösten, einen fantastischen Duft verbreiten und ihr Aroma dann bald an die anderen Zutaten abgeben werden, die danach in die Pfanne wandern... Dann macht mir kochen so richtig Spaß. Bisher habe ich mich im Herbst mit dem Curry-Kochen zurückgehalten, weil das Wetter doch noch nicht so richtig dran denken ließ. Als diese Woche mein Thermometer am Schlafzimmerfenster aber plötzlich nur noch 0,7 Grad anzeigte (okay, es war Nacht, aber trotzdem...!) habe ich beschlossen: Es ist wieder Curry-Zeit!


Das heutige Curry mag ich ganz besonders. Das Rezept dazu habe ich bei 101 cookbooks gefunden und etwas abgewandelt. Denn dort wird neben Kartoffeln Tempeh verwendet. Das bekomme ich hier nicht und habe mich daher für Kichererbsen entschieden, womit ich auch sehr zufrieden bin. Man könnte sich auch noch weitere Abwandlungen denken: Wer Tofu mag, könnte den statt den Kichererbsen verwenden. Auch Blumenkohl (anstelle der Kartoffeln oder der Kichererbsen) macht sich sicherlich gut. Oder oder oder...

Das Curry ist schon leicht scharf, aber eigentlich nicht zu sehr. Wer aber auf Schärfe empfindlich reagiert, sollte die Menge an Cayennepfeffer vielleicht etwas reduzieren. Ansonsten ein sehr schnell zu kochendes, gesundes und schön durchwärmendes Herbstessen, das inzwischen fest zu meinem Repertoire gehört.


Ach und noch eine Anmerkung zu den Fotos, falls das Curry darauf etwas trocken aussieht... Frisch gekocht war es gestern noch deutlich "sauciger", aber (mangels Tageslicht) nicht schön zu fotografieren. Auf dem Foto seht ihr die Reste, die ich heute zum Mittagessen genossen habe ;o) Und auch wenn ich keine Ahnung hab, ob dieses Curry irgendwie asiatisch ist, tagge ich es ob der verwendeten Gewürze mal entsprechend... ;o)

Rezept
für drei Personen zum Sattessen

750g kleine Kartoffeln mit dünner Schale (z.B. Drillinge)
2 TL Meersalz
1 EL Butter
2 EL Olivenöl
1 Zwiebel
1 TL Kreuzkümmelsamen
1 TL Currypulver (Madras)
1/4 TL Kurkuma
1/2 TL Cayennepfeffer
1 Dose Tomatenstücke (400g)
1 EL Crème fraîche
1 Dose Kichererbsen (400g)
1/2 Bund Petersilie oder Koriander

Die Kartoffeln waschen, abbürsten und halbieren. In einem Topf in Salzwasser kochen, bis sie weich sind - je nach Größe der Kartoffeln ca. 20 bis 30 Minuten.

In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen und fein hacken. Die Kichererbsen in ein Sieb geben, mit Wasser abspülen und abtropfen lassen. Petersilie oder Koriander waschen, trocken schütteln und fein hacken.

In einer großen Pfanne oder einem Wok die Butter im Olivenöl schmelzen lassen. Die Zwiebel zugeben und bei kleiner Hitze dünsten, bis sie weich ist (ca. 5 Minuten). Kreuzkümmel, Curry, Kurkuma und Cayennepfeffer zugeben, einrühren und etwa 30 Sekunden warten. Dann die Tomaten, 3-4 EL Wasser und einen TL Salz zugeben. Wer mag, kann das Ganze dann pürieren - dazu evtl. aus dem Wok in eine Schüssel füllen und nach dem Pürieren zurück in den Wok geben. (Pürierstablose wie ich lassen das einfach weg...)

Wenn das Curry wieder im Wok ist, Kichererbsen zugeben und alles zum Köcheln bringen. Ca. 5 Minuten lang bei kleiner Hitze köcheln lassen. Wenn die Kartoffeln weich sind, abgießen und zum Curry geben. Das Curry mit Petersilie oder Koriander bestreuen und servieren.

Quelle
abgewandelt nach 101 cookbooks

Montag, 11. Oktober 2010

Zum Trost eben eine Quiche Lorraine...

Eigentlich wollten wir uns an diesem Wochenende ins Gedränge stürzen zum Zwiebelmarkt nach Weimar fahren. Doch eine dicke fette Erkältung, die sich mein Freund eingefangen hatte, machte unsere Pläne zunichte. So saß er dann mehr oder weniger missmutig hier, zwischen Medikamenten und heißer Zitrone, und bedauerte, dass er nun dieses Wochenende keinen Speckkuchen zu essen bekäme.

Und was macht man als gute Freundin und fürsorgliche Teilzeit-Krankenschwester? Genau, man macht sich auf die Suche nach Ersatz. Mit der genauen Beschaffenheit des Zwiebelmarkt-Speckkuchens kenne ich mich nicht aus, denn trotz mittlerweile zwei Jahren in Thüringen war ich noch nie da. Ich hab mir aber gedacht, dass aus meinem Rezept-Repertoire wahrscheinlich eine Quiche Lorraine dem Speckkuchen am nächsten kommen dürfte.


Dieses Mal habe ich mich an ein Rezept aus dem Buch Tartes & Quiches - Süße & herzhafte Rezepte gehalten, das ich mir erst vor Kurzem bei Tortissimo in Leipzig gekauft habe. Leider ist das Buch jedoch inzwischen bei vielen Anbietern vergriffen und bei Tortissimo habe seinerzeit ich das letzte Exemplar erstanden ;o) Auch beim Mürbeteig habe ich mich ans Rezept gehalten, welches die Zugabe eines Eigelbs vorsieht. Eigelb habe ich noch nie in meinen Mürbeteig gemacht, es soll wohl dafür sorgen, dass insbesondere Rand besonders knusprig wird. Mit dem Ergebnis waren wir sehr zufrieden :)

Da die Quiche schon recht mächtig ist, sollte man unbedingt einen erfrischenden Salat dazu servieren (auch wenn mein Freund Salatmuffel ist... für mich gehört es aber dazu!). Ach und dass meine Quiche so flach ist, liegt daran, dass ich Rezepte manchmal nicht richtig lese und ein Rezept für eine 20-Zentimeter- in einer 28-Zentimeter-Form backe...

Rezept
für eine Quicheform (20 cm)

Teig
200g Mehl
1 Prise Salz
100g Butter
1 Eigelb
evtl. einige EL eiskaltes Wasser (war bei mir nicht nötig)

Belag
175g durchwachsener Räucherspeck ohne Schwarte
250g Sahne
2 Eier
geriebene Muskatnuss
Salz, Pfeffer

Mehl und Salz in eine Schüssel geben, die kleingewürfelte Butter zugeben und alles verreiben, bis die Mischung bröselig wird. Das Eigelb zugeben, weiter kneten. Sollte noch kein fester Teig entstehen, dann noch 2-3 EL eiskaltes Wasser zugeben und weiter kneten. Wasser nach und nach zugeben und nur soviel, wie nötig ist, damit ein fester Teig entsteht!

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und in die ungefettete Tarte- oder Springform legen (oder wie ich Ausrollmuffel irgendwie in die Form bringen und dort breit drücken... ;o)) und 30 Minuten lang kalt stellen.

In der Zwischenzeit den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Den Speck in kleine Würfel schneiden und in einer Pfanne ohne Fett knusprig braten. Die beiden Eier verquirlen, Sahne zugeben und alles verrühren. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen. (Vor allem mit dem Salz sparsam sein, der Speck ist schon sehr salzig!)

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier belegen, mit Hülsenfrüchten beschweren und 15 Minuten blind backen. Dann Backpapier und Hülsenfrüchte entfernen und Teig noch mal 10 Minuten backen.

Die Hitze des Ofens auf 180 Grad reduzieren. Den Speck auf dem Boden verteilen, die Sauce darüber gießen und die Quiche für noch mal ca. 30-35 Minuten in den Ofen schieben, bis der Belag gestockt und die Quiche goldbraun ist. Man kann sie dann sowohl warm als auch kalt servieren.

Quelle
Tartes & Quiches - Süße & herzhafte Rezepte

Samstag, 9. Oktober 2010

Nachgemacht: Karamell-Chai-Sirup


Gerade jetzt wenn es kühler wird, trinke ich im Café gerne mal was Heißes - nur was? Kaffee und alle Getränke, in denen er enthalten ist, mag ich nicht. (Ganz im Gegensatz zu Kaffee-Eis, -Schokolade, -Pralinen,... sagte ich schon mal, dass ich manchmal unlogisch bin?) Tee trinke ich ja zuhause schon immer. Heiße Schokolade ist mir manchmal zu süß, vor allem wenn ich dazu noch Kuchen essen will. Deswegen heißt die Antwort immer häufiger: Chai Latte!

Und als ich letztens bei Homemade Delicousness ein Rezept für Karamell-Chai-Sirup sah, wusste ich sofort, das muss ich nachmachen! Vor ein paar Tagen habe ich mich jetzt endlich ans Werk gemacht und herausgekommen ist ein super-leckerer Sirup, von dem ich seitdem gar nicht genug bekommen kann. Trinke jeden Tag x Gläser davon - zum Glück hab ich im Vergleich zum Original-Rezept gleich die doppelte Menge gemacht und bin sehr froh drüber :) Da das Wetter hier im Moment quasi spätsommerlich warm ist, trinke ich den Sirup bisher mit kalter Milch (1-2 EL auf einen viertel Liter). Mit warmer Milch wird es aber auch noch getestet :)

Beim Sirup-Kochen hatte ich eine kleine Schrecksekunde: Nachdem ich das Karamell gekocht und den heißen Tee dazu gegossen hatte, hatte ich erst mal nur einen großen, festen, klebrigen Karamell-Klumpen im Topf und sah mich schon dessen gesamten Inhalt (eventuell plus den Topf) wegwerfen. Aber die Sorge war unbegründet, sobald die Flüssigkeit zu kochen beginnt, verflüssigt sich auch das Karamell wieder. Das Sirup-Kochen hat bei mir allerdings schon ein Weilchen gedauert, ungefähr eine Stunde, bis alles dicklich eingekocht war. Man sollte schon dabei bleiben, um ab und zu umzurühren, kann aber nebenbei wunderbar entspannt lesen oder wie ich nen Film schauen (eine offene Küche hat doch Vorteile...!).

Ehe wir zum Rezept kommen, noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Vielleicht habt ihr schon gesehen, dass es hier im Blog eine neue Rubrik gibt, den Speiseplan. Dort findet ihr jetzt meine Koch- und Back-Ideen für die nächste Zeit - aus Blogs, aus Kochbüchern oder auch einfach so von mir ausgedacht. Das Ganze soll in erster Linie mir dazu dienen, nicht zu vergessen, was ich alles ausprobieren will. Und ihr wisst schon, was euch vielleicht demnächst im Blog erwartet ;o)

Rezept
für ca. 1/4 Liter Sirup

40g offener Chai-Tee (oder 20 Chai-Teebeutel)
10 EL Zucker
1 Liter kochendes Wasser

Den Chai-Tee mit einem Liter kochendem Wasser übergießen und fünf Minuten lang ziehen lassen. Dann den Tee durch ein Sieb gießen bzw. die Teebeutel herausnehmen. Inzwischen den Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze erhitzen. Dabei immer wieder rühren, bis er flüssig und karamellfarben ist, ihn aber nicht zu dunkel werden lassen! (verbrannter Karamell ist nicht lecker, das kann ich bestätigen...) Und Vorsicht, wenn man kosten will: Karamell wird extrem heiß!

Den Tee dazu gießen, nicht erschrecken, wenn ihr nun einen Karamell-Klumpen im Topf habt, der löst sich wieder auf (siehe oben)! Alles offen zu Sirup einkochen lassen (kann wie oben beschrieben ca. eine Stunde dauern) Dabei immer wieder rühren. Sobald die Mischung anfängt, nicht mehr ganz so flüssig zu erscheinen, immer wieder mit einem Teelöffel kleine Portionen herausnehmen und auf einem Teller abkühlen lassen, um zu sehen, ob der Sirup im kalten Zustand schon die richtige Konsistenz hat.

Abkühlen lassen, in eine Flasche oder ein verschließbares Glas füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Den fertigen Sirup (1-2 EL auf 1/4 Liter) mit kalter oder warmer Milch mischen und genießen :)

Quelle
Homemade Deliciousness

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Achtung, es folgt eine dringende Nachkochempfehlung! ;o) Rote-Bete-Salat mit karamellisierten Schalotten, Datteln und Feta

Fast mein gesamtes Leben lang kannte ich Rote Bete als süß-sauer eingelegte Kugeln oder Scheibchen, von denen ab und an mal ein Glas zum Grillen oder Fondue auf den Tisch kam. Dass man sie auch im Ganzen kaufen oder gar selbst kochen und damit Gerichte zubereiten könnte, ist mir ehrlich gesagt nie in den Sinn gekommen. Bis ich letztes Jahr einen wunderschönen Urlaub bei einer Freundin in Polen verbracht habe. Dort gehören Rote Beete neben Kartoffeln und Weißkohl zu den Gemüsen, die in der traditionellen Küche am häufigsten auf den Tisch kommen.


Seitdem erinnern mich Rote Bete immer an diesen Urlaub und vor allem an ein Wochenende, was wir bei den Eltern meiner Freundin in einem kleinen Dorf südöstlich von Krakau verbrachten. Es war warmer, sonniger Sonntag im Spätsommer. Rings um das Haus ihrer Eltern gab es einen schönen Garten und im Schatten unter den Kirschbäumen eine Hollywood-Schaukel. Die Mutter und mehrere Tanten werkelten den ganzen Tag in der Küche, aber dass der Gast (also ich) dort einen Finger krumm mache, kam für sie überhaupt nicht in Frage. So blieb mir nichts anderes, als mich in die besagte Hollywood-Schaukel zurückzuziehen, in die Sonne blinzelnd in "Anna Karenina" zu lesen und dem halblauten Singsang aus der Kirche weiter unten im Dorf zu lauschen. (Dort wurden ständig Messen abgehalten. Meine Freundin erklärte mir, dass man eine Messe "bestellen" kann. Das macht man etwa, wenn sich der Todestag eines Angehörigen jährt etc.) Ab und zu kam jemand aus dem Haus mit Gebäck oder selbstgebranntem Schnaps vorbei ;o) und alle paar Stunden ertönte aus der Küche ein Ruf, den ich nicht verstand, der aber immer hieß, dass das nächste Essen fertig war. Ach, herrliche Zeit :)

Und egal was es zu essen gab, immer stand auch eine Schüssel mit geraspelter Roter Bete auf dem Tisch, die mit Meerrettich vermischt war (gibt es in Polen fertig im Glas zu kaufen). Das hatte es mir sehr angetan (einige Gläser reisten gemeinsam mit mehreren Flaschen Honigschnaps mit mir nach Deutschland...), und na ja, es bot auch Vorteile, denn wenn ein Essen etwas wenig gewürzt oder nicht ganz nach meinem Geschmack war, konnte ich einfach Massen von Rote-Bete-Meerrettich-Pamps drüber kippen und alle freuen sich, wie ich mich den polnischen Gewohnheiten entsprechend ernähre ;o)


So nun aber genug erzählt... Aber manchmal löst ein Essen oder ein bestimmtes Lebensmittel eben Erinnerungen aus. Seit Polen habe ich häufiger mit Roter Bete gekocht und jetzt mal wieder beschlossen, dass es Zeit für einen schönen lauwarmen Salat mit meinem liebsten Polen-Souvenir ist ;o) Und der Salat, also ich will mich ja nicht zu sehr loben, aber der ist echt ein Traum...!

Eine Anmerkung noch dazu: Durch die eher süßlichen Roten Beten, die karamellisierten Schalotten, getrockneten Datteln und das Dressing mit dem eher sirupartigen Dattelessig hat der Salat einen deutlichen süßlichen Geschmack. Ich mag das aber gern und finde, dass ein wenig frische Minze und salziger Feta einen guten Ausgleich schaffen. Wer es aber weniger süßlich mag, hat mehrere Möglichkeiten, das Ganze abzuwandeln: Ihr könnt die getrockneten Datteln weglassen, den Dattelessig im Dressing ganz oder teilweise durch dunklen Balsamico ersetzen und/oder die Schalotten nicht mit Zucker karamellisieren, sondern nur andünsten und dann mit Balsamico ablöschen und köcheln lassen. Und statt Datteln sind sicher auch einige gehackte Walnüsse eine super Ergänzung. Hach, so viele Varianten ;o)

Rezept
für zwei nicht sehr hungrige Personen als Hauptgericht

500g Rote Bete (geschält, gegart und vakuumverpackt)
1/2 Stange Lauch (oder 2 Frühlingszwiebeln)
3 Schalotten
6 getrocknete Datteln
200g Feta
ca. 10 Minzeblättchen
1-2 EL Zucker
5 EL Olivenöl
5 EL Dattelessig
Salz, Pfeffer

Schalotten schälen, halbieren und quer in feine Streifen schneiden. In einer Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen, Schalotten zugeben und bei mittlerer Hitze unter Rühren ca. fünf Minuten dünsten. Zucker darüber streuen, warten bis die Schalotten bräunlich werden und karamellisieren, dabei nicht rühren! Wenn es soweit ist, 2 EL Dattelessig zugeben, alles kurz aufkochen lassen und noch 2-3 Minuten dünsten.

Lauch putzen, halbieren und waschen. Quer in feine Streifen schneiden. Rote Bete halbieren und quer in Scheiben schneiden. In einer Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen, Lauch darin bei mittlerer Hitze andünsten. Wenn man den Salat wie ich gern lauwarm mag, Rote Bete zugeben und kurz mitdünsten. Dann Rote Bete, Lauch und Schalotten in eine Salatschüssel geben.

Datteln halbieren und klein würfeln. Minzeblättchen abzupfen, waschen, trocken schütteln und fein hacken. Beides zu den anderen Zutaten geben. Restlichen Dattelessig und restliches Olivenöl in eine Schüssel geben, mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem Schneebesen zu einem cremigen Dressing schlagen. Unter den Salat mischen.

Salat auf Teller anrichten. Feta fein zerbröseln und drüber streuen.

Quelle
eigenes Rezept

Sonntag, 3. Oktober 2010

Belugalinsen-Salat mit Vinaigrette + was mein Kürbissalat-Rezept in einer tschechischen Zeitschrift macht

Bevor ich euch das heutige Rezept vorstelle, muss ich euch eine schöne Geschichte darüber erzählen, wie eines meiner Rezepte einen Hauch von Berühmtheit schnuppern durfte ;o) (Okay, ich gebe zu, ich trage hier gerade etwas dick auf...) Ich habe ja einige kochinteressierte und kochbegeisterte Freunde. Eine Freundin, die damit sogar Geld verdient und daher meiner Meinung nach einen der schönsten Jobs der Welt hat, lebt in Prag. Sie schreibt - momentan noch als Nebenjob neben ihrem Studium - für verschiedene Zeitschriften Artikel rund ums Kochen, Essen und Genießen.

Vor einigen Tagen erzählte sie mir von einem geplanten Artikel über Kürbisrezepte und fragte, ob sie dafür das Rezept für meinen Kürbissalat verwenden dürfe. Na aber selbstverständlich doch! Und so schnell findet sich mein Salatrezept jetzt in einer tschechischen Zeitschrift wieder - den Artikel findet man auch online. Ziemlich in der Mitte finden sich der Link zu meinem Blog und mein Rezept. Jaja ich weiß, die meisten hier können sicher kein Tschechisch lesen (ich auch nicht, aber ich hab eine Übersetzung bekommen ;o)), aber der Beweis ist erbracht...! Ich freue mich jedenfalls sehr darüber, dass mein Rezept in einer Zeitschrift erschienen ist, fühle mich geehrt und bin ein bisschen stolz, doch, ja...

Heute gibt's hier auch mal wieder einen Salat, dieses Mal mit Linsen (Plant jemand einen Artikel zum Thema? Ich hätte da was ;o)). Linsensalat hab ich bis jetzt meist eher orientalisch angehaucht mit Kreuzkümmel und Koriander gemacht, aber dieses Mal bin ich davon abgerückt und habe mich an einer französischen Variante mit Belugalinsen und Vinaigrette versucht.


Ich habe mich weitestgehend ans Rezept gehalten, habe nur statt Stangensellerie Knollensellerie verwendet (ersteren mag ich nämlich gar nicht) und statt nicht vorhandem Sherryessig ganz normalen dunklen Balsamico. Da ich meinen Linsensalat immer gern schön süß-sauer esse, habe ich etwas mehr Essig als im Originalrezept verwendet und zusätzlich ein bisschen Zucker.

Lauwarm schmeckt der Salat echt super (kalt auch - dann vorher noch mal abschmecken) - bei uns zu kleinen Hackbällchen mit Dattel- und Feta-Stückchen und Kreuzkümmel. (Jaja ich weiß, ich kann das Orientalische eben doch nicht ganz lassen.)

Rezept
für vier Personen als Beilage

220g Puy- oder Belugalinsen
125ml trockener Weißwein
1 Möhre
1 Stange Sellerie (oder ein kleines Stück Knollensellerie)
1 Lorbeerblatt
3-4 frische Thymianzweige
3 Schalotten
2 Knoblauchzehen
3 EL glatte Petersilie
Salz, Pfeffer aus der Mühle
2 EL Sahne
Sherryessig (oder dunkler Balsamico) und evtl. Zucker, zum Abschmecken

Die Möhre, die Schalotten und die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Selleriestange waschen und ebenfalls fein hacken. Thymian waschen und trocken schütteln. Die Linsen mit einem Liter Wasser in einen Topf füllen. Den Wein dazu gießen, Möhre, Sellerie, das Lorbeerblatt, den Thymian und je die Hälfte der gehackten Schalotten und des gehackten Knoblauchs zugeben.

Auf hoher Stufe zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und alles 30-35 Minuten zugedeckt köcheln lassen, bis die Linsen weich sind, aber noch nicht zerfallen. In der Zwischenzeit die Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Die Linsen abgießen, dabei 2 EL der Garflüssigkeit zurückbehalten.

Die Linsen mit den 2 EL Garflüssigkeit in einer Schüssel anrichten. Die restlichen Schalotten, den restlichen Knoblauch und die gehackte Petersilie untermischen. Die Sahne zugeben und den Salat mit Salz, Pfeffer, Essig und Zucker nach Belieben abschmecken. Am besten lauwarm servieren.

Quelle
Marlena Spieler, Chuck Williams & Jean-Blaise Hall:
Entdecken und Genießen. Paris: Französische Esskultur und Lebensart