Heringssalat

Bis vor ca. fünf, sechs Jahren war Bismarckhering so ziemlich das einzige an Fisch, was ich gegessen habe. Irgendwie war ich nämlich die ersten 20 Jahre meines Lebens der Meinung, dass ich Fisch überhaupt nicht mögen würde... die Konsistenz und der Geschmack waren mir suspekt, und außerdem fürchtete ich ständig, an einer Gräte zu ersticken ;o) Wirklich seltsam und mir heutzutage völlig unverständlich. Zum Glück hab ich mich dann irgendwann in einem Urlaub an der Ostsee unter viel gutem Zureden meiner Mutter mal an einem Zanderfilet versucht, und siehe da - Fisch kann ja richtig gut schmecken! Seitdem habe ich munter weiterprobiert und esse nun so ziemlich alles an Fisch und Meeresfrüchten - auch wenn ich natürlich meine Favoriten habe.


Zu denen gehört - neben Forelle, Karpfen, Dorade oder Miesmuscheln - jedoch immer noch der gute alte Bismarckhering. Ab und zu esse ich sehr gern Heringssalat - komischerweise habe ich ihn bisher jedoch immer beim Fischhändler gekauft und noch nie selbstgemacht. Warum eigentlich nicht? Das fragte ich mich vor Kurzem. Kann ja schließlich nicht so schwer sein, einen leckeren Heringssalat zu machen. Ist es auch nicht! Ich hab mich für die ganz klassische Variante mit Zwiebeln, sauren Gurken und Apfel entschieden und wir hätten uns reinlegen können! Der Salat kommt als Katerfrühstück bestimmt gut an, macht sich aber auch ganz vorzüglich als schnelles Abendessen. Bei uns gab es Pellkartoffeln dazu, Bratkartoffeln oder einfach ein leckeres Brot schmecken aber natürlich ebenso gut.

Rezept
für 3-4 Personen (je nach Hunger)

6 Bismarckheringe (geht auch mit Matjes... den mag ich aber nicht ;o))
2 Gewürzgurken
2 kleine Zwiebeln
1 Apfel
2 EL Zitronensaft
150g saure Sahne
100g Joghurt
1 EL Meerrettich (wenn möglich frisch gerieben)
4 EL Weißweinessig
3-4 EL Sonnenblumenöl
Salz, Pfeffer aus der Mühle
1 Bund Schnittlauch

Die Heringsfilets in kleine Stücke, Gewürzgurken in Scheiben schneiden. Zwiebeln schälen, in dünne Ringe schneiden. Den Apfel waschen, vierteln, quer in Scheibchen schneiden, mit dem Zitronensaft beträufeln.

Saure Sahne mit Joghurt, Meerrettich, Essig und Öl verrühren, leich salzen und pfeffern. Alle Zutaten mit der Sauce mischen, 1-24 Stunden lang ziehen lassen (bei mir nur eine Stunde, war aber ausreichend). Kräuter waschen, hacken und darüber streuen. Mit Brot, Pell- oder Bratkartoffeln servieren.

Quelle
Sabine Sälzer, Sebastian Dickhaut: Basic Cooking

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