Sonntag, 27. Februar 2011

Gebratener Kichererbsensalat "de luxe"

Eigentlich wollte ich ja heute ein ganz anderes Rezept vorstellen - aber dieser Salat hat mich so begeistert, dass ich ihn unbedingt so schnell wie möglich unter die Leute bringen muss. Kichererbsensalat, okay - was daran ist jetzt genau "de luxe"? Ganz einfach: De luxe ist dieser Salat im Vergleich zu meinem Standard-Kichererbsensalat. Der ist bei mir nämlich normalerweise ein schnelles Alltagsessen. Ein "Ich hab Hunger und muss in spätestens fünf Minuten was essen, aber der Kühlschrank ist auch fast leer"-Essen. Und geht dann so: Dose auf, Kichererbsen abtropfen lassen, rein in die Schüssel. Paar Spritzer Zitronensaft und nen guten Schuss Olivenöl zugeben. Frisch gemahlenen Pfeffer und Ras-el-hanout drüber. Alles gut vermischen, eventuell noch etwas Parmesan drüber reiben, fertig.


Heute hatte ich etwas mehr Zeit, und eingekauft hatte ich auch. Deswegen gab's heute also die bessere Variante, Heidi Swansons Pan-fried Chickpea Salad. Obwohl er gar nicht mal so viel mehr verschiedene Zutaten hat als mein Standardrezept, schmeckt er doch um Längen besser ;o) Durch das Braten der Kichererbsen bekommen diese ein ganz tolles nussiges Aroma. Der Salat schmeckt zitronig-frisch, aber eben nicht ZU zitronig (was ich oftmals nicht mag). Das cremige Joghurt-Curry-Dressing rundet alles ganz wunderbar ab. Ein leckerer, sättigender und auch recht schnell gemachter Salat, also Daumen hoch!

Was mich nun noch interessieren würde: Habt ihr auch so schnelle Standardrezepte wie meinen oben beschriebenen Kichererbsensalat? Bin gespannt, vielleicht kann ich ja mein Repertoire mal etwas erweitern ;o)

Rezept
für 2-3 Personen zum Sattessen

1 EL Butterschmalz oder Olivenöl
2 cup gegarte Kichererbsen
1 cup Lauchzwiebeln, in feine Ringe geschnitten
1 mittelgroße Knoblauchzehe, fein gehackt
abgeriebene Schale von einer Zitrone
1/3 cup Naturjoghurt oder griechischer Joghurt
1 1/2 TL Currypulver (indisch)
ca. 1/4 TL Salz
1/2 cup feingehackter Koriander oder glatte Petersilie
1/2 cup feingewürfelte rote Zwiebel

Butterschmalz oder Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Kichererbsen zugeben. Die Kichererbsen bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren dünsten, bis sie eine leicht goldene Farbe annehmen. Die Lauchzwiebeln zugeben und weiter dünsten, bis die Kichererbsen und auch die Lauchzwiebeln leicht gebräunt sind (ca. 7-10 Minuten). Kurz vor Ende der Garzeit den Knoblauch und die Zitronenschale zugeben, kurz mitdünsten, dann die Pfanne vom Herd nehmen.

Während die Kichererbsen abkühlen, für das Dressing Joghurt, Currypulver und Salz verrühren. Je nach Konsistenz ggf. mit 1-2 EL warmem Wasser verdünnen, abschmecken. Die Kichererbsen mit dem größten Teil des Korianders und der roten Zwiebel vermischen, das Dressing unterheben. Den Salat mit dem übrigen Koriander und den übrigen roten Zwiebeln bestreut servieren.

Quelle
101 cookbooks

Donnerstag, 24. Februar 2011

Stückchen Kuchen gefällig? - Mein liebster Käsekuchen

Käsekuchen - das ist pures Soulfood in Kuchenform. Rezepte für Käsekuchen gibt es wie Sand am Meer, und auch wenn viele davon lecker sind, ist es doch gar nicht so einfach, seinen persönlichen Favoriten zu finden. In meiner Familie heißt Käsekuchen traditionell Quarktorte und wird immer nach einem Rezept von Oma Gretel zubereitet. Der Kuchen kommt ohne Boden aus. Er hat ein sehr kräftiges Aroma von abgeriebener Zitronenschale und in Rum eingeweichten Rosinen und es wird sehr viel Butter verwendet - eine recht fettige Angelegenheit, aber sehr lecker :-) Erweitert werden kann der Kuchen nach Lust und Laune mit aufgestreuten Mandelsplittern und/oder Mandarinenstückchen im Teig.


Meine ersten selbstgebackenen Käsekuchen gingen dann eher in die amerikanische Richtung, d.h. mit Keksbrösel-Boden und Doppelrahmfrischkäse statt Quark. Einen solchen Kuchenteig - in Muffinförmchen gebacken - findet ihr auch schon hier im Blog. Jetzt hab ich zum ersten(!) Mal einen klassischen Käsekuchen mit Boden gebacken und bin restlos begeistert: Das Rezept aus Nickys Buch erwies sich als Pefektion in Käsekuchenform ;o) Der Kuchen ist unheimlich cremig, hat einen leicht säuerlichen Geschmack, ein schönes Vanille-Aroma ist und ist dabei nicht zu süß. Wir konnten uns kaum beherrschen und haben einen ganzen Kuchen zu zweit aufgefuttert - okay, allerdings nicht an einem Tag ;o) Ab jetzt bis auf weiteres mein Käsekuchen-Favorit!

So, liebe Leserschaft, und jetzt seid ihr gefragt: Wie muss euer perfekter Käsekuchen sein? Mit oder ohne Boden? Mit Quark oder Frischkäse? Mit oder ohne Zitrone, Vanille, Rosinen,...? Welche "Extras" gebt ihr dem Kuchen zu? Ich bin gespannt auf eure Favoriten :)

Rezept
für eine Springform (26 cm Durchmesser)

Teig
125g weiche Butter (plus etwas mehr für die Form)
1 zimmerwarmes Ei (Größe S)
60g Zucker
200g Mehl (plus 2 EL zum Kneten)

Füllung
750g Quark (40% Fett)
knapp 5 EL Vanillepuddingpulver (zum Kochen)
120g Zucker
Saft von 1 Zitrone
5 Eier (Größe L)
125g zerlassene Butter
Mark von 1/2 Vanilleschote

Backofen auf 175 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen. Eine Springform mit Butter auspinseln. Die Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und erst mit den Knethaken des Handrührgeräts vermengen, dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche von Hand zu einer Kugel kneten. Den Teig, da er recht weich ist, am besten mit den Fingern in die Form drücken. Dabei einen gleichmäßigen Rand von 3-4 cm hochziehen und den Boden anschließend mit einer Gabel mehrmals einstechen.

Die Zutaten für die Füllung in eine große Schüssel geben und mit den Schneebesen des Handrührgeräts gut verrühren. Auf den Teigboden gießen. Den Kuchen im Ofen auf der zweiten Schiene von unten etwa 45 Minuten backen. Der Mürbeteigrand sollte dann goldbraun sein und die Füllung sich auf Fingerdruck schon relativ fest anfühlen. Aus dem Ofen nehmen und in der Form vollständig auskühlen lassen.

Nach Belieben kann man den Kuchen wie bei mir mit einer Himbeer-Sauce servieren. Dafür einfach aufgetaute TK-Himbeeren durch ein Sieb streichen und nach Geschmack mit Puderzucker süßen.

Quelle
Nicole Stich: delicious days

Sonntag, 20. Februar 2011

Mein Beitrag fürs Garten-Koch-Event Februar: Scharfes Kürbis-Orangen-Süppchen

Garten-Koch-Event Februar 2011: Orangen [28.02.2011]

Nun ist es doch schon einige Monate her, dass mein kleiner Blog das Licht der Welt erblickt hat, aber einen Beitrag für ein Blog-Event hab ich bisher noch nie eingereicht. Daher war mein Vorsatz für das neue Jahr klar: Daran muss sich so langsam mal was ändern! Als ich das Thema für den Garten-Koch-Event Februar des Gärtnerblogs gesehen habe, war der Fall klar: Um Orangen sollte es gehen, und wie es der Zufall will, hab ich doch da gerade erst ein feines Süppchen gekocht.


Bevor der Winter zuende geht (wegen mir könnte es langsam so weit sein...!), wollte ich noch mal was mit Kürbis kochen, und da es nun plötzlich wieder so kalt war, kann eine wärmende Suppe nie schaden. Meine Kürbissuppe esse ich gern fruchtig und leicht scharf - das Fruchtige kommt hier von frischgepresstem Orangensaft, die Schärfe steuert eine rote Chilischote bei. Das hier ist mein Lieblings-Kürbissuppen-Rezept, es wärmt schön durch und die kräftige Farbe macht auch im Winter munter. Auch zu der fruchtig-scharfen Suppe schmecken übrigens einige Tropfen Kürbiskernöl sehr gut!



Rezept
für drei Personen zum Sattessen

1 kleine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer (ca. 3 cm)
1 rote Chilischote
2-3 EL Olivenöl
1 mittelgroßer Hokkaido-Kürbis
ein guter Schuss Weißwein (kann man auch weglassen)
1 Liter Gemüsebrühe
50 ml frisch gepresster Orangensaft
100g Crème fraîche
Salz
1/2 TL Cayennepfeffer
1 TL Kurkuma
1 TL Currypulver

zum Garnieren: Kürbiskernöl, gehackte Petersilie

Den Kürbis gründlich waschen, halbieren und die Kerne herauskratzen. Kürbis in Spalten und dann in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Zwiebel, Knoblauchzehen und Ingwer schälen und fein hacken. Chilischote waschen, halbieren, Kerne herauskratzen und die Schote ebenfalls fein würfeln.

In einem großen Topf das Olivenöl erhitzen. Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Chili zugeben und bei mittlerer Hitze einige Minuten lang andünsten. Dann den Kürbis zugeben und einige Minuten mitbraten. Nach Belieben mit einem kräftigen Schuss Weißwein ablöschen. Dann soviel Gemüsebrühe zugießen, dass die Kürbiswürfel bedeckt sind (Achtung, dafür braucht es je nach Kürbismenge weniger als einen Liter Brühe. Nicht zu viel zugießen, damit die Suppe später nicht zu dünnflüssig wird!). Den Kürbis in der Brühe zugedeckt weich kochen lassen (dauert ca. 20 Minuten).

Wenn der Kürbis schön weich ist, die Suppe pürieren. Die Orange auspressen und den Orangensaft zugeben, Suppe mit dem Pürierstab noch einmal aufschäumen. Crème fraîche zugeben und unterrühren. Konsistenz der Suppe prüfen, wenn sie etwas dünnflüssiger sein soll, noch ein wenig Gemüsebrühe zugeben. Dann die Suppe mit Salz, Cayennepfeffer, Kurkuma und Curry leicht scharf abschmecken.

Sofort heiß servieren, evtl. garniert mit einigen Tropfen Kürbiskernöl und gehackter Petersilie.

Quelle
eigenes Rezept

Donnerstag, 17. Februar 2011

Feines orientalisches Essen: Zucchini mit Chermoula und Taboulé

Ja ja ich weiß, Zucchini und Tomaten haben nun nicht gerade Saison. Aber als es vor zwei Wochen hier schon mal so frühlingshaft warm war, alle Welt mit Eis in der Hand in der Sonne herumschlenderte und ich die Nase voll von Wintergemüse hatte, hab ich dann eben doch mal zähneknirschend zwei Zucchini und zwei Tomaten erstanden. Und damit gab es dann dieses Gericht: Zucchini, lecker mariniert in einer herrlich würzigen Sauce - mit meinem Lieblingsgewürz Ras-el-hanout, dass ich sowieso an so ziemlich allem essen könnte (ich knete manchmal sogar ne Messerspitze davon in meinen Kuchenteig - ungewöhnlich, aber lecker!). Dazu Taboulé, schon länger ein Standard bei mir, hier aber zum ersten Mal mit Bulgur statt Couscous gemacht - auch wenn ich die Couscous-Variante glaub ich etwas lieber mag.


Das hier ist sozusagen mein Taboulé-Grundrezept. Ich erweitere es auch gern noch mit Salatgurkenwürfeln und/oder Kichererbsen und/oder zerkrümeltem Feta. Da ich dieses Gericht allein gegessen hab, war es jedoch auch ohne meine Extra-Zutaten mehr als ausreichend. Und auch beim Gemüse kann man variieren: Statt Zucchini kann man auch Kartoffeln (die müssen allerdings etwas vorgekocht werden), Fenchel oder Paprika - oder eine Mischung aus allem - verwenden. Ein super-leckeres orientalisches Essen, das schon mal Lust auf den Sommer macht - und mit richtig reifem Sommergemüse sicher noch genialer schmeckt!

Rezepte
für drei bis vier Personen

Zucchini mit Chermoula

1 Bund Petersilie
1 Bund Koriander (bei mir durch je 1/2 Bund Petersilie und Minze ersetzt)
1 rote oder weiße Zwiebel
4 Knoblauchzehen
1 EL edelsüßes Paprikapulver
1 TL rosenscharfes Paprikapulver
1/2 EL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL gemahlener Pfeffer
1 TL Ras-el-hanout
Salz
2 EL Zitronensaft
4 EL Olivenöl
600g Zucchini

Kräuter waschen, trocken schütteln und fein hacken. Zwiebel und Knoblauch schälen und in sehr feine Würfel schneiden. Kräuter, Zwiebeln und Knoblauch mit allen Gewürzen, Zitronensaft und Olivenöl gründlich zur Chermoula-Sauce verrühren.

Zucchini waschen und die Enden abschneiden. Zucchini der Länge nach in etwa 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Zucchini mit der Sauce mischen und etwa 30 Minuten lang ziehen lassen.

Backofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen. Zucchini leicht überlappend auf das Backblech oder in eine feuerfeste Form legen. Im Ofen (Mitte) etwa 40 Minuten backen, bis sie bissfest sind. Heiß oder abgekühlt essen.


Taboulé

200g Bulgur (oder Couscous)
2-3 Bund Petersilie
1/2 Bund Minze
3 Tomaten
4 Frühlingszwiebeln
1 grüne Chilischote (kann man auch weglassen)
5 EL Zitronensaft
5 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer aus der Mühle

Bulgur oder Couscous nach Packungsanweisung zubereiten (Couscous muss in der Regel nur in lauwarmem Wasser eingeweicht, Bulgur manchmal gekocht werden). In der Zwischenzeit die Kräuter waschen, trocken schütteln und fein hacken. Die Tomaten waschen und halbieren. Stielansätze herausschneiden, Kerne herauskratzen und die Tomaten fein würfeln.

Von den Frühlingszwiebeln die Wurzelbüschel abschneiden. Zwiebeln waschen und in sehr feine Ringe schneiden. Chili waschen und längs aufschneiden. Kerne und Stiel entfernen und Chili sehr fein hacken.

Bulgur oder Couscous ggf. in einem Sieb abtropfen lassen. Zitronensaft mit Öl, Salz und Pfeffer gründlich verrühren und unter die Körner mischen. Gemüse, Chili und Kräuter dazu geben und alles gut vermischen. Ggf. noch mal abschmecken.

Quelle
Cornelia Schinharl, Sebastian Dickhaut: Oriental Basics

Mittwoch, 16. Februar 2011

Ein Award für mich :-)

Schon seit einigen Wochen kursiert ja in der der Foodblogger-Welt der ein oder andere Award, und diese Woche hat auch Sugar and Spice einen bekommen und das - Trommelwirbel - sogar zweimal innerhalb weniger Tage :-)

Dieser hier ist es:


Die Überbringer waren Alex aka Chef Hansen sowie Elisabeth von Homemade Deliciousness. Bei Elisabeth lese ich schon länger mit - ihre Gerichte und vor allem ihre Kuchen wandern häufig ganz schnell auf die Spitzenplätze meiner Nachmachliste. Einiges davon findet sich auch schon hier im Blog. Alex' Blog kenne ich erst seit Kurzem, er hat mir aber schon die ultimativen Rosmarinkartoffeln beschert :-) Beide Blogs bewundere ich wegen ihrer ausgefeilten, kreativen Rezepte und der tollen Fotos, die einem sofort Lust aufs Nachkochen machen. Da kann sich mein kleiner Blog noch ein Scheibchen abschneiden - umso mehr freue ich mich aber über die Aufmerksamkeit und den Award, vielen Dank dafür!

Doch für nen Award muss man auch was tun - in diesem Fall sehen es die Spielregeln vor, dass man sieben (hoffentlich) interessante Details über sich veröffentlicht. Also auf geht's:

1. Ich bin wahrscheinlich der unmusikalischste Mensch, den ihr euch vorstellen könnt. Ich kann nicht singen und habe keinerlei Rhythmusgefühl. Trotzdessen singe ich wirklich gern(!), vor allem beim Autofahren und auch, wenn ich nicht allein im Auto bin.

2. Wenn ich nicht grad singe, dann fluche ich beim Autofahren vor mich hin, und sauer werde ich, wenn mein Mitfahrer auf dem Beifahrersitz einschläft und ich kein Nickerchen machen kann, sondern mich konzentrieren muss. Also sagen wir es so, Autofahrten mit mir sind zumindest nicht langweilig ;o)

3. Selbst Sport zu machen interessiert mich nicht besonders. Höchstens als Gewissensberuhigung, um danach Unmengen von Süßkram zu essen. Umgekehrt proportional dazu verhält sich mein Interesse an Sport im Fernsehen. Das ist auch der einzige Grund, warum ich den Winter mag: Dann kann ich mir am Wochenende den ganzen Tag über die volle Dröhnung Wintersport geben...

4. Mein großer Traum ist es, in Paris zu leben. Ich war schon mal für ein Auslandssemester da und auch wenn ich nichts von dem üblichen Auslandssemester-Quark à la "Es war die beste Zeit meines Lebens" halte, kann ich doch nur sagen, dass ich dadurch meine Traumstadt gefunden habe :-)

5. Beim Kochen (und auch bei vielen anderen Dingen) bin ich stur und kann es nicht leiden, wenn mir jemand anderes was beibringen will. Als ich kochen gelernt hab, hab ich mich daher auch zuhause bei meinen Eltern mit Kochbüchern in der Küche eingeschlossen und rumprobiert, bis was Essbares bei raus kam.

6. Ich bin nicht besonders gut im Multitasking, vor allem nicht in der Küche. Wenn auf mehr als zwei Herdplatten gleichzeitig was gemacht werden muss, überfordert mich das. Auch ein Grund, warum ich so gut wie nie diese klassischen Fleisch-Gemüse-Beilage-Sauce-Kombis mache.

7. Mein absolutes Lieblingsessen ist so unfotogen, dass ich es deshalb bisher noch nicht bloggen konnte. Es handelt sich um Saure Eier, d.h. pochierte Eier in einer Sauce aus Zwiebeln, Speck, braunem Mehl und Fleischbrühe, die mit Senf, Essig und Zucker süß-sauer abgeschmeckt wird. Dazu gibt's Kartoffeln. Schmecht klasse, sieht aber aus wie braune Pampe ;o)

Damit ist Regel Nr. 1 des Awards erfüllt. Regel Nr. 2 macht es mir deutlich schwerer, denn dafür soll der Award an 15(!) Blogs weitergegeben werden, die man erst kürzlich(!) entdeckt hat. Da mittlerweile aber so ziemlich alle Blogs, die ich lese, sowohl die kürzlich entdeckten, als auch die anderen, den Award schon haben, hab ich mich entschieden, ihn erst mal nicht weiterzugeben. Bei dieser hohen Zahl an Weiterreichungen stößt eben alles mal an seine Grenzen ;o) Na ja, ich hoffe, der Beitrag war einigermaßen interessant für euch, und für das Nicht-Weitergeben von Awards drohen einem nicht so schwerwiegende Konsequenzen, wie das früher immer bei nicht weitergeleiteten Ketten-Mails der Fall war ;o)

Sonntag, 13. Februar 2011

Mein liebster Wintersalat

Salat im Winter ist ein schwieriges Thema bei mir. Schon im Sommer bin ich kein allzu großer Fan von Blattsalaten, im Winter habe ich jedoch meist das Gefühl, dass ich nicht satt werde und durch das kalte Essen obendrei sofort anfange zu frösteln. Salat als Hauptmahlzeit geht also nur, wenn er mit sättigenden Komponenten kombiniert wird, die idealerweise warm sind. Vor Kurzem habe ich dann aber in einem meiner Lieblingsrestaurants zur Vorspeise ein unheimlich leckeres Rote-Bete-Carpaccio mit Feldsalat und karamellisiertem Ziegenkäse gegessen, das mich total begeistert hat. Als dann mal wieder einige schon vorgegarte Rote Bete von einem anderen Gericht übrig waren, hab ich mich ans Werk gemacht und meine eigene Version zusammengebastelt.


Die Roten Bete bekommen auch bei mir Gesellschaft vom Feldsalat, dazu gesellen sich dann noch im Ofen gebackener Feta, karamellisierte Pinienkerne und ein fruchtig-süßliches Dressing mit Dattelessig. Den Geschmack des Dattelessigs mag ich zu Roter Bete ganz besonders gern, man kann aber auch einen anderen Fruchtessig oder einfach dunklen Balsamico nehmen, und wenn das Dressing dann nicht süßlich genug ist, noch etwas Honig dazu geben. Die Kombination Rote Bete + Feta + Pinienkerne gehört jedenfalls zur Zeit zu meinen absoluten Favoriten und so geb ich im Winter auch dem Salat gern mal eine Chance! Das Gericht macht meiner Meinung nach auch als Vorspeise für Gäste wirklich was her.

Vielleicht interessiert ihr euch ja auch für meinen Rote-Bete-Salat mit karamellisierten Schalotten, Datteln und Feta?

Rezept
für eine Person zum Sattessen

4 kleinere Rote Bete, vorgegart und vakuumverpackt
1 Handvoll Feldsalat
150g Feta
60g Pinienkerne
1-2 EL Zucker
3 EL Dattelessig
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer aus der Mühle

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Den Feta grob zerkrümeln und in eine Auflaufform geben. Im Ofen backen, bis der Feta weich und leicht gebräunt ist (dabei kann, wenn vorhanden, auch die Grillfunktion des Backofens genutzt werden).

In der Zwischenzeit den Feldsalat gründlich waschen und verlesen. Rote Bete in möglichst dünne Scheiben schneiden. Pinienkerne in eine beschichtete Pfanne geben und ohne Fett anrösten. Wenn sie beginnen zu bräunen, Zucker darüber streuen und karamellisieren lassen. Dabei aufpassen, dass sie nicht zu dunkel werden! Dattelessig mit Oliveöl zu einem cremigen Dressing verrühren, mit Salz und Pfeffer aus der Mühle würzen.

Rote Bete-Scheiben nach Art eines Carpaccios auf dem Teller verteilen. Feldsalat darüber streuen und alles mit dem Dressing beträufeln. Pinienkerne und Feta darauf geben und am besten sofort noch lauwarm servieren.

Quelle
eigenes Rezept

Freitag, 11. Februar 2011

Achtung, Suchtgefahr: Indische Knabbernüsse

Eigentlich wollte ich euch ja heute einen wahnsinnig gesunden Salat präsentieren. Aber dann ist doch noch mal was dazwischen gekommen - und zwar der beste Knabberkram, den ich je gegessen hab, und noch dazu selbstgemacht! :) Ursprünglich wollte ich am letzten Wochenende Stephs geröstete Kichererbsen nachmachen, an die Sylvia mich vor Kurzem dankenswerterweise wieder erinnert hat. Dann waren aber ausgerechnet an dem Tag nirgendwo getrocknete Kichererbsen zu bekommen, obwohl ich die sonst problemlos selbst im kleinen Supermarkt um die Ecke kriege. Dafür brachte mir der Postbote am selben Tag endlich Nickis neues Kochbuch. Darin lachte mich dann der indische Kernemix an und entschädigte dafür, dass die Kichererbsen-Knabberei leider erst mal verschoben werden musste.


Also gleich los, Nüsse kaufen, und nur wenig später duftete es in meiner ganzen Wohnung himmlisch nach Gewürzen und frisch gerösteten Nüssen :) Eigentlich esse ich Nüsse nicht mal sooo besonders gern und hab andere Knabbereien deutlich lieber, weswegen mein ursprünglicher Plan auch war, die Nüsse zu verschenken. Aber einmal probiert, konnte ich kaum noch meine Finger davon lassen und es fiel mir sehr schwer, für den Beschenkten noch eine präsentable Menge abzuzweigen. Die Nüsse haben ein unheimliches Suchtpotential und werden wohl in nächster Zeit bei mir zu einem Standard werden - kaum war die erste Ladung alle, musste jedenfalls gleich die nächste her ;o) Also: NACHMACHEN, NACHMACHEN, NACHMACHEN!!!

Eine kleine Änderung musste ich vornehmen: Da ich, wie im Originalrezept eigentlich vorgesehen, keine ungerösteten und ungesalzenen Kürbiskerne bekommen hab, hab ich sie durch Cashews ersetzt. Die waren auch super-lecker, brauchen im Ofen aber etwas länger als Sonnenblumen- oder Kürbiskerne.

Rezept
für 200g (viiieeel zu wenig, unbedingt mehr machen! ;o))

2 EL Roh-Rohrzucker (z.B. Muscovado)
1 TL Garam Masala
1 TL Currypulver
1/2 TL Cayennepfeffer
1/2 TL feines Meersalz
1 Eiweiß (Größe L)
100g Kürbiskerne
100g Sonnenblumenkerne

Backofen auf 175 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen. Zucker, Gewürze und Salz vermischen. Eiweiß schaumig schlagen, Gewürzmischung unterrühren, bis sich der Zucker etwas aufgelöst hat. Die Kerne gleichmäßig unterziehen, bis sie vollständig überzogen sind.

Mix auf dem Blech verteilen und im Ofen (Mitte) in etwa 15 Minuten (dauerte bei mir eher 20-25 Minuten) knusprig rösten, dabei ab und zu durchmischen. Aus dem Ofen nehmen, vom Papier lösen und auskühlen lassen. In einem luftdicht verschlossenen Behälter aufbewahren.

Quelle
Nicole Stich: Geschenkideen aus der Küche

Sonntag, 6. Februar 2011

Sonntagsfreude: Zitronen-Mohn-Kuchen

Habe ich euch schon erzählt, wie leicht ich zu beeinflussen bin, wenn es ums Kochen und Backen geht? Da kann ich mir noch so genau ein paar Tage im Voraus Gedanken machen, was es so zu essen geben soll... Kaum seh ich in einem Blog ein tolles Gericht, kaum fällt mir "zufällig" mal wieder eins meiner Kochbücher mit einem besonders spannend klingenden Rezept in die Hände, schon werden die Pläne häufig ganz schnell wieder über den Haufen geworfen. Und was passiert erst, wenn ich eine bestimmte Zutat plötzlich sprichwörtlich ÜBERALL sehe? Na, ihr könnt es euch denken... Man kann gar nicht so schnell gucken, wie ich dann plötzlich in der Küche bin ;o)


Und genau so ging es mir letzte Woche mit Mohn. Quasi überall in der Foodbloggerwelt war plötzlich leckeres Gebäck mit Mohn zu bewundern (hier und hier und hier und hier zum Beispiel). Und so war klar, dass auch ich jetzt in die Spur gehen und SOFORT einen Mohnkuchen backen muss. Entschieden hab ich mich dann für das Rezept von Elisabeth, da auch ich die Kombination von Zitrone und Mohn klassisch und genial finde und das Rezept zudem die Gelegenheit bot, endlich mal meine Kastenform einzuweihen ;o) Der Kuchen ist total schnell und unkompliziert gemacht, wurde bei uns mal eben schnell nach dem Mittagessen zusammengerührt und zum Kaffee gab es dann frischgebackenen, noch warmen Kuchen... So sollte es wirklich immer sein :)


Der Kuchen hat einen sehr feinen Mohngeschmack, die Zitrone schmeckt man meiner Meinung nach (außer im Guss) nicht sehr raus, sie sorgt aber dafür, dass der Kuchen schön saftig ist. Auch nach drei Tagen (ja ja, bis zwei Personen einen Rührkuchen verdrückt haben, dauert das eben) war er noch kein bisschen trocken. Beim Guss hab ich mich leider aus Faulheit nicht an das Rezept von Elisabeth gehalten, sondern einfach nur schnell einen Guss aus Puderzucker und Zitronensaft zusammengerührt. Ihr Guss und die Deko mit den Sirup-Zitronenstreifen sehen aber viel besser aus und sind bestimmt auch leckerer, deswegen schreibe ich hier das Rezept dafür auf.

Ach ja, ich finde, in der letzten Zeit wimmelt es überall nur so von Rezepten für Brioche und hausgemachte Nutella - was das jetzt heißt, könnt ihr euch ja denken ;o)

Rezept
für eine Kastenform (30 cm Länge)

Teig
4 Eier
250g Zucker
200g Butter, zerlassen
200 ml Buttermilch
300g Mehl (405er)
1 Päckchen Backpulver
abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
3 EL Zitronensaft
2 gehäufte EL Vanillezucker
4 EL gemahlener Mohn
1 Prise Salz

Glasur und Deko
150g Puderzucker
3 EL Zitronensaft
Schale einer Zitrone
50 ml Wasser
50g Zucker

Zuerst für die Deko eine Bio-Zitrone mit dem Sparschäler schälen und die Schalenstücke (es sollte nichts Weißes dran sein!) in ganz schmale Streifchen schneiden. In einem kleinen Topf die Zitronenschale, das Wasser und die 50 g Zucker zum Kochen bringen und ein paar Minuten lang kochen lassen. Dann vom Herd nehmen und auskühlen lassen.

Den Ofen auf 190 Grad vorheizen. Mehl mit Backpulver, Mohn, Vanillezucker und Salz gut mischen. Die Kastenform einfetten und mit Mehl oder Semmelbröseln ausstreuen. Eier und Zucker mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe drei Minuten lang schaumig rühren. Buttermilch und zerlassene Butter untermischen, Zitronenschale und Zitronensaft dazugeben und nach und nach das Mehlgemisch unterheben. In die vorbereitetet Form füllen und im vorgeheizten Ofen ca. 45 Minuten lang backen, unbedingt die Stäbchenprobe machen und wenn nötig noch etwas länger backen.

Ist der Kuchen fertig gebacken, in der Form auskühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen. Die Zitronenschalenstreifen abseihen (den Sirup auffangen!). Den Puderzucker mit dem Zitronensaft vermischen. Teelöffelweise den Zitronensirup zugeben bis die Glasur glatt und sehr dickflüssig ist. Den Kuchen mit der Zuckerglasur und den Zitronenschalenstreifchen dekorieren und trocknen lassen.

Quelle
Homemade Deliciousness

Freitag, 4. Februar 2011

Hähnchenkeulen mit Gewürzbutter-Kruste

Heute möchte ich euch mein liebstes Rezept für knusprig-würzige Hähnchenkeulen aus dem Ofen vorstellen. Eine ganze Weile hab ich rumprobiert, mal dies, mal jenes versucht, bis ich zu "meinem" perfekten Rezept gekommen bin. Der Ausgangspunkt meiner Versuche war ein Rezept für orientalische Hähnchenkeulen auf Ofenkartoffeln von Alfons Schuhbeck (erschienen im Buch Meine Küche der Gewürze), dass ich bei meiner Mutter aufgeschnappt habe. Insgesamt 15 verschiedene Gewürze finden in dem Rezept Verwendung. Ich hab es zunächst mal getreu nach Rezept nachgekocht - das mache ich häufig so, wenn ich ein neues Rezept ausprobiere, da ich zunächst mal sehen will, wohin es damit geschmacklich gehen soll, bevor ich es nach meinen Vorlieben abwandle. Ich koche wirklich gern mit vielen Gewürzen, aber hier waren es mir dann doch etwas zu viele, ich vermisste sowas wie eine "klare Linie" ;o)


Seitdem hab ich die Hähnchenkeulen mehrmals gekocht und mich dabei immer weiter vom Originalrezept entfernt, bis ich bei "meiner" perfekten Gewürzbutter für die Hähnchen angekommen war. Nur noch vier Gewürze kommen jetzt bei mir vor (okay, zwei davon sind Gewürzmischungen) - Kurkuma, Cayennepfeffer, Curry und Garam Masala. Die Umsetzung des Rezepts ist kinderleicht: Die Hähnchenkeulen werden zunächst nur mit Salz und Pfeffer gewürzt und eine halbe Stunde im Ofen gegart. Derweile bereitet man die Gewürzbutter zu, mit der die Hähnchenteile nach einer halben Stunde übergossen werden. Anschließend garen sie noch mal eine halbe Stunde, bis sie herrlich knusprig sind.

Von dem Ergebnis sind wir jedes mal wieder aufs Neue begeistert. Eine wunderbar knusprige Haut, schön würzig, das Fleisch ganz weich und saftig. Und das alles auf so entspannte Weise :) Solche Gerichte, die sich im Ofen fast von alleine machen, liebe ich ja besonders - so bleibt genug Zeit, um die Beilagen vorzubereiten und vielleicht auch noch in der Küche für Ordnung zu sorgen. Perfekt :)

Als Beilage empfiehlt Schuhbeck übrigens Kartoffelwürfel, die mit den Hähnchenkeulen zusammen im Ofen gegart werden. Das habe ich einmal ausprobiert, es hat mir aber nicht so gut gefallen, weil sich die Kartoffelwürfel mit der Gewürzbutter vollsaugen und mir dann einfach zu fettig waren. Seitdem haben wir verschiedene Beilagen dazu probiert, wie hier etwa Reis (mit etwas Kurkuma gewürzt) und einen frischen Dip aus Crème fraîche, Buttermilch, Limettenschale und -saft sowie Currypulver. Statt diesem Dip stelle ich mir auch ein Mango-Chutney sehr lecker vor. Und der absolute Knaller als Beilage ist der Mango-Mozzarella-Salat, meiner Meinung nach die perfekte Kombination :)

Rezept
für zwei hungrige Personen

8 Hähnchenunterkeulen
1-2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer aus der Mühle
80g Butterschmalz
1 EL Kurkuma
1 EL Currypulver
1 TL Cayennepfeffer
1 TL Garam Masala

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Hähnchenkeulen waschen und trocken tupfen. Ein Backblech oder eine große Auflaufform mit dem Olivenöl einfetten. Die Hähnchenkeulen mit Salz und Pfeffer würzen und auf das Blech oder in die Auflaufform geben. Für ca. 30 Minuten in den Ofen schieben.

Währenddessen das Butterschmalz in einem Topf zerlassen. Den Topf von der Herdplatte nehmen und die Gewürze zugeben - dabei vielleicht erst etwas weniger nehmen und die Gewürzbutter nach und nach dem eigenen Geschmack entsprechend abschmecken. Die Hähnchen aus dem Ofen nehmen, mit der Gewürzbutter begießen und für weitere 30 Minuten in den Ofen schieben. In dieser Zeit noch zweimal mit der Gewürzbutter, die sich auf dem Blech bzw. in der Form sammelt, beschöpfen.

Quelle
eigenes Rezept, grob inspiriert von Alfons Schuhbeck

Mittwoch, 2. Februar 2011

Kartoffel-Zwiebel-Flammkuchen mit Ziegenkäse

Von meiner Vorliebe für Flammkuchen hab ich ja hier schon mal erzählt. Trotz unserer Begeisterung für den ersten selbstgebacknen, knusprig-würzigen Flammkuchen ist dann aber doch wieder einige Zeit ins Land gegangen, bis ich mal für Nachschub gesorgt habe. Aber letzte Woche war es soweit - hier lagerten noch einige Kartoffeln und rote Zwiebeln sowie Crème fraîche und Ziegenfrischkäse, die demnächst mal verbraucht werden sollten. Warum also das ganze nicht auf einen Flammkuchen packen? Die Inspiration dafür war die Kartoffelpizza mit Brie und Thymian von Steph - und wie das immer so ist, wurde mein Rezept genau so, nur ganz anders ;o)


Der Flammkuchen hat wirklich ganz umwerfend geschmeckt! Wie beim letzten Mal war der Teig herrlich dünn und knusprig und die Kombination aus roten Zwiebeln, Ziegenfrischkäse und Thymian ist geschmacklich einfach genial :) Nur bei den Kartoffelscheiben schieden sich hier die Geister - während ich das eigentlich ganz lecker fand, waren sie meinem Freund nicht würzig genug - mit anderen Worten, er wünschte sich ein bisschen Speck dazu. ;o) Das muss für mich aber nicht sein, ich finde es schön, auch mal einen vegetarischen Flammkuchen zu essen, und wenn man die Kartoffeln wirklich kräftig mit Pfeffer und Salz würzt, schmeckt es echt lecker!


Einzig der Teig machte hier ein paar Zicken, weil er extrem klebrig war und sich nicht ausrollen, sondern nur unter Zuhilfenahme von reichlich Mehl auf das Blech "patschen" ließ - dazu brauchte es bei uns zwei Leute, einen, der den Teig weiter ausdehnt und einen, der den bereits ausgedehnten Teig festhält und dafür sorgt, dass er sich nicht derweile wieder zusammen zieht ;o) Deswegen kann ich den Belag uneingeschränkt, den Teig aber nur eingeschränkt empfehlen. Vielleicht haltet ihr euch beim Teig daher lieber an ein erprobtes und für gut befundenes Rezept wie zum Beispiel das, was man bei Steph bzw. Nicki findet.

Rezept
für zwei sehr hungrige Personen oder vier mit wenig Hunger

Teig
10g frische Hefe
250g Mehl
1/4 TL Zucker
1 kräftige Prise Salz

Belag
3 große Kartoffeln
1 große rote Zwiebel
150g Crème fraîche
150g Ziegenfrischkäse
1 EL Öl
1 TL Mehl
Salz, Pfeffer aus der Mühle
einige Zweige Thymian
etwas Olivenöl für das Blech

Für den Teig die Hefe zerkrümeln und in einer großen Schüssel mit 175 ml lauwarmem Wasser verrühren. Einen TL Mehl und den Zucker dazu geben und das Ganze gut eine Stunde zugedeckt stehen lassen.

Dann übriges Mehl und Salz zum Hefewasser schütten und alles zu einem glatten Teig verkneten. Eine Stunde gehen lassen.

Den Backofen auf 230 Grad (Umluft 210 Grad) vorheizen. Für den Belag die Kartoffeln schälen und in sehr dünne Scheiben hobeln oder schneiden. Die Zwiebel schälen, halbieren und in sehr feine Ringe schneiden. Die Crème fraîche mit 50g Ziegenfrischkäse, dem Öl und dem Mehl verrühren und kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Thymian waschen, trocken schütteln und die Blättchen von den Zweigen streifen.

Ein Backblech mit Olivenöl einfetten. Teig noch mal durchkneten und auf dem Blech mit Hilfe von Mehl ausrollen bzw. breit drücken. Mit der Crème fraîche-Ziegenkäse-Mischung bestreichen. Die Kartoffelscheiben überlappend darauf legen, Zwiebelringe darüber streuen. Übrigen Ziegenfrischkäse als Kleckse dazwischen setzen. Flammkuchen mit Thymianblättchen bestreuen und mit Salz und Peffer aus der Mühle würzen. Im Ofen ca. 20 Minuten lang backen, bis er knusprig ist. In Stücke schneiden und sofort servieren.

Quelle
eigene Kombination, Teig nach Cornelia Schinharl, Sebastian Dickhaut: French Basics, Idee für den Belag vom Kleinen Kuriositätenladen