Mittwoch, 30. März 2011

Nachgebacken: Double Chocolate Cheesecake Muffins

Bei einem Umzug sind motivierte Umzugshelfer natürlich das A und O - und wie motiviert man die meisten Menschen am besten? Ganz klar, mit leckerem Essen natürlich :-) Als "Bestechung" für schnelles Kistenschleppen hab ich diese hübschen Muffins gebacken, und ganz ehrlich, sie kamen so gut an, dass sie fast komplett aufgefuttert waren, bevor auch nur eine Kiste ihren Weg in den Umzugstransporter gefunden hatte ;o)


Die Kombination aus Schoko- und Käsekuchen ist aber auch zu genial! Beide Kuchensorten sind nämlich schon für sich genommen meine absoluten Favoriten, zusammen schmeckt beides dann (wie nicht anders zu erwarten war) einfach nur grandios :-) Und ein Blickfang sind die kleinen zweifarbigen Teile natürlich auch, ganz klar. Das Rezept hab ich bei Steph gesehen und fast unverändert übernommen. Einzig die Maisstärke hab ich durch Kartoffelstärke ersetzt, weil ich die eben noch vorrätig hatte. Die wird es ganz sicher wieder geben, das nächste Mal dann (hoffentlich) ohne Umzug...! ;o)

Schoko- und Käsekuchen zusammen ist euch zuviel? (Warum auch immer ;o)) Hier die Klassiker:
Chocolate Muffins
Käsekuchen



Rezept
für 12 Stück

100g dunkle Schokolade (70 Prozent)
30g Butter
200g Mehl
100g Zucker
Mark einer Vanilleschote
1 TL Backpulver
1/4 TL Natron
2 EL Kakao
2 Eier
200g Milch
50g Schokotropfen

Käsecreme
250g Schicht- oder Frischkäse
1 Ei
30g Zucker
20g Maisstärke (ersatzweise Kartoffelstärke)
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
1 TL Vanilleextrakt

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Schokolade grob hacken und mit der Butter im Wasserbad schmelzen, dabei mehrfach umrühren. Beiseite stellen. Mehl, Zucker, Kakaopulver, Vanillemark, Backpulver und Natron trocken miteinander vermischen, geschmolzene Schokolade und Schokotropfen unterrühren.

Eier und Milch miteinander vermischen. Alle Zutaten für die Käsecreme miteinander verrühren. Die trockenen Zutaten zu der Eiermilch geben und nur kurz miteinander verrühren. Den Teig auf die Muffinförmchen verteilen und jeweils einen guten EL der Käsecreme darüber geben. Muffins ca. 20 Minuten backen, etwas in der Form auskühlen und anschließend auf einem Kuchenrost komplett abkühlen lassen.

Quelle
Kleiner Kuriositätenladen

Montag, 28. März 2011

Tomaten-Oliven-Risotto

Juhu, endlich wieder bloggen! Nach einer anstrengenden Umzugswoche hab ich jetzt in der neuen Wohnung ein Plätzchen für mein Notebook und meine Kochbücher gefunden und kann mich endlich wieder hier zu Wort melden :-) Das heutige Rezept kommt allerdings noch aus meiner alten Küche und war die letzte Resteverwertung am Tag vor dem Umzug. Wenn noch ein Restchen Risottoreis, eine Ecke Parmesan und ein Schluck Weißwein da sind, ist der Fall ja klar ;o) Dazu gesellten sich dann hier noch eine Dose Tomaten sowie komische kleine Antipasti-Restchen in Form von getrockneten Tomaten und Oliven. Nichts wahnsinnig Spektakuläres (und ohne Tageslicht vor allem nicht besonders schön zu fotografieren), aber weil's sehr lecker war, verdient es unbedingt einen Blog-Post!


Morgen wird voraussichtlich die Küche in der neuen Wohnung zum ersten Mal ausgiebiger eingeweiht und einige Geschenke aus der Küche sind hier diese Woche auch noch in Planung - ich freu mich schon darauf, mich in meinem neuen (größeren!) Koch-Reich einzuleben und hier darüber zu berichten :-)

Rezept
für eine (hungrige) Person

2 EL Olivenöl
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
100g Risottoreis
ein guter Schuss Weißwein (nach Belieben)
1 Dose Tomaten (400g)
1 Liter Gemüsebrühe
4 getrocknete Tomaten
10 schwarze Oliven
1 EL Butter
50g Parmesan
Salz, Pfeffer aus der Mühle
10 Blätter Basilikum

Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Getrocknete Tomaten und Oliven ebenfalls fein hacken. Basilikumblättchen waschen, trocken schütteln und in feine Scheiben schneiden. Parmesan reiben.

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch zugeben und bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Reis zugeben und kurz mit andünsten. Mit einem Schuss Weißwein ablöschen und den Inhalt der Dose Tomaten zugeben. Einköcheln lassen, dann nach und nach mit Brühe auffüllen und unter Rühren köcheln lassen, bis der Reis die richtige Konsistenz hat, d.h. schlonzig ist, aber noch einen leichten Biss hat. Dazu braucht es wahrscheinlich nicht den gesamten Liter Brühe, aber besser zu viel als zu wenig bereit halten ;o)

Dann die getrockneten Tomaten und Oliven zugeben und kurz mitdünsten. Butter und Parmesan zugeben, unterrühren und schmelzen lassen. Mit Salz und Pfeffer aus der Mühle abschmecken. Zum Schluss den Basilikum untermischen und ggf. mit mehr Basilikumblättern garniert servieren.

Quelle
eigenes Rezept

Freitag, 18. März 2011

Spicy Popcorn

Ob Chips oder Schoki, völlig egal - normalerweise mag ich sowohl herzhaften als auch süßen Knabberkram ;o) Bei Popcorn hingegen war ich bisher immer eindeutig der süße Typ. Die paar Male, die ich salziges Popcorn probiert habe, war ich einigermaßen entsetzt - wie kann man nur...?! Häufig ist gekauftes Popcorn auch viel zu salzig, und nur Salz als Gewürz ist im Vergleich zur Chips-Vielfalt auch irgendwie langweilig. Doch als ich das Rezept für das Spicy Popcorn in Nickys neuem Buch gesehen habe, war ich doch neugierig. Auf die Idee, dass herzhaftes Popcorn auch anders als nur mit Salz gewürzt sein könnte, war ich ehrlich gesagt noch nie gekommen. Und auch Popcorn selbst zu machen war bei mir Premiere.


Die Gewürzmischung, die Nicky in ihrem Buch vorschlägt, gefiel mir schon ziemlich gut, in die indische Richtung sollte der Geschmack meines Popcorns auf jeden Fall auch gehen. Da ich aber nicht alle im Buch erwähnten Gewürze vorrätig hatte und vor meinem Umzug auch keine mehr kaufen wollte, hab ich mir meine eigene Gewürzmischung aus Curry, Cayennepfeffer, Kreuzkümmel und Garam Masala zusammengestellt. Da die Geschmäcker und das Schärfeempfinden ja unterschiedlich sind, sollte man erst mal mit kleineren Mengen an Gewürzen anfangen und das Popcorn dann nach Geschmack nachwürzen. Nach mehrmaligem Abschmecken fand ich den Geschmack meines Popcorns perfekt und hatte einen super leckeren, süchtig machenden Snack für den Fernsehabend :-)


Das Popcorn Experiment hat mir drei Erkenntnisse beschert: Erstens, Popcorn selbst zu machen ist eine Sache von wenigen Minuten und absolut idiotensicher. Zweitens, selbst gewürztes Popcorn schmeckt um Welten besser als gekauftes salziges Popcorn. Aber dennoch, drittens: So lecker es war, was Popcorn betrifft, bin und bleibe ich eher der süße Typ. Aber da ich jetzt weiß, wie einfach man selbst Popcorn machen kann, steht neuen Experimenten mit Karamell, Kakao, Kokos & Co. nun ja nichts mehr im Weg ;o) Noch ein Hinweis: Die im Rezept angegebenen 50g Popcorn-Mais sehen im Topf erst sehr unscheinbar aus und bedecken gerade mal den Topfboden. Nach dem Aufpoppen aller Körner war mein 5-Liter-Topf jedoch randvoll. Wer für den nächsten DVD-Abend ne größere Menge Popcorn machen möchte, sollte also unbedingt einen größeren Topf oder zwei Töpfe nehmen.

Zum Abschluss noch zwei Worte in eigener Sache: Charlotte hat mir vor einigen Tagen einen Blog-Award verliehen, und zwar diesen hier:


Darüber habe ich mich sehr gefreut, vor allem da das Award-Bild mit dem Wahrzeichen meiner Lieblingsstadt daher kommt ;o) Vielen Dank Charlotte! Nun haben ja in der letzten Zeit schon so einige Blog-Awards die Runde gemacht und sehr viele Blogger sind schon ausgezeichnet worden - deswegen hoffe ich, es nimmt mir keiner krumm, wenn ich die Reihe daher hier unterbreche und den Award erst mal nicht weitergebe. Aber wie gesagt, gefreut hab ich mich über die Auszeichnung sehr!

Außerdem wird es hier in den nächsten Tagen etwas turbulenter zugehen - ein Umzug steht an! Daher wird es hier im Blog in der nächsten Woche, vielleicht auch noch etwas länger, erst mal sehr ruhig werden. Ich hab aber noch einige Rezepte in petto, so dass ich wieder loslegen kann, sobald ich in der neuen Wohnung ein nettes Plätzchen für mein Notebook gefunden habe. Und bald gibt es dann Rezepte aus der neuen Küche - ich freu mich schon :-)

Rezept
für 1,5 Liter Popcorn (4 Personen)

3-4 EL Butterschmalz oder Sonnenblumenöl
50g Popcorn-Mais
1 TL feines Meersalz
gemahlener Kreuzkümmel
Cayennepfeffer
Currypulver
Garam Masala

Schmalz oder Öl und feines Meersalz in einem großen Topf bei mittlerer bis starker Hitze erhitzen. Wenn das Fett richtig heiß ist (es soll aber nicht rauchen!), Maiskörner zugeben, Topf einmal durchschwenken und den Deckel auflegen. Sobald die ersten Körner beginnen, regelmäßig zu ploppen, Hitze um die Hälfte reduzieren und den Topf ab und zu leicht rütteln. Topf vom Herd nehmen, sobald das Ploppen verstummt.

In der Zwischenzeit in einer Schüssel je einen halben TL gemahlenen Kreuzkümmel, Cayennepfeffer und Garam Masala sowie einen TL Currypulver vermischen. Das fertige Popcorn in eine große Schüssel geben und sofort mit der Gewürzmischung vermengen. Anschließend nach eigenem Geschmack abschmecken und am besten gleich servieren oder aber luftdicht verpackt bis zum Servieren aufbewahren.

Quelle
abgewandelt nach Nicole Stich: Geschenkideen aus der Küche

Donnerstag, 17. März 2011

Rote-Bete-Taboulé mit Linsen und Feta

Heute gibt es ein richtiges Mädchen-Essen - ein rosafarbenes Taboulé ;o) Die Farbe kommt natürlich von der roten Bete, einmal alles kräftig durchgerührt und schon verfärben sich Bulgur, Feta & Co. in allerschönstes Rosa... Neben der durchaus hübschen Farbe mangelt es diesem Gericht jedoch auch an inneren Werten nicht. Oder anders gesagt: Es schmeckt richtig richtig klasse!!! Definitiv die leckerste Taboulé-Variante, die ich je gegessen habe - ich hätte mich reinlegen können :-) Neben der Kombi rote Bete und Feta, die inzwischen ja schon ein Klassiker ist, haben mir die Linsen daran besonders gut gefallen. Ich bin bisher noch nie auf die Idee gekommen, Linsen in einem Taboulé zu verwenden, aber das passt sehr gut und gibt einen schönen Biss.


Das Rezept habe ich mir bei Steph abgeschaut und an meine Vorrats-Situation angepasst. Da ich in wenigen Tagen umziehe, wollte hier noch so einiges verbraucht werden, und praktischerweise konnte ein großer Teil davon in dieses Taboulé wandern ;o) Dadurch war es bei mir etwas weniger Bulgur als im Originalrezept, dafür aber mehr Linsen - und zwar rote, da hiervon noch eine angerissene Packung da war. Der Sellerie wurde ersatzlos gestrichen (mag ich einfach nicht), die rote Zwiebel zur Hälfte durch Lauchzwiebeln ersetzt. Ich schreibe hier das Originalrezept von Steph auf und dazu meine Abwandlungen in Klammern. Das Gericht wird es definitiv bei mir jetzt häufiger geben, auch wenn keine Reste zu verbrauchen sind :-)

Lust auf mehr Salate mit Roter Bete?
Rote-Bete-Carpaccio mit gebackenem Feta und karamellisierten Pinienkernen
Rote-Bete-Salat mit Datteln und Feta

Oder auf ein "klassisches" Taboulé?

Rezept
für drei bis vier Personen zum Sattessen

500g Rote Bete
200g Bulgur, mittlere Körnung (K: eher 150g)
1 EL Gemüsebrühpulver
1 TL Salz
100g Beluga- oder Berglinsen (K: ca. 150g rote Linsen)
4 Stangen Staudensellerie (K: weggelassen)
1 rote Zwiebel (K: 1/2 rote Zwiebel und 2 Lauchzwiebeln)
Petersilie (K: 2 Bund)
200g Feta

Dressing
2 confierte Knoblauchzehen
Saft einer Zitrone
100 ml Olivenöl
Salz, Pfeffer aus der Mühle

Rote Bete wie Pellkartoffeln kochen, bis sie gar sind - wie lange das dauert, hängt von ihrer Größe ab. Sobald sie gar sind, abkühlen lassen, Handschuhe anziehen! und schälen. In Würfel schneiden.

In der Zwischenzeit den Bulgur mit dem Gemüsebrühpulver in eine Schüssel geben und mit ca. 300 ml kochendem Wasser übergießen. Ca. 15 Minuten quellen lassen, bis er gar ist, zwischendurch mit einer Gabel immer mal wieder auflockern. Währenddessen die Linsen in kochendem Wasser ca. 15-30 Minuten (rote Linsen: 8-10 Minuten) bei niedriger Temperatur köcheln, bis sie gar, aber noch nicht zerfallen sind. Die Linsen in ein Sieb abgießen und gründlich mit kaltem Wasser abschrecken, damit der Garprozess unterbrochen ist und die Linsen nicht zerfallen.

Die Fäden im Staudensellerie entfernen (entweder mit einem Messer ziehen oder den Sellerie mit einem guten Sparschäler so dünn wie möglich schälen) und den Sellerie in Streifen schneiden, die rote Zwiebel schälen und würfeln, Petersilie grob hacken und alles miteinander vermischen.

Zitronensaft und Olivenöl in eine kleine Schüsel geben, die confierte Knoblauchzehe mit einer Gabel darin zerdrücken und mit Salz und Pfeffer würzen. Gut verrühren und über die Bulgur-Gemüsemischung geben. Mit den Rote Bete-Würfeln mischen und mit zerkrümeltem Feta bestreuen.

Quelle
leicht abgewandelt nach dem Kleinen Kuriositätenladen

Dienstag, 15. März 2011

Pasta Peperonata

Bevor es ans heutige Rezept geht, möchte ich mich noch mal bei allen bedanken, die mir in der letzten Zeit so viele Kommentare geschrieben und mir zur Abgabe meiner Magisterarbeit und dem Ende meines Studiums gratuliert haben! Ich war echt überwältigt davon, wie viele daran Anteil genommen haben und hab mich sehr darüber gefreut :-) Ich habe jetzt die ersten Tage, die ich nicht am Schreibtisch sitzen musste, sehr genossen - wie passend, dass sich dazu gleich noch die ersten Frühlingstage mit den ersten warmen Sonnenstrahlen gesellten ;o) Am Wochenende waren meine Eltern zu Besuch und jetzt habe ich noch zwei Tage lang mit meinem Freund Ausflüge und Spaziergänge unternommen und fühle mich schon einiermaßen erholt... Gekocht wurde in den letzten Tagen auch, vorzugsweise eher einfaches Comfort Food, mit dem man einige Leute unkompliziert glücklich machen kann. Dabei wurde jedoch entweder nicht fotografiert (wie bei der sehr leckeren, würzigen Pasta, die ich mir bei Uwe abgeschaut hab) oder die Rezepte sind schon hier im Blog (wie bei einem unserer Klassiker, dem Chili con Carne).


Darum heute erst einmal ein Rezept, das ich schon vor einigen Wochen gekocht habe und das schon so richtig Lust auf den Sommer macht. Die Pasta Peperonata hab ich bei Elisabeth gesehen und nun endlich nachgekocht. Sie ist sehr unkompliziert zuzubereiten, braucht allerdings mehr Zeit als z.B. die klassische Pasta mit Tomatensauce. Das lohnt sich aber unbedingt, denn die langsam weichgedünsteten Paprika werden auf diese Weise wirklich wunderbar aromatisch und durch viel Petersilie und Parmesan auch schön würzig. Besonders gut hätte mir daran auch noch ein bisschen frischer Thymian gefallen, den ich leider gerade nicht im Haus hatte. Das wird aber auf jeden Fall noch ausprobiert!

Rezept
für eine Person

1 gelbe Paprika
1 rote Paprika
1/2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer aus der Mühle
1/2 rote Zwiebel
1/2 EL gehackte glatte Petersilie + 1 TL gehackte Petersilienstängel
1 gepresste Knoblauchzehe
1 schwacher EL Balsamicoessig
1 guter EL geriebener Parmesan (+ mehr zum Servieren)
100g Rigatoni (oder andere Pasta)

Die Paprikaschoten waschen, von Stielen, Kernen und weißen Trennhäutchen befreien und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Mit dem halben EL Olivenöl in eine verschließbare Pfanne geben, salzen, pfeffern und bei niedriger bis mittlerer Hitze zugedeckt 15 Minuten lang langsam dünsten. Die halbe rote Zwiebel in feine Scheiben schneiden und nach Ablauf der 15 Minuten zu den Paprikastücken geben und 20 Minuten lang weiter dünsten.

Dann die Petersilienstängel und den Knoblauch hinzufügen und noch drei Minuten weitergaren. Balsamico und Parmesan zugeben und auf niedrigster Stufe warm halten, während die Nudeln gegart werden. Etwas von dem Nudelkochwasser auffangen und zusammen mit den Nudeln, der Peperonata, der gehackten Petersilie und einem Schuss Olivenöl mischen. Mit Parmesan bestreuen und gleich servieren :-)

Quelle
Homemade Deliciousness

Freitag, 11. März 2011

Luxus oder: Gebratene Garnelen mit Vanillebutter-Füllung

Vorgestern hab ich euch ja schon erzählt, dass es hier diese Woche was zu Feiern gab, nämlich die Abgabe meiner Magisterarbeit :) Gestern war es dann soweit, der erste Teil der Feierlichkeiten begann ;o) Zu Gast war Sabrina, eine Freundin, mit der ich regelmäßig zusammen koche (eine unserer "großen Taten" war das hier) und die ebenfalls vor einigen Tagen ihre Magisterarbeit abgegeben hat. Und zur Belohnung für uns beide gab es gestern ein Menü, das mit dem Begriff "Luxus" wohl am besten überschrieben ist.


Das absolute Highlight war die Vorspeise - Garnelen, die mit einer Mischung aus weicher Butter, Weißbrotbröseln, Vanillemark und Cayennepfeffer gefüllt und anschließend mit Lauchzwiebeln, Knoblauch, einer Vanilleschote und einer Zimtstange angebraten werden. Das Rezept stammt aus "Zwei Köche - ein Buch" von Tim Mälzer und Eckart Witzigmann, aus dem ich mir letztens bei meinen Eltern einige Rezepte (na ja, eher das halbe Buch...) kopieren konnte. Und was soll ich sagen...? Es war ein Gedicht!!! Wunderbar saftige Garnelen, die mit Knoblauch, Vanille und Zimt fantastisch harmonieren. Dazu frisches Weißbrot, um keinen Tropfen der köstlichen Sauce verkommen zu lassen (und nach den Tellern auch noch die Pfanne damit auszuwischen). Wann immer ihr in der nächsten Zeit was zu feiern habt, macht dieses Rezept!!! ;o) (Und noch ein Pluspunkt: Es ist total schnell und unkompliziert zuzubereiten...)

Zum Nachtisch gab es übrigens Mousse au Chocolat nach diesem Rezept, um dem Luxus bzw. der Dekadenz weiter zu fröhnen, dieses Mal mit 70%iger Valrhona-Schokolade - sooo unheimlich gut!

Rezept
für zwei Personen als Vorspeise

1 Vanilleschote
30g weiche Butter
1 Messerspitze Zimt
Cayennepfeffer, Meersalz
3 EL Brotbrösel (aus 1-2 Scheiben Weißbrot ohne Rinde)
1 Knoblauchzehe
1 Frühlingszwiebel
10-12 Garnelen
3 EL Olivenöl
1 Zimtstange
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
einige Stängel glatte Petersilie

dazu: frisches Baguette oder anderes Weißbrot

Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen (Vanilleschote aufbewahren). Vanillemark mit Butter, Zimt, Cayennepfeffer, Salz und Brotbröseln zu einer Paste vermengen.

Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden. Frühlingszwiebel putzen, waschen und in dünne Ringe schneiden. Garnelen mit einem Sägemesser am Rücken entlang ca. 1 cm tief einschneiden, entdarmen und am Einschnitt mit der Vanillebutter füllen.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Knoblauch, Frühlingszwiebel, Zimtstange und Vanilleschote darin anbraten. Garnelen zugeben und auf jeder Seite ca. 2 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Garnelen mit Vanilleschote, Zimtstange, Knoblauch und Lauchzwiebel anrichten, mit Petersilienblättern garnieren und sofort servieren - am besten mit frischem Weißbrot oder Baguette.

Quelle:
Tim Mälzer & Eckart Witzigmann: Zwei Köche - ein Buch

Mittwoch, 9. März 2011

süßsaurer Linsen-Ananas-Salat

Aschermittwoch ist alles vorbei - das passt für mich heute besonders gut: Heute ist nämlich ein wichtiger Lebensabschnitt - mein Studium - zuende gegangen. Ich habe heute meine Magisterarbeit abgegeben und damit jetzt alle Prüfungsleistungen erbracht :-) Der Stein, der mir heute vom Herzen gefallen ist, müsste eigentlich noch bis in die Weiten des Internets zu hören gewesen sein ;o) Jetzt heißt es auf die Note warten und hoffen - und während ich das tue, hab ich in den nächsten Wochen wohl so viel Zeit wie noch nie zum Kochen, Backen und Bloggen :-) Für die nächten Tage sind schon viele Gerichte und kleine "Extras" geplant, die ich endlich ausprobieren will - kann es kaum erwarten, endlich wieder ausgiebig in der Küche zu stehen!


So jetzt aber genug von meinem privaten Krimskrams und hin zu einem neuen Rezept. Da ja heute auch die Fastenzeit beginnt, hab ich für diesen Post einen Salat rausgesucht. Ich hab allerdings noch nie gefastet und hab mir dieses Jahr kurzzeitig überlegt, ob ich das mal machen sollte. Süßigkeitenverzicht vielleicht? Sieben Wochen lang? Äh... doch zu krass. Deswegen hab ich mir vorgenommen, in den nächsten Wochen keine Süßigkeiten und Knabberkram mehr fertig zu kaufen, sondern alles so weit wie möglich selbst zu machen. Fördert ja auch ein bisschen das Bewusstsein beim Essen. Wird aber sicher keine positiven Auswirkungen aufs Gewicht und so haben - wie gesagt, in den nächsten Wochen hab ich viiieeel Zeit... ;o)

So, nun aber wirklich zum Salat ;o) Nicht irgendeiner, sondern genau genommen mein Lieblings-Linsensalat. Linsensalat-Rezepte kann man ja, wie ich finde, nie genug haben (hier im Blog gibt es z.B. schon einen Belugalinsen-Salat mit Vinaigrette), aber dieser hier ist über die Jahre zu einem absoluten Standard in meiner Küche geworden. Ich mag die Kombi aus roten Linsen und Ananas nun mal besonders gern, und Linsensalat sollte für mich idealerweise richtig schön süßsauer sein - wie dieser hier. Das Rezept ist übrigens ur-alt, es stammt von einer "Für Sie"-Kochkarte, die ich vor Jahren bei meiner Mama habe mitgehen lassen ;o) Statt der Dosen-Ananas kann man natürlich auch reife, frische Ananas und Ananassaft verwenden. Besonders gut schmeckt uns der Salat übrigens zu diesen Hähnchenkeulen oder zu kleinen Frikadellen.

Rezept
für vier Personen als Beilage

1 Dose Ananas in Stücken (560g Einwaage)
1 Messerspitze Sambal oelek (bei mir eher etwas mehr)
Salz, Pfeffer aus der Mühle
2-3 EL neutrales Öl
2 Zwiebeln
1 Bund Suppengemüse
1/2 Liter Gemüsebrühe
300g rote Linsen
4 EL dunkler Balsamico
Zucker
1 Bund glatte Petersilie

Zwiebeln schälen und fein würfeln. Suppengemüse putzen und ebenfalls sehr fein würfeln (bzw. Lauch in dünne Halbringe schneiden). Ananas abgießen, dabei den Saft auffangen. Ananassaft mit Sambal oelek verrühren.

Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln und Suppengemüse zugeben und bei mittlerer Hitze andünsten. Rote Linsen zugeben und kurz mitdünsten. Brühe und Marinade zugeben und alles bei mittlerer Hitze garen, bis die Flüssigkeiten vollständig aufgesogen ist (dauert ca. 15 Minuten).

Ananasstücke zugeben und erhitzen. Mit Balsamico, Zucker, Salz und Pfeffer süßsauer abschmecken. Petersilie waschen, trocken schütteln, die Blättchen abzupfen und über den Linsen-Ananas-Salat streuen. Der Salat schmeckt warm, lauwarm (am besten!) oder auch kalt.

Quelle
"Für Sie"-Kochkarte

Dienstag, 8. März 2011

Gebackener Ziegencamembert mit Knoblauch und Thymian

Klingt etwas unspektakulär, der Titel, doch dahinter verbirgt sich das unkomplizierteste Wohlfühlessen, dass ich in der letzten Zeit gegessen habe. Genau genommen ist es sogar so unkompliziert, dass dafür wahrscheinlich niemand ein Rezept braucht. Aber da der Blog mich ja auch daran erinnern soll, was ich mal wieder kochen könnte, wird es jetzt trotzdem gepostet, so!


Ich fand, dass es in der letzten Zeit in recht vielen Blogs gebackene Käse oder Käse-Soufflés zu bewundern gab. Mein Entschluss fürs Wochenende stand daher fest: Das will ich auch! (ein neuerlicher Fall des durch intensive Blog-Lektüre bedingten "Mohnkuchen-Syndroms" ;-)) Ursprünglich sollte es ein Gruyère-Soufflé werden, dann hab ich aber doch zu meinem momentanen Lieblingscamembert gegriffen und mich entschlossen, eine leckerere Variante des Standard-Backcamemberts zu machen :) Beim Käse handelt es sich übrigens um den "grünen Altenburger Ziegencamembert", der sogar aus der Region, nämlich aus der Altenburger Käserei in Ostthüringen, stammt. Ein sehr feiner, milder Käse, den ich (obwohl ich auch kräftigere Käse mag) im Moment sehr gern esse.


Bei der Zubereitung habe ich mich dann an Stephs Vorgehensweise gehalten. Das macht gerade mal fünf Minuten Arbeit (plus 25 Minuten den Ofen beobachten), und schon steht ein unglaublich gutes Wohlfühlessen auf dem Tisch. Dazu gibt's dann knuspriges Baguette, vielleicht noch einen leckeren Salat (bei mir gab es diesen hier, natürlich ohne die Parmesankekse), auf jeden Fall aber ein Gläschen spitzigen Weißwein :)

Rezept
für eine Person

1/2 (Ziegen-)Camembert
50 ml trockener Weißwein
2 Knoblauchzehen
Thymian nach Geschmack

dazu: knuspriges Baguette

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Den Camembert in Scheiben schneiden und nebeneinander (ggf. leicht überlappend) in eine kleine Auflaufform legen. Mit dem Weißwein übergießen. Knoblauchzehen schälen und in Scheiben schneiden, auf dem Käse verteilen. Thymianzweige waschen und trocken schütteln, Blättchen von den Zweigen streifen und auf den Käse streuen. Käse im Ofen ca. 25 Minuten lang backen, bis er schön zerlaufen und leicht gebräunt ist. Ggf. in den letzten fünf Minuten die Grillfunktion des Backofens benutzen (solche Extras bietet mein Ofen leider nicht...). Und dann: Mit Baguette servieren und genießen!

Quelle
eigenes Rezept nach Inspiration vom Kleinen Kuriositätenladen

Samstag, 5. März 2011

Lachsfilet mit Currysalz und Mango-Gurken-Relish


Im Moment habe ich eine recht anstrengende Zeit und komme nicht dazu, aufwändiger zu kochen oder mal ein bisschen in der Küche rumzuprobieren. Der Grund? In wenigen Tagen steht die Abgabe meiner Magisterarbeit an, und bis dahin sollten die Tage am besten 48 Stunden haben... Heute hab ich mir als Belohnung für die Arbeit der letzten Woche aber zwei Stunden "frei genommen", um was Schönes zu kochen und das dann auch gleich zu bloggen, denn es hat mir sehr gut geschmeckt :)

Gefunden hab ich das Rezept in der aktuellen Essen und Trinken - Leichte Küche. Fisch wollte ich sowieso schon länger mal wieder essen, und mit dem selbstgemörserten Currysalz bekommt der Lachs eine schöne würzige Note. Das eigentliche Highlight an dem Gericht ist jedoch das Mango-Gurken-Relish. Mango, Chili und Limette zusammen finde ich sowieso klasse; einen zusätzlichen Kick bekam das Relish dadurch, dass ich statt dem im Rezept geforderten Sonnenblumenöl Arganöl verwendet habe. Durch das nussige Aroma des Öls erinnert der Geschmack des Relishs dann schon sehr stark an den von mir heißgeliebten Mango-Mozzarella-Salat. Außer zu Fisch schmeckt das Relish sicher auch gut zu Hähnchen oder gegrilltem Fleisch. In jedem Fall sollte man ausreichend Baguette zum Auftunken der leckeren Sauce bereit halten!

Rezept
für vier Personen

500g Salatgurke
1 reife Mango (ca. 400g)
2 Frühlingszwiebeln
1 kleine rote Chilischote
Meersalz, Currypulver
1 Bio-Limette
2 EL neutrales Öl (oder 1 EL neutrales Öl und 1 EL Arganöl)
600g Lachsfilet

Die Gurke schälen, längs halbieren und die Kerne mit einem Teelöffel herauskratzen. Mango schälen, das Fruchtfleisch vom Stein schneiden. Gurke und Mango in kleine Würfel schneiden. Frühlingszwiebeln waschen und ebenfalls fein schneiden. Chilischote waschen, halbieren, die Kerne herauskratzen und die Chilischote fein hacken.

Für das Relish Gurke, Mango, Frühlingszwiebeln und Chili mischen und die Mischung salzen. Limette heiß waschen, trocknen und die Schale fein abreiben. Limettensaft auspressen. 1 EL Limettensaft und 1 EL (Argan-)Öl zum Relish geben und gut untermischen. Relish 30 Minuten abgedeckt marinieren lassen.

Für das Currysalz einen EL grobkörniges Meersalz mit einem TL Currypulver grob mörsern. Lachsfilet in vier gleich große Stücke schneiden, rundum mit 1 EL Limettensaft und Limettenschale einreiben. 1 EL neutrales Öl in einer Pfanne erhitzen und die Lachsfilets darin bei mittlerer Hite von jeder Seite 3-4 Minuten lang anbraten. Nach dem Wenden mit Currysalz bestreuen. Den Lachs mit dem Mango-Gurken-Relish anrichten und am besten mit Baguette servieren.

Quelle
Essen und Trinken - Leichte Küche (Sonderheft 1/2011)

Dienstag, 1. März 2011

Mal was anderes: Pasta mit Curry-Rosinen-Bolognese

Vor ein paar Tagen fragte Steph vom Kleinen Kuriositätenladen nach unseren liebsten Pastarezepten. Mittlerweile ist schon eine laaaaange Liste mit vielen spannenden Rezepten entstanden, und auch ich habe zwei beigesteuert: Meine heißgeliebte Pasta mit Linsenragout und Minzjoghurt und ein Nudelgericht mit lecker-cremiger Kürbissauce. Aber eins meiner liebsten Pastagerichte fehlt noch - hier im Blog und damit auch in Stephs Liste. Grund genung, das endlich mal wieder zu kochen und nun auch mal zu verbloggen ;o)


Heute stell ich hier mal eine etwas ungewöhnliche Kombination vor: Pasta mit Bolognese, aber mal nicht italienisch, sondern irgendwie indisch-crossover-mäßig oder so ;o) Die Sauce wird kräftig(!!!) mit Curry gewürzt und bekommt eine leicht süßliche Note durch langsam geschmorte Zwiebeln und Rosinen. Außerdem wandern noch Cashew-Nüsse mit in den Topf, und ganz ehrlich, Parmesan passt da wirklich nicht dazu. Klingt wild, die Kombination? Schmeckt aber absolut genial, und am nächsten Tag aufgewärmt gleich noch mal viel besser :)

Leider kann ich die Herkunft des Rezepts nicht mehr genau rekonstruieren. Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, ich hab es mir vor ein paar Jahren mal aus einer Kochzeitschrift einer Kollegin abgeschrieben. Den Zettel hab ich natürlich längst verlegt, weswegen ich euch leider nicht mehr sagen kann, wo das Rezept ursprünglich erschienen ist, und es seitdem immer irgendwie nach Laune und Gefühl koche. Falls jemand das Rezept kennt, bin ich für Hinweise über seinen Ursprung dankbar :)

Rezept
für vier Personen

100g Cashew-Nüsse
1-2 EL Butterschmalz
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
500g gemischtes Hackfleisch
2 Dosen Tomaten (à 400g)
Salz, Pfeffer aus der Mühle
viel Currypulver ;o)
100g Rosinen
400g Pasta (Penne, Tortiglioni o.ä.)

Die Cashew-Nüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie zu duften beginnen und leicht bräunen. Die Zwiebeln schälen und je nach Größe in Viertel oder Achtel schneiden. Butterschmalz in einer Pfanne zerlassen, die Zwiebeln zugeben und bei mittlerer Hitze schmoren, bis sie ganz weich und goldbraun sind (ca. 10 Minuten).

Zwiebeln aus der Pfanne nehmen. Hackfleisch in die Pfanne geben und anbraten, bis es krümelig wird. Währenddessen den Knoblauch schälen und fein hacken, sobald das Hackfleisch angebraten ist dazugeben und kurz mitbraten. Die Tomaten zugeben und alles ca. 20 Minuten bei mittlerer Hitze einkochen lassen, bis die Sauce eine schöne dicklich-sämige Konsistenz hat. Währendessen die Nudeln nach Packungsanweisung kochen.

Wenn die Sauce die gewünschte Konsistenz hat, mit Salz, Pfeffer aus der Mühle und viel Currypulver abschmecken. Rosinen, Cashews und Zwiebeln zugeben und noch mal heiß werden lassen. Mit den Nudeln mischen und servieren - ohne Käse! ;o)

Quelle
aus einer Kochzeitschrift, nur aus welcher...?