Samstag, 27. August 2011

Ravioli-Salat mit Tahini-Joghurt-Dressing

Endlich mal eine Woche mit schönem, sommerlichem Wetter, das noch mal so richtig Lust auf leichte Küche und tolle Salat-Rezepte machte :-) Okay, mit dem schönen Wetter ist es zumindest hier nun wieder vorbei - es regnet Bindfäden. Dennoch möchte ich euch eines meiner Salat-Highlights nicht vorenthalten - ich denke man kann ihn auch bei etwas kühleren Temperaturen noch gut essen, da er doch relativ gehaltvoll ist. Noch dazu ergeben die Reste ein wunderbares Mitnehm-Mittagessen fürs Büro - so liebe ich das :-)


Einen Nudelsalat mit gefüllter Pasta wollte ich schon ewig mal machen, und als ich bei 101 cookbooks den Ravioli-Salat mit dem unheimlich spannend klingenden Tahini-Joghurt-Dressing sah, wusste ich: Jetzt muss ich das unbedingt probieren! Ich habe Ravioli mit Ricotta-Basilikum-Füllung verwendet - natürlich kann man auch andere gefüllte Pasta nehmen, sollte jedoch darauf achten, dass die Füllung einigermaßen zu den anderen Salat-Zutaten passt. Eine Fleischfüllung oder kräftige Käsefüllung kann ich mir hier nicht so gut vorstellen ;o) Beim Gemüse habe ich ein bisschen variiert und meine beiden derzeitigen Lieblingsgemüse, grüne Bohnen und Tomaten, verwendet. Im Originalrezept kommen zusätzlich noch Brokkoli- und Blumenkohlröschen dazu, das wäre für uns zwei Esser dann aber etwas viel geworden.

Und wie ich schon vermutet hatte, ist das Tahini-Joghurt-Dressing wirklich der Hit! Es schmeckt sehr kräftig nach Sesam, bekommt aber durch Joghurt und Zitronensaft noch eine angenehm frische Note. Bei dem Rezept, dass ich euch hier aufschreibe, erhält man eine ganze Menge Dressing, sicher mehr, als man für den Salat braucht. Also nicht gleich alles vermischen, sondern lieber Dressing separat auf den Tisch stellen, so dass sich jeder selbst nimmt - sieht auch hübscher aus ;o) Übrig gebliebenes Dressing schmeckt toll als Brotaufstrich oder Dip, z.B. zu geröstetem Weißbrot oder gegrillten Auberginenscheiben.

Rezept
für zwei Personen zum Sattessen

Dressing
2 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL gemahlener Koriander
1/4 TL Cayennepfeffer
1/2 TL Kurkuma
120 ml warmes Wasser
120 ml Tahini (Sesampaste)
120 ml Naturjoghurt oder griechischer Joghurt
3 EL frischgepresster Zitronensaft
Meersalz

Salat
eine Handvoll grüne Bohnen, in 2 cm lange Stücke geschnitten
eine Handvoll Kirschtomaten, geviertelt
250g gefüllte Pasta (Ravioli, Tortellini,...)

Einen großen Topf Wasser mit Salz aufsetzen und zum Kochen bringen. Währenddessen das Dressing zubereiten: Olivenöl in einer kleinen Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Knoblauch, Kreuzkümmel, Koriander, Cayennepfeffer und Kurkuma zugeben, gut durchrühren und ca. 15-30 Sekunden anrösten, bis die Gewürze zu duften beginnen. Die Mischung in eine Schüssel geben und Wasser, Tahini, Joghurt, Zitronensaft und 1/4 TL Salz zugeben. Alles gut verrühren und abschmecken - wahrscheinlich braucht das Dressing noch ein bisschen mehr Salz.

Wenn das Wasser kocht, die grünen Bohnen zugeben und nur ca. eine Minute lang blanchieren, dann mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben, sofort kalt abschrecken, um den Kochprozess zu unterbrechen, und gut abtropfen lassen. Nun die Pasta ins kochende Wasser geben, nach Packungsanweisung kochen, abgießen und ebenfalls gut abtropfen lassen. Gefüllte Pasta, grüne Bohnen und Kirschtomaten in eine große Schüssel geben und gut durchmischen. Dressing in eine extra Schüssel geben und den Salat am besten erst am Tisch damit garnieren - so sieht es einfach hübscher aus :-)

Quelle
101 cookbooks

Samstag, 20. August 2011

Selbstgemachte Currypaste & Kichererbsen-Garnelen-Curry

Ihr kennt das ja bestimmt alle... Da sieht man in einem anderen Blog ein unheimlich lecker klingendes Rezept oder liest von einer spannenden Idee und weiß sofort: Das muss ich nachmachen, ganz dringend!!! Und dann vergeht doch wieder Monat um Monat... Bis man sich dann doch irgendwann erinnert - da war doch was...?! So ging es mir kürzlich erst wieder mit den selbstgemachten Currypasten, die ich bei Gourmandises végétariennes gesehen hatte. Groß hatte ich damals gleich per Kommentar angekündigt, dass ich die Pasten unbedingt nachmachen will, aber wie leider so oft... passiert ist nicht viel. Als ich mich jetzt vor einer Woche an die Rezepte erinnert und mich wieder auf die Suche begeben habe, konnte ich es kaum fassen - im Februar war das gewesen...?! Du lieber Himmel... Na jetzt aber schnell, ehe wieder was dazwischen kommt...!


Aber was lange währt, wird endlich gut - oder anders gesagt: Selbstgemachte Currypaste ist einfach genial! Ich hab anders als Gourmande nur eine Sorte zubereitet und hab mich für die Rogan josh-Paste entschieden, die mir durch die Zugabe von Tomatenmark und Kokosflocken besonders interessant klang. Zubereitet ist die Paste im Handumdrehen, es werden ja quasi nur alle Zutaten in den Mixer geworfen und das war's dann schon. Die Paste ist sehr würzig und leicht scharf, aber nicht so sehr, wie ich es von vielen gekauften Pasten kenne - da geht auch mal ein Löffelchen pur, ohne dass man gleich Feuer spuckt ;o)


Was Gourmande schon schreibt, stimmt natürlich wirklich: Mit selbstgemachter Currypaste schmeckt ein Curry gleich noch mal so gut! Wir haben es selbstverständlich gleich ausprobiert und einen Teil unserer Paste für ein tomatig-cremiges Kichererbsen-Garnelen-Curry verwendet und waren absolut begeistert. Ach ja, und die Paste macht sich natürlich auch super als kleines Mitbringsel für alle, die selber gerne kochen :-) Die Rezepte für die Currypaste und für das Kichererbsen-Garnelen-Curry findet ihr unten.

Rezepte

Rogan josh-Paste
für ein großes Glas (ca. 8-10 Portionen Curry)

4 Knoblauchzehen, geschält und grob gehackt
1 daumengroßes Stück Ingwer, geschält und grob gehackt
150g eingelegte Paprika, abgetropft
3 TL Paprika edelsüß
4 TL Garam Masala
1 TL Meersalz
2 TL Kurkuma
4 EL Olivenöl
2 EL Kokosflocken
4 EL Tomatenmark
2 rote Chilis, grob gehackt
4 TL Kreuzkümmel
4 TL Koriandersamen
2 TL schwarze Pfefferkörner

Kreuzkümmel, Koriandersamen und Pfefferkörner in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis die Gewürze zu duften beginnen. Dann in einen Mörser umfüllen und zerstoßen. Gewürze mit den anderen Zutaten in ein hohes Gefäß füllen und pürieren. In sterilisierte Gläser abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Quelle
Gourmandises végétariennes


Kichererbsen-Garnelen-Curry
für 2-3 Personen

1-2 EL Currypaste (je nach Schärfegrad; von der Rogan josh-Paste ruhig 2 EL)
600g Tomaten
1 Dose Kokosmilch (400 ml)
1 Dose Kichererbsen (240g Abtropfgewicht)
300g gegarte geschälte Garnelen
Pfeffer aus der Mühle
Saft von 1 Zitrone

Die Tomaten waschen und grob würfeln, dabei die Stielansätze wegschneiden und die Kerne herauskratzen. Wok auf die Herdplatte stellen und erhitzen. Von der Kokosmilch den dicklichen Rahm abnehmen (oder, wenn nicht vorhanden, einfach ein Drittel der Kokosmilch nehmen) und in den Wok geben. Kurz aufkochen lassen, dann die Currpaste hinein rühren und bei mittlerer Hitze unter Rühren 1-2 Minuten köcheln.

Die Kichererbsen abgießen und abtropfen lassen, mit den Tomaten und der übrigen Kokosmilch unter die Curry-Mischung rühren und 10 Minuten sanft köcheln lassen. Zuletzt Garnelen untermischen und noch richtig heiß werden lassen, aber nicht mehr kochen.

Die Schärfe prüfen, eventuell noch mit Currypaste oder Pfeffer nachwürzen. Mit frischem Zitronensaft abschmecken und mit Reis servieren.

Quelle
Sabine Sälzer, Sebastian Dickhaut: Basic Cooking 2

Samstag, 13. August 2011

Fougasse aux olives - Provenzalisches Olivenbrot

Brot backe ich nur recht selten, weil ich gar nicht so der große Brot-Esser bin. Zum Frühstück gibt es bei mir - zumindest unter der Woche - in der Regel Müsli mit Joghurt und Obst, und kaltes Abendbrot mag ich auch nicht besonders... Nach einem anstrengenden Tag hab ich mir schließlich ein schönes, ordentliches, warmes Essen verdient...! ;o) Ab und zu überkommt mich dann aber doch mal die Lust, selbst ein Brot zu backen - so auch am letzten Wochenende. Dass ich irgendwas backen will, war klar, eigentlich sollte es Kuchen sein - dann hab ich mich aber für die etwas gesündere Variante, also ein Brot, entschieden. (Nur um dann später am Nachmittag doch noch loszugehen und Kuchen in der - sehr empfehlenswerten - Patisserie um die Ecke zu kaufen... ;o))


Aber ich schweife ab... zurück zum Brot! Ein provenzalisches Olivenbrot ist es letztendlich geworden, und ich war sehr zufrieden damit :-) Das Brot ist wunderbar fluffig und weich, die Kruste knusprig und die schwarzen Oliven geben sehr viel Geschmack und Würze. Dazu dann noch selbstgemachte Aioli und ein paar leckere Antipasti - da darf es dann auch für mich mal ein kaltes Abendessen sein...!

Rezept
für ein Brot

300g Mehl
6g Trockenhefe
3 EL Olivenöl
2 TL feines Meersalz
1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
3 TL feiner Kristallzucker
100g entsteinte schwarze Oliven, in Ringe geschnitten
Mehl zum Bearbeiten

Das Mehl in eine große Schüssel sieben. In die Mitte eine Mulde drücken und Hefe, 150 Milliliter Wasser, Olivenöl, Salz, Pfeffer und Zucker hineingeben. Alles miteinander verkneten. Den Teig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche 15 Minuten gut durchkneten. Zur Kugel formen, in eine tiefe Schüssel legen und mit einem sauberen, feuchten Küchentuch abdecken. Den Teig eine Stunde an einem warmen Ort oder im Backofen bei 25-30 Grad gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.

Dann den Teig aus der Schüssel nehmen und fünf Minuten zusammen mit den Oliven durchkneten. Den Teig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche mit der Faust in eine längliche Form bringen. Mit einem scharfen Messer dreimal schräg einschneiden. Den Laib abdecken und weitere zehn Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 225 Grad vorheizen. Das Brot 20 Minuten backen. Dabei ein Schälchen mit Wasser unten in den Backofen stellen, damit das Brot nicht austrocknet. Wenn es gar ist, aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Quelle
Virginie Besancon: Meine Sonnenküche

Samstag, 6. August 2011

Tomaten-Nektarinen-Salat mit Büffelmozzarella & Basilikumöl

Ja ja, ein Post mit einem ewig langen Titel, aber die Zutaten sind zusammen einfach so lecker, dass hier alle genannt werden müssen ;o) Wie schon erwähnt koche ich zurzeit sehr viel aus Mon premier dîner végétarien von Alice Hart, und auch dieser Salat stammt aus diesem Buch (ich gelobe an dieser Stelle aber feierlich, dass mein nächster Post dann mal ausnahmsweise nichts mit dem Buch zu tun haben wird ;o)). Tomaten haben ja nun endlich Saison - in sehr vielen Blogs sieht man im Moment tolle Tomatenrezepte, und auch ich habe ja mit den Ofentomaten und dem Pesto aus gebackenen Tomaten schon vorgelegt. Das war ja echtes Slow Cooking gewesen - heute dagegen geht alles ganz schnell, denn dieser Salat kann schon innerhalb von 15 Minuten bei euch auf dem Tisch stehen.


Neben den Tomaten haben ja auch Nektarinen gerade Saison und sind herrlich saftig und lecker, daher war ich sofort begeistert, als ich dieses Rezept entdeckte, und wollte die Kombination unbedingt ausprobieren. Büffelmozzarella ist perfekt dazu - den habe ich ja auch schon öfter mit Obst kombiniert, zum Beispiel mit Mango oder Melone, und es schmeckt jedes Mal total klasse. Der Knaller beim Tomaten-Nektarinen-Salat ist für mich aber das selbstgemixte Basilikumöl, dass dem Gericht erst die richtige Würze gibt. Insgesamt eine sehr spannende und umwerfend leckere Kombination! Und ein herrlich frisches, leichtes Abendessen für heiße Sommerabende, für das man nicht den Herd anwerfen muss und das in Nullkommanix auf dem Tisch steht. Ich könnte mir den Salat aber auch toll als Auftakt zu einem mehrgängigen sommerlichen Menü vorstellen :-)

Rezept
für vier Personen als leichtes Hauptgericht

für den Salat

4 reife Nektarinen
12 reife Tomaten
einige Tropfen Zitronensaft
2 EL Olivenöl
4 Kugeln Büffelmozzarella
Meersalz, Pfeffer aus der Mühle

Basilikumöl

2 Bund Basilikum
1 Knoblauchzehe
Meersalz, Pfeffer aus der Mühle
200 ml Olivenöl

Zunächst das Basilikumöl herstellen. Dafür Basilikum waschen und trockenschütteln, Knoblauchzehe schälen und grob hacken. Basilikum, Knoblauch und etwas von dem Olivenöl in einen Mixer oder Zerkleinerer geben, zerkleinern. Restliches Olivenöl zugeben und alle Zutaten gemeinsam pürieren. Mit Meersalz und Pfeffer aus der Mühle abschmecken.

Für den Salat die Nektarinen waschen, halbieren und den Kern herauslösen, Nektarinen dann in Achtel schneiden. Tomaten waschen und ebenfalls achteln. Nektarinen und Tomaten in eine Schüssel geben, Zitronensaft und 2 EL Olivenöl zugeben, durchmischen und mit Meersalz und Pfeffer aus der Mühle abschmecken (hier nicht zuviel nehmen, das würzige Basilikumöl kommt noch dazu!).

Tomaten und Nektarinen auf Tellern hübsch anrichten. Büffelmozzarella in Scheiben schneiden und zwischen die Tomaten- und Nektarinenspalten setzen. Mit Basilikumöl beträufeln und am besten mit frischem, leckerem Brot servieren. So einfach und doch so gut!

Quelle
Alice Hart: Mon premier dîner végétarien