Freitag, 23. Dezember 2011

Last-Minute-Weihnachtsgeschenk: Schokoladentrüffel

Na, habt ihr alle Weihnachtsgeschenke beisammen und laufen die Vorbereitungen gut? Ich hab zum Glück jetzt alle Weihnachtsgeschenke fertig und auch die Vorbereitungen für unsere diesjährigen Weihnachtsmenüs - ein Rehrücken und natürlich eine klassische Gans - laufen bereits :-) Aber vielleicht ist ja der eine oder andere von euch noch auf der Suche nach einem Last-Minute-Weihnachtsgeschenk? Da hab ich heute genau das Richtige für euch! Mein Vorschlag: Morgen nicht mehr rausgehen und sich hektisch in die Geschäfte stürzen, sondern ganz entspannt ein halbes Stündchen in die Küche gehen und ein paar Pralinen machen :-) Bei mir werden dieses Jahr diese Schokoladentrüffel verschenkt - sie sind recht einfach und schnell gemacht, haben einen zarten Schmelz und schmecken natürlich wahnsinnig schokoladig! Mit anderen Worten: Genau das richtige Geschenk für Schokoholics :D Ein bisschen Übung brauche ich wohl noch beim Formen der Trüffel, denn richtig schön rund sind sie leider nicht geworden, aber der Geschmack entschädigt ja für alles ;o) Wer noch andere Pralinenrezepte sucht, dem kann ich auch die Marzipan-Nuss-Pralinen und die Mokka-Mozartkugeln absolut empfehlen :-)


Und mit diesem Rezept wünsche ich allen Lesern meines Blogs ein wunderschönes Weihnachtsfest, ein paar besinnliche und entspannte Tage im Kreise eurer Lieben und hoffentlich auch das ein oder andere kulinarische Highlight beim Weihnachtsmenü! Gleichzeitig möchte ich die Gelegenheit nutzen, um mich bei euch allen zu bedanken dafür, dass ihr euch dafür interessiert, was ich so in meiner Küche treibe, dass ihr regelmäßig meine Posts lest, fleißig kommentiert und vielleicht auch das ein oder andere nachkocht. Einfach Wahnsinn - ohne euch alle würde mir das Bloggen nicht so viel Spaß machen! Auch wenn ich mich in den letzten Monaten etwas weniger ums Kochen und Bloggen kümmern konnte, so liegt das keinesfalls daran, dass ich den Spaß oder das Interesse verloren hätte... und ich gelobe gleich mal Besserung fürs nächste Jahr ;o)



Rezept
für ca. 50 Stück

300g Zartbitter-Kuvertüre
100g Schlagsahne
Mark von einer Vanilleschote
ca. 150g Kakaopulver

Die Kuvertüre fein hacken. Sahne mit Vanillemark aufkochen, über die Schokolade gießen. Rühren, bis alles vermischt ist. Eventuell über einem heißen Wasserbad weiter erwärmen, bis die Kuvertüre ganz geschmolzen ist. In ein anderes Gefäß füllen und mindestens 30 Minuten kalt stellen (bei mir hat es jedoch eher eine Stunde gedauert, bis die Masse so fest war, dass sie sich zu Trüffeln formen ließ).

Ein Blech mit Backpapier belegen. Aus der Trüffelmasse mithilfe eines Teelöffels ca. 50 kleine Portionen abstechen und jeweils mit den Händen zu Bällchen rollen. Bällchen portionsweise in gesiebtem Kakaopulver wälzen, bis sie gleichmäßig damit überzogen sind. Schoko-Trüffel in ein Sieb geben und überschüssigen Kakao vorsichtig abschütteln. In einer luftdicht verschließbaren Dose aufbewahren und innerhalb von zwei Wochen verzehren.

Quelle
Lust auf Genuss 13/2011

Samstag, 10. Dezember 2011

Orientalisch: Weiße Bohnen-Tajine mit Hackbällchen

Na, sitzt ihr auch zwischen gut gefüllten Plätzchendosen und knabbert mal eins von dieser, dann wieder von jener Sorte? Und habt jetzt, nach lauter herrlichen Süßigkeiten, mal wieder Appetit auf was richtig Herzhaftes? Vielleicht ein orientalisches Gericht, weil diese Gewürze doch auch gut in die Adventszeit passen? Dann habe ich heute das Richtige für euch :-) Diese Tajine mit weißen Bohnen (und bei mir Kichererbsen), Paprika, Tomaten und Zwiebeln hat uns wirklich begeistert - auch wenn sie bei mir nicht in einer Tajine, dem traditionellen nordafrikanischen Schmortopf, sondern in einem ganz normalen Topf zubereitet wurde ;o)


Das Original-Rezept sieht 300 Gramm getrocknete weiße Bohnen vor, die dann zwei Stunden lang gekocht werden müssen. Da mein Hunger nach Feierabend eine so lange Wartezeit nicht zulässt, habe ich auf eine Dose weiße Bohnen zurückgegriffen und zusätzlich noch eine Dose Kichererbsen untergemischt, weil ich die besonders gern esse. Auch die Tomaten kamen bei mir aus der Dose, da zu dieser Jahreszeit keine aromatischen frischen Tomaten mehr zu finden waren.

Der absolute Clou an diesem Gericht sind die Hackbällchen, bei denen gemahlene Walnüsse für eine sehr schöne Konsistenz und Ras-el-hanout, eine orientalische Gewürzmischung, die ich besonders liebe, für den super-leckeren, würzigen Geschmack sorgen. Wer bisher noch nicht mit Ras-el-hanout gekocht hat, sollte es unbedingt mal ausprobieren. Ich nutze es z.B. auch für einen schnellen Kichererbsen-Salat aus Dosen-Kichererbsen, Olivenöl, Zitronensaft, frisch gemahlenem Pfeffer und eben Ras-el-hanout. Oder ich knete eine Messerspitze davon und ein bisschen Zimt in meinen Streuselteig - macht sich sehr gut zum Beispiel auf einem Apfelkuchen :-)

Rezept
für 3-4 Personen

300g weiße Bohnen (oder Bohnen und Kichererbsen gemischt; getrocknet oder Dose)
4 rote Zwiebeln
4 Tomaten (oder 1 Dose Tomaten - 400g)
1 grüne Paprikaschote
je 1 Bund Petersilie und Koriander
je 1 EL gemahlener Kreuzkümmel und edelsüßes Paprikapulver
4 EL Olivenöl
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
100g Walnusskerne
4 Knoblauchzehen
500g Lamm- oder Rinderhackfleisch
2 TL Ras-el-hanout
2 TL Zitronensaft

Bei getrockneten Bohnen: Die Bohnen in eine Schüssel geben und mit Wasser bedecken. Über Nacht einweichen und quellen lassen. Am nächsten Tag die Bohnen abtropfen lassen und mit frischem Wasser in einen Topf füllen. Zum Kochen bringen, Hitze klein stellen und den Deckel halb auflegen (Kochlöffel dazwischen klemmen). Bohnen etwa 1 Stunde köcheln lassen, bis sie weich werden, aber noch Biss haben. In ein Sieb schütten und abtropfen lassen.

Zwiebeln schälen und achteln. Aus den Tomaten die Stielansätze rausschneiden. Tomaten mit kochend heißem Wasser begießen, kurz ziehen lassen und abgießen. Kalt abschrecken und die Haut abziehen, Tomaten würfeln. Paprikaschote waschen, putzen und in Streifen schneiden. Kräuter waschen und trockenschütteln, Blättchen abzupfen und fein hacken.

Gekochte weiße Bohnen (oder Bohnen aus der Dose) mit Zwiebeln, Tomaten, Paprikaschote, der Hälfte der Kräuter, Kreuzkümmel, Paprikapulver und Olivenöl mischen und mit Salz und Pfeffer würzen. In die Tajine oder in einen Topf füllen, 1/8 Liter Wasser dazugießen, erhitzen. Zudecken und bei mittlerer Hitze ungefähr 30 Minuten schmoren lassen. Immer mal nachschauen, ob die Mischung nicht zu trocken wird. Und falls nötig, etwas Wasser angießen.

In der Zeit die Walnusskerne fein reiben oder in der Küchenmaschine fein mahlen. Den Knoblauch schälen und durch die Presse drücken. Beides mit den übrigen Kräutern und dem Hackfleisch in eine Schüssel geben. Ras-el-hanout, Salz, Pfeffer und Zitronensaft dazu und alles mit den Händen gründlich durchkneten. Die Masse zu etwa tischtennisballgroßen Bällchen formen.

Bohnen umrühren, die Bällchen darauf setzen, Deckel wieder auflegen. Alles nochmals 30 Minuten garen. Vorm Servieren die Bohnen mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Quelle
Cornelia Schinharl, Sebastian Dickhaut: Oriental Basics

Samstag, 3. Dezember 2011

Weihnachtsbäckerei: Marzipanplätzchen

In allen Foodblogs sieht man zurzeit tolle Plätzchenrezepte, und natürlich wird deswegen auch im Hause Sugar and Spice so langsam der Backofen angeworfen und die eine oder andere Plätzchendose gefüllt :-) Den Anfang machten vor zwei Wochen zwei ganz einfache und sehr schnelle Plätzchen-Rezepte. Denn ich muss ehrlich zugeben, dass das Herstellen filigraner und aufwendig verzierter Plätzchen nicht gerade zu meinen Stärken gehört ;o) Alles, wo Teig ausgerollt und ausgestochen werden muss ist mir ein Graus, und mit Spritzbeuteln und ähnlichen Schikanen arbeite ich auch nur höchst selten... Deswegen gibt es bei mir in diesem Jahr (na ja, wie eigentlich immer...) einfache und unkomplizierte Weihnachtsplätzchen, die geschmacklich aber hoffentlich dennoch ein Volltreffer sind :D


Das alles trifft auch auf diese Marzipanplätzchen zu, die eigentlich ein Zwischending zwischen Keks und Konfekt sind. Denn bei dem großen Anteil an Marzipanrohmasse im Teig werden es keine knusprigen Kekse, sondern ganz weiche Plätzchen, die auf der Zunge zergehen. Wie gesagt, neben dem leckeren Geschmack, der für alle Marzipan-Fans ein absolutes Highlight sein dürfte, punktet dieses Rezept vor allem mit dem Zeitaspekt, denn für diese Plätzchen braucht es nicht mehr als 20 Minuten Zubereitungs- und dann noch mal 10 Minuten Backzeit. Sicher, auch aufwendigere Backrezepte sind mal schön, doch in der hektischen Vorweihnachtszeit bin zumindest ich auch mal froh, wenn ich selbstgebackene Plätzchen ohne allzu großen Zeitaufwand genießen kann :-)

Rezept
für 35-40 Stück

200g Marzipan-Rohmasse
100g gemahlene Mandeln
1 Ei (Größe M)
75g Puderzucker
2 EL Amaretto
100g Mehl
1 Eigelb
2 EL gehackte Mandeln

Die Marzipanrohmasse in kleine Würfel schneiden. Mit gemahlenen Mandeln, dem Ei, Puderzucker, Amaretto und dem Mehl ine eine Schüssel geben und zu einem glatten Teig verkneten.

Backofen auf 160° (Umluft 140°) vorheizen. Mit angefeuchteten Händen vom Teig walnussgroße Stücke abnehmen, zu Kugeln formen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und flachdrücken. Anschließend mit dem Eigelb bestreichen und mit gehackten Mandeln bestreuen. Im vorgeheizten Ofen ca. 15 Minuten backen, dann auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen und in einer Blechdose aufbewahren.

Quelle
Sabine Sälzer, Sebastian Dickhaut: Basic Baking