Göttlicher Schoko-Cola-Kuchen mit Fleur de Sel

Wenn man häufig Foodblogs liest, passiert es natürlich immer wieder, dass man Dinge sieht, die quasi schon durch den Bildschirm "Probier mich! Iss mich!" rufen und mich dann auch regelmäßig sofort an den Herd stürmen lassen. So geschehen auch, als ich die Bilder dieses göttlichen Kuchens bei Paule gesehen habe. Man, sah der lecker-saftig-schokoladig aus! Neben der Riesenportion Schokolade machte mich natürlich auch die Cola im Teig extrem neugierig. Man schmeckt sie nicht raus, aber sie sorgt für Lockerheit und Saftigkeit des Kuchens. Weiteres Plus des Rezepts: Es werden auch Tonkabohnen verwendet, und rein zufällig traf gerade meine Bestellung Tonkabohnen von Madavanilla ein und wollte probiert werden.


Beim Nachbacken habe ich mich komplett an das Rezept von Paule gehalten. Einzig in Sachen Deko bin ich einer plötzlichen Eingebung gefolgt. Paule bestreute ihren Kuchen mit gehackten Valrhona-Kakaobohnen, Nachbäckerin Alice mit getrockneten Malvenblüten. Beides hatte ich nicht und auch sonst irgendwie nichts Passendes zur Hand. Mein Blick wanderte in der Küche umher... fiel auf das Töpfchen Fleur de Sel... und ehe ich mich versah, begann ich, Salz auf meinen Schokokuchen zu streuen ;o) Den Geschmack von Schokolade mit Meersalz mag ich recht gern, warum also nicht auch mal im Kuchen probieren?

Und der Kuchen war echt der Hammer! Super-saftig, feucht, lecker schokoladig, und das Meersalz sorgte noch mal für einen wirklichen Aha-Effekt. Würde ich jederzeit wieder so machen :-)

Und da dieser göttliche Kuchen einfach weiterverbreitet werden muss, ist dies mein Beitrag zur Initiative Sontagsüß. Die Beiträge werden in dieser Woche bei Lingonsmak gesammelt und anschließend bei Pinterest präsentiert.



Rezept
für eine Springform (23 cm Durchmesser)

für den Teig

200g Butter
200 ml Cola
175 ml Vollmilch
50g Sahne
220g Weizenmehl Type 550
3 Teelöffel Weinsteinbackpulver
1/4 Teelöffel Backnatron
50g Kakaopulver
1 Prise Salz
1/2 geriebene Tonkabohne (alternativ Vanillemark von 1 Schote)
240g Rohrohrzucker
2 Eier

für den Überzug

160g dunkle Kuvertüre, mindestens 60%
70 ml Vollmilch
70g Sahne
2-3 ganze Tonkabohnen
1 Esslöffel Sirup (z.B. Golden Syrup oder Ahornsirup)
1 Esslöffel Butter
wer mag: ein paar Prisen Fleur de Sel


Butter und Cola in einem kleinen Topf bei niedriger Temperatur erwärmen – es sollte nicht kochen – bis die Butter geschmolzen ist. Abkühlen lassen, dann Milch und Sahne unterrühren. Beiseite stellen. Ein Stück Backpapier zwischen Ring und Boden der Springform einklemmen. Den Rand einfetten. Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Mehl, Backpulver, Natron und Kakaopulver in eine Rührschüssel sieben. Salz, geriebene Tonkabohne und Rohrohrzucker hinzugeben und mit dem Schneebesen vermischen. In die Mitte eine Mulde drücken, Eier hineingeben und leicht verquirlen. Dann in einem dünnen Strahl Butter/Cola/Milch/Sahne-Mischung hineingießen und mit dem Schneebesen zu einer homogenen Masse verrühren.

Teig in die Springform füllen und in den vorgeheizten Backofen geben. Ca. 45 Minuten lang backen. Nicht zu lange backen, zum Ende hin Stäbchenprobe machen. In der Backform 15 Minuten ruhen lassen, dann auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Für die Glasur Kuvertüre sehr fein hacken oder reiben. In eine Schüssel geben. Milch und Sahne mit Tonkabohnen aufkochen und durch ein Sieb über die Schokolade giessen (Tonkabohnen abwaschen, gut trocknen lassen und separat aufbewahren; so kann man sie bis zu 7 Mal verwenden). Eine Minute ruhen lassen, dann mit einem Teigspatel vorsichtig vermischen. Sirup und Butter unterrühren. Den abgekühlten Kuchen damit überziehen. Mit Fleur de Sel bestreuen.

Hält sich einige Tage, schmeckt am besten nachdem er einen Tag geruht hat.

Quelle
paules ki(t)chen

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