Sonntag, 25. März 2012

Frühlingshaft: Zitronen-Mascarpone-Tarte mit Heidelbeeren


Pünktlich zum Wochenende ist auch der Frühling zurück! Wir genießen die Sonne und das herrliche Wetter auf unserem Balkon, auf dem jetzt nicht mehr nur Tulpen, Narzissen, Hyazinthen und Stiefmütterchen im Töpfchen zu finden sind. Auch die ersten Küchenkräuter wachsen nun schon munter vor sich hin und ich hab mich total gefreut, als ich gestern das erste Mal beim Kochen rausgehen und mir ein paar Kräuterzweige für mein Gericht abschneiden konnte :-) (Kaum vorstellbar, wie das Gefühl erst mal wird, wenn dann die gewünschte Erdbeer- und Tomatenpflanze angeschafft ist und - hoffentlich - auch wächst und gedeiht.) Zum frühlingshaften Kaffeetrinken auf dem Balkon hat sich heute Besuch angesagt, so dass ein leckerer, fruchtig-frischer Kuchen benötigt wurde.

Nicht ganz ohne Hintergedanken habe ich mir die relativ neue Kochzeitschrift "menü magazin" gekauft, denn der Titel verwies auf eine Rezeptstrecke zum Thema Blaubeeren. Und blau = die Farbe des Monats März beim Blogevent Cookbook of Colours von Uwe ;o) Im Heft wurde ich auch gleich fündig und habe eine Zitronen-Mascarpone-Tarte entdeckt, die mit Blaubeeren belegt wird. Ok, so richtig krass blau ist das Ganze nicht, aber Blau ist ja auch ein schwieriges Thema, da hoffe ich also, es werden beide Augen zugedrückt ;o) Man hätte die Tarte natürlich auch mit mehr Blaubeeren belegen können, um ein farblich besseres Gesamtergebnis zu haben, aber wo krieg ich jetzt am Sonntag noch mehr Blaubeeren her...?

Doch ob nun Blau oder nicht, der Geschmack der Tarte ist einfach super. Der Boden ist richtig schön knusprig geworden, die Crème schmeckt zitronig frisch (fast vergisst man, dass sie aus fettigem Mascarpone besteht) und die Blaubeeren machen sich sehr gut dazu. So gefällt mir der Start in den Frühling!

Wie schon erwähnt, die Tarte schicke ich fürs März-Event des Cookbook of Colours bei High Foodality ins Rennen. Außerdem ist sie mein Beitrag zur Initiative Sonntagssüß, diese Woche gesammelt bei Lingonsmak.

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors


Rezept
für eine Tarteform (Durchmesser 33 cm)

für den Teig
250g Mehl
125g kalte Butter
80g Zucker
1 Ei
Abrieb einer halben Zitrone
1 Prise Salz
Erbsen zum Blindbacken

für den Belag
500g Mascarpone
Abrieb und Saft einer Zitrone
1 Päckchen echter Vanillezucker
70g gesiebter Puderzucker
300g Blaubeeren

Das Mehl in eine große Schüssel sieben, eine Mulde reindrücken. Die kalte Butter in Stücke schneiden und auf dem Mehlrand verteilen. Zucker, Salz und Ei in die Mulde geben, die abgeriebene Zitronenschale darauf verteilen und alle Zutaten schnell zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in Folie einschlagen und im Kühlschrank mindestens 30 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit den Ofen auf 180 Grad vorheizen.

Nach der Kühlzeit den Teig dünn ausrollen. Eine flache Tarteform leicht fetten, Teig hineinlegen und am Rand festdrücken. Mit einer Gabel den Teigboden mehrmals einstechen, mit Backpapier belegen und die Erbsen darauf schütten. Teig im vorgeheizten Ofen ca. 20-25 Minuten backen, dann aus dem Ofen nehmen, die Erbsen entfernen und abkühlen lassen.

Für die Füllung den Mascarpone mit Abrieb und Saft der Zitrone, Vanille- und Puderzucker glatt rühren, auf den ausgekühlten Tarteboden streichen und mit den Blaubeeren belegen. Danach die Tarte noch mindestens eine Stunde lang kühl stellen.

Quelle
menü magazin

Mittwoch, 21. März 2012

Brot mit Erbsencrème und gebratenen Zuckerschoten

Endlich, der Frühling ist da! (Na ja, zumindest bis heute Mittag... jetzt hat es sich leider schon wieder deutlich abgekühlt.) Ich hab mich so gefreut, als seit Freitag die Sonne rausgekommen ist und das Thermometer sogar die 20-Grad-Marke überschritten hat. Da wurden gleich die Balkonmöbel aufgebaut, einige Pflänzchen durften sich auf den Balkon wagen und auch ein erster Biergarten-Besuch stand an :-) Auch in der Küche hab ich jetzt keine Lust mehr auf Eintöpfe, Schmorgerichte und Wintergemüse, sondern mag es jetzt frühlingshaft-frisch. Besonders gern mag ich Erbsen und Zuckerschoten, weswegen mir das Rezept für Erbsencrème mit Zuckerschoten auf Röstbrot in der März-Ausgabe der Lecker sofort ins Auge gefallen ist.


Das Essen ist super-schnell gemacht und damit auch absolut feierabendtauglich. Zuckerschoten braten, parallel dazu Brot rösten sowie Erbsen köcheln und pürieren - das geht in gerade mal 30 Minuten. Und super-lecker ist es auch :-) Schmeckt so richtig schön frisch und nach Frühling. Der Clou dazu ist das Topping aus Büffelmozzarella - aber auch ohne den Käse schmeckt es absolut genial!

Rezept
für 2-3 Personen zum Sattessen oder für 4-6 als Vorspeise

150g Zuckerschoten
125g Büffelmozzarella
3 Stiele Minze
1 Zwiebel
2 EL Olivenöl
300g TK-Erbsen
Salz, Pfeffer, Zucker
6 Scheiben Bauernbrot

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Zucherschoten putzen und waschen, in feine Streifen schneiden. Mozzarella in dünne Scheiben schneiden. Minze waschen und trocken schütteln, Blättchen abzupfen und fein hacken. Zwiebel schälen und fein würfeln.

1 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Zuckerschoten darin ca. 4-5 Minuten dünsten, mit Salz und Pfeffer würzen und beiseite stellen. 1 EL Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel darin andünsten. Gefrorene Erbsen und ca. 5 EL Wasser zugeben, mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen. Aufkochen und zugedeckt ca. 5 Minuten dünsten. In der Zwischenzeit Brotscheiben im vorgeheizten Backofen ca. 5 Minuten rösten.

Erbsen samt gehackter Minze fein pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Püree auf die Brotscheiben streichen und mit gebratenen Zuckerschoten und Mozzarella-Scheiben belegen.

Quelle
Lecker März 2012

Sonntag, 18. März 2012

Tag der offenen Küche

Steph vom Kuriositätenladen hat zum Tag der offenen Küche aufgerufen - und in der letzten Zeit sind schon einige Blogger-Kollegen dem Aufruf gefolgt und haben uns einen Blick in ihre heiligen Hallen gewährt. Ich finde die Idee ebenfalls super, da ich mir unheimlich gern andere Wohnungen anschaue und mir auch gerne mal die ein oder andere Deko-Idee abgucke. Ehrensache, dass es darum heute auch Fotos aus meiner Küche zu bewundern gibt :-)

In unsere jetzige Wohnung sind wir erst Anfang diesen Jahres gezogen, weswegen noch nicht alles hundertprozentig so ist, wie ich es mir vorstelle. Zwar sind jetzt alle Möbel und auch die neue Küchenarbeitsplatte da, doch hier und da fehlt es noch an ein bisschen Deko-Krimskrams. Aber wie ich mich kenne, sammelt sich dann doch ziemlich schnell mehr als genug Zeug an ;o)


Hier seht ihr einen ersten Blick auf meine Küche vom Wohnzimmer aus. Ich habe eine offene Küche, was mir sehr wichtig ist. Da ich dort einen recht großen Teil meiner Freizeit verbringe, möchte ich nicht abgeschieden sein, sondern nebenbei die Möglichkeit haben, mich mit meinem Freund oder mit Gästen zu unterhalten oder aber einfach mal nen Blick in Richtung Fernseher zu werfen. Ich bin einfach gern mittendrin im Wohnzimmer-Geschehen.
Ihr seht schön, dass ich eine sehr kleine Küche habe. Vorm letzten Umzug hab ich noch gesagt, dass ich endlich mehr Platz und mehr Arbeitsfläche haben möchte - letztendlich kam es doch anders... ;o) Aber weil die Wohnung ansonsten ein Traum ist, hab ich da mal ein Auge zugedrückt und mir gedacht, dass es doch bisher auch immer auf engem Raum ganz gut geklappt hat. Zu zweit lässt es sich noch ganz gut hantieren, mehr Leute passen leider nicht wirklich rein. Aber da meine Küche ja direkt ans Wohnzimmer grenzt, ist das für mich eigentlich kein großes Problem.


Meine Küche hab ich mir noch zu Studentenzeiten für meine erste eigene Wohnung gekauft. Sie war sehr, sehr günstig, funktioniert jetzt aber dennoch schon seit einigen Jahren tadellos. Lediglich die Abzugshaube musste ich zwischenzeitlich erneuern. Da ich sehr wenig Stauraum habe, stapeln sich in meinen Schränken oftmals fünf Töpfe oder Schüsseln ineinander, was manchmal nervig ist, weil man erst den halben Schrank ausräumen muss, um an einen bestimmten Gegenstand zu kommen. Na ja, irgendwann werde auch ich mehr Platz haben ;o)
In dem Schrank oben links finden sich einige Schüsseln, Auflaufformen und Dessertförmchen. Die Mikrowelle darunter wird kaum benutzt - eigentlich nur zum Butter anschmelzen. Der Schrank direkt links von der Abzugshaube ist mein Vorratsschrank und wirklich über und über vollgestopft - einen Blick hinein erspare ich euch ;o) Unten links wohnen viele Töpfe, Siebe, Messbecher und ein Tischgrill. Aufgrund des mangelnden Platzes wird auch der Backofen als Stauraum genutzt - darin befinden sich Pfannen sowie mehrere Backformen, die also jedes Mal rausgeräumt werden müssen, wenn ich den Ofen anwerfen will. Im Schrank direkt über der Spülmaschine wohnen Alltagsgeschirr und -gläser - das schöne Geschirr, ein Teeservice und besondere Gläser für alle Gelegenheiten und Getränke befinden sich hingegen im Wohnzimmerschrank.


Das ist die Ecke hinten bei der Spüle. Dort habe ich noch ein kleines Tischchen als Abstellfläche stehen. Darauf findet die Kaffeemaschine ihren Platz, außerdem ein großer Sektkühler, in dem alle Küchenutensilien aufbewahrt werden, an die ich schnell rankommen will, wenn ich am Herd hantiere - also Messer, Rührlöffel, Schneebesen, Pfannenwender, Schaumkelle, Kartoffelstampfer, etc. Außerdem steht dort die Obstschale, in der hier allerdings nur eine einsame Süßkartoffel liegt, weil wir erst direkt nach meiner Foto-Session zum Wochenendeinkauf aufgebrochen sind ;o) Ganz wichtig hier außerdem: meine kleine Leiter, die ich eigentlich ständig brauche, weil meine Schränke bis obenhin vollgestopft sind und ich aus Platzmangel auch einiges auf den Schränken lagern muss - so wohnt mein großer gusseiserner Wok z.B. auf dem Kühlschrank ;o)


Ein bisschen mehr Stauraum als in der Küche in meiner alten Wohnung hab ich allerdings doch gewonnen - immerhin kann ich jetzt ein paar schmale weiße Regale zwischen Küchenzeile und Balkontür aufstellen. Darin findet sich querbeet alles - vom Standmixer und Handrührgerät über diverse Karaffen, Gläser und Schüsseln bis hin zu meinem geblümten Lieblings-Frühstücksgeschirr und einigen Blechdosen, die ich immer mal wieder für einige Geschenke aus der Küche brauche.
Direkt links neben den Regalen über dem Geschirrspüler seht ihr übrigens mein einziges Stück Arbeitsfläche. Manchmal gar nicht so leicht, mit diesem Stückchen auszukommen. Dort stehen auch mein Wasserkocher und einige Standard-Gewürze, Öle und Essige, die ich immer parat haben möchte. Im Vorratsschrank hab ich (natürlich...) noch wesentlich mehr Essig- und Öl-Sorten ;o)
Sehr wichtig ist auch die kleine Lampe, die oberhalb der Arbeitsfläche angesteckt ist. Sie macht nämlich auch wenn es draußen bereits dunkel ist ein einigermaßen annehmbares Licht, so dass hier auch viele meiner (abends gemachten) Fotos entstehen. Hierbei hab ich immer das Problem, dass ich dann immer vorm Essen noch fix das Mini-Stück Arbeitsfläche freiräumen und saubermachen muss, damit ich hier fotografieren kann. Aber bald ist es ja länger hell und ich kann meine Fotos auf dem Balkon schießen :-)


Ein weiteres Regal befindet sich rechts von der Balkontür neben dem Kühlschrank (neben dem Kühlschrank der zweite Ausgang zum Balkon - mein Balkon ist deutlich größer als meine Küche). Hier lagern eine Moulinette, ein Pürierstab, meine Gewürzbox, mein wunderschöner bunter Toaster (der aber nicht sooo oft zum Einsatz kommt und deshalb im Regal steht) und im Fach darunter meine Box mit Backzutaten.


Hier seht ihr meinen kleinen Esstisch. Auch der und die gelben Klappstühle (die wesentlich bequemer sind, als sie aussehen) stammen noch aus meiner Studentenzeit. Irgendwann ist mal ein größerer Tisch fällig, klar. In der Zwischenzeit schleppen wir, wenn wir Gäste erwarten, noch unseren größeren Schreibtisch aus dem Schlafzimmer ins Wohnzimmer und essen daran. Der kleine quadratische Tisch wird dann an den Durchgang vom Wohnzimmer zur Küche gestellt und dient mir als zusätzliche Arbeits- und Abstellfläche.


Zum Abschluss noch ein Blick auf unseren Balkon, den man sowohl von der Küche als auch vom Wohnzimmer betreten kann. Die Möbel haben wir ganz neu gekauft und erst vor einigen Tagen aufgebaut. Das erste Essen auf dem Balkon steht noch aus :-) Einige Frühlingsblumen sind schon eingezogen, der größte Teil der Balkonbepflanzung fehlt aber noch. Der Balkon zieht sich noch einige Meter weiter nach hinten, so dass noch Platz für Kräuter, eine Tomaten- und eine Erdbeerpflanze ist. Ich kann's schon kaum erwarten, irgendwann mal was von meinem Balkon ernten zu können ;o)

So, ich hoffe, mein kleiner Rundgang hat euch gefallen, und freu mich schon auf hoffentlich noch viele Einblicke in andere Küchen :-)

Sonntag, 11. März 2012

Sonntagssüß: Zitronen-Mohn-Pancakes mit Buttermilch

Kennt ihr den Blog La Tartine Gourmande? Ich lese ihn jetzt bereits seit drei Jahren und er gehört in Sachen Foodblogs immer zu meinen festen Anlaufstellen. Beatrice, die Autorin, ist gebürtige Französin und lebt mit ihrer Familie in Boston. Ihre Küche ist leicht, frisch und modern, oft vegetarisch, und man merkt daran noch deutlich die französischen Einflüsse (vor allem bei den unglaublich leckeren Desserts!). Ihre Fotos - ob von ihren Gerichten oder ihren Reisen - sind farbenfroh und sehr stimmungsvoll. Ich möchte euch jedoch nicht nur den Blog von Bea ans Herz legen, sondern auch und vor allem ihr erstes Kochbuch La Tartine Gourmande - Recipes for an inspired life, das vor einigen Wochen erschienen ist (bisher nur auf Englisch erhältlich). Ich hab es mir sofort bestellt und seit es vor einigen Tagen bei mir angekommen ist, bin ich nur am Blättern, Klebezettel platzieren und Nachkochlisten schreiben. Dieses Wochenende wurden gleich vier Gerichte aus dem Kochbuch ausprobiert :-)


Das erste, das ich euch vorstellen möchte, ist unser heutiges Luxus-Sonntagsfrühstück: Zitronen-Mohn-Pancakes mit Buttermilch. Dass Zitrone, Mohn und Buttermilch in einem Kuchen eine herrliche Kombination sind, wusste ich ja schon länger. Darauf, damit Pancakes zu backen, bin ich jedoch bisher noch nicht gekommen. Auch hier macht sich die Kombi wunderbar, die Pancakes sind locker, durch Zitrone und Buttermilch lecker saftig und schmecken mit dem Mohn doch irgendwie kerniger und kräftiger als "normale" Pancakes. Lediglich in einer Hinsicht habe ich Beatrices Rezept modifiziert: Sie verwendet für ihre Rezepte gern glutenfreie Mehlsorten, für diese Pancakes eine Mischung aus Reismehl, Quinoamehl und Quinoa-Flakes. Da ich nichts davon vorrätig hatte, habe ich eine Mischung aus normalem Weizenmehl und etwas Roggenmehl verwendet. Das hat wunderbar funktioniert und sehr, sehr gut geschmeckt. Ich schreibe das Rezept hier mit meinen Abwandlungen auf.

Diese leckeren Pancakes, die wir uns sicher ab und zu mal wieder gönnen werden, sind mein Beitrag zur Initiative Sonntagssüß, heute gesammelt bei mat&mi.


Rezept
für ca. 20 kleine Pancakes (reicht für 4-5 Personen)

100g Weizenmehl
30g Roggen-Vollkornmehl (oder weglassen und dafür mehr Weizenmehl verwenden)
2 EL Rohrohrzucker
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
2 Prisen Meersalz
2 EL gemahlener Mohn
abgeriebene Schale von einer Bio-Zitrone
2 große Eier
235 ml Buttermilch
1 EL Sonnenblumenöl, plus mehr Öl zum Braten

zum Servieren (nach Wunsch)

Puderzucker
Ahornsirup
Naturjoghurt
frische Früchte

In einer großen Schüssel die Mehlsorten, Zucker, Backpulver, Natron, eine Prise Salz, Mohn und abgeriebene Zitronenschale mischen. Die Eier trennen. In einer zweiten Schüssel die Eigelbe mit der Buttermilch verrühren, 1 EL Öl unterrühren. Unter die trockenen Zutaten rühren. In einer dritten Schüssel Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen. Unter den Teig rühren.

In einer Pfanne bei mittlerer Hitze Sonnenblumenöl erhitzen. Pro Pancake einen EL Teig in die Pfanne geben. 3-4 Minuten braten, bis die Unterseite goldbraun ist, dann wenden und noch mal 1-2 Minuten braten. Fertig zubereitete Pancakes im vorgeheizten Backofen (100 Grad) warmhalten, bis alle Pancakes gebacken sind. Pancakes frisch mit Puderzucker, Ahornsirup, Naturjoghurt und/oder frischen Früchten nach Wunsch servieren.

Quelle
abgewandelt nach: Beatrice Peltre - La Tartine Gourmande: Recipes for an inspired life

Mittwoch, 7. März 2012

Zwiebel-Walnuss-Brot

Schon ewig hatte ich mir vorgenommen, endlich mal wieder ein Brot zu backen. Nach Irish Soda Bread, Focaccia und Olivenbrot sollte es dieses Mal ein dunkles Brot sein, aufgrund meiner geringen Brotback-Erfahrung waren mir jedoch langwierige Experimente mit Vorteig, etc. noch nicht ganz geheuer. Als ich das Rezept für ein Zwiebel-Walnuss-Brot in der "Lust auf Genuss" gesehen hab, wusste ich dann gleich: Das soll es sein! Das Brot ist echt unkompliziert gemacht und somit auch für Brotback-Anfänger überhaupt kein Problem. Und wenn der Duft von frischgebackenem Brot durch die Wohnung zieht, dann ist das einfach unbeschreiblich!


Das Brot hat eine wunderbar knusprige Kruste und bekommt durch gebratene Zwiebeln und Walnüsse einen sehr schön würzigen Geschmack. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, das Brot noch warm mit selbstgemachter Kräuterbutter zu probieren. Absolut klasse - wird auf jeden Fall wieder gebacken!

Rezept
für ein Brot

500g Weizenmehl + etwas mehr Mehl zum Arbeiten
250g Roggenmehl
Salz
eine Packung Trockenhefe
1 EL Natursauerteigpulver
2 Zwiebeln (ca. 150g insgesamt)
4 EL Sonnenblumenöl
75g Walnusskerne

Beide Mehlsorten mit 1 TL Salz, Trockenhefe, Sauerteigpulver und 500 ml kaltem Wasser verkneten, bis der Teig nicht mehr klebt. Teig zu einer Kugel formen, mit Mehl bestäuben und mit einem feuchten Tuch zugedeckt 2-3 Stunden gehen lassen.

Zwiebeln abziehen, vierteln und in dünne Scheiben schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln darin unter Rühren goldbraun braten. Auf einem Teller abkühlen lassen und leicht salzen. Walnüsse hacken.

Zwiebeln und Walnüsse zum Teig geben. Teig durchkneten, zum Laib formen. Mit etwas Mehl bestäuben und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Teig mit Küchentuch zudecken und ca. 20 Minuten gehen lassen.

Ein Backblech auf der zweiten Schiene von unten in den Backofen schieben, ein zweites auf dem Ofenboden einschieben. Ofen samt Blechen auf 240 Grad vorheizen. Teiglaib mitsamt Backpapier auf das obere, heiße Blech ziehen. Eine Espresso-Tasse voll Wasser auf das untere Blech gießen und schnell die Ofentür wieder schließen (Vorsicht, es entsteht heißer Dampf!).

Brot im vorgeheizten Ofen 40-50 Minuten backen. Es ist fertig, wenn es beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt. Auf einem Gitter auskühlen lassen.

Quelle
Lust auf Genuss 3/2012

Sonntag, 4. März 2012

Göttlicher Schoko-Cola-Kuchen mit Fleur de Sel

Wenn man häufig Foodblogs liest, passiert es natürlich immer wieder, dass man Dinge sieht, die quasi schon durch den Bildschirm "Probier mich! Iss mich!" rufen und mich dann auch regelmäßig sofort an den Herd stürmen lassen. So geschehen auch, als ich die Bilder dieses göttlichen Kuchens bei Paule gesehen habe. Man, sah der lecker-saftig-schokoladig aus! Neben der Riesenportion Schokolade machte mich natürlich auch die Cola im Teig extrem neugierig. Man schmeckt sie nicht raus, aber sie sorgt für Lockerheit und Saftigkeit des Kuchens. Weiteres Plus des Rezepts: Es werden auch Tonkabohnen verwendet, und rein zufällig traf gerade meine Bestellung Tonkabohnen von Madavanilla ein und wollte probiert werden.


Beim Nachbacken habe ich mich komplett an das Rezept von Paule gehalten. Einzig in Sachen Deko bin ich einer plötzlichen Eingebung gefolgt. Paule bestreute ihren Kuchen mit gehackten Valrhona-Kakaobohnen, Nachbäckerin Alice mit getrockneten Malvenblüten. Beides hatte ich nicht und auch sonst irgendwie nichts Passendes zur Hand. Mein Blick wanderte in der Küche umher... fiel auf das Töpfchen Fleur de Sel... und ehe ich mich versah, begann ich, Salz auf meinen Schokokuchen zu streuen ;o) Den Geschmack von Schokolade mit Meersalz mag ich recht gern, warum also nicht auch mal im Kuchen probieren?

Und der Kuchen war echt der Hammer! Super-saftig, feucht, lecker schokoladig, und das Meersalz sorgte noch mal für einen wirklichen Aha-Effekt. Würde ich jederzeit wieder so machen :-)

Und da dieser göttliche Kuchen einfach weiterverbreitet werden muss, ist dies mein Beitrag zur Initiative Sontagsüß. Die Beiträge werden in dieser Woche bei Lingonsmak gesammelt und anschließend bei Pinterest präsentiert.



Rezept
für eine Springform (23 cm Durchmesser)

für den Teig

200g Butter
200 ml Cola
175 ml Vollmilch
50g Sahne
220g Weizenmehl Type 550
3 Teelöffel Weinsteinbackpulver
1/4 Teelöffel Backnatron
50g Kakaopulver
1 Prise Salz
1/2 geriebene Tonkabohne (alternativ Vanillemark von 1 Schote)
240g Rohrohrzucker
2 Eier

für den Überzug

160g dunkle Kuvertüre, mindestens 60%
70 ml Vollmilch
70g Sahne
2-3 ganze Tonkabohnen
1 Esslöffel Sirup (z.B. Golden Syrup oder Ahornsirup)
1 Esslöffel Butter
wer mag: ein paar Prisen Fleur de Sel


Butter und Cola in einem kleinen Topf bei niedriger Temperatur erwärmen – es sollte nicht kochen – bis die Butter geschmolzen ist. Abkühlen lassen, dann Milch und Sahne unterrühren. Beiseite stellen. Ein Stück Backpapier zwischen Ring und Boden der Springform einklemmen. Den Rand einfetten. Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Mehl, Backpulver, Natron und Kakaopulver in eine Rührschüssel sieben. Salz, geriebene Tonkabohne und Rohrohrzucker hinzugeben und mit dem Schneebesen vermischen. In die Mitte eine Mulde drücken, Eier hineingeben und leicht verquirlen. Dann in einem dünnen Strahl Butter/Cola/Milch/Sahne-Mischung hineingießen und mit dem Schneebesen zu einer homogenen Masse verrühren.

Teig in die Springform füllen und in den vorgeheizten Backofen geben. Ca. 45 Minuten lang backen. Nicht zu lange backen, zum Ende hin Stäbchenprobe machen. In der Backform 15 Minuten ruhen lassen, dann auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Für die Glasur Kuvertüre sehr fein hacken oder reiben. In eine Schüssel geben. Milch und Sahne mit Tonkabohnen aufkochen und durch ein Sieb über die Schokolade giessen (Tonkabohnen abwaschen, gut trocknen lassen und separat aufbewahren; so kann man sie bis zu 7 Mal verwenden). Eine Minute ruhen lassen, dann mit einem Teigspatel vorsichtig vermischen. Sirup und Butter unterrühren. Den abgekühlten Kuchen damit überziehen. Mit Fleur de Sel bestreuen.

Hält sich einige Tage, schmeckt am besten nachdem er einen Tag geruht hat.

Quelle
paules ki(t)chen