Blaubeer-Frischkäse-Kuchen mit weißer Schokolade

Was war das nur für ein herrliches Pfingstwetter! Insbesondere der Pfingstsonntag hat uns strahlend blauen Himmel, herrlichen Sonnenschein und richtig warme Temperaturen beschwert. Beste Gelegenheit also, um (spät in diesem Jahr) in die von uns so geliebte Biergarten-Saison zu starten. Ich liebe unsere Biergarten-Besuche immer sehr, denn dann sitzen wir gemütlich wirklich stundenlang, nehmen uns Bücher und Zeitschriften mit und haben so richtig schön viel Zeit zum Schmökern. Dazu noch eine schwarze Johanna (eine Leipziger Spezialität: Leipziger Gose, also obergäriges Bier, mit Cassis-Sirup - leicht herb, sehr fruchtig und erfrischend!) und ich bin glücklich :-) Und umso glücklicher, wenn mich nach dem Biergarten-Besuch zuhause ein Stück selbstgemachter Kuchen erwartet...


Sogenannte Kühlschrank-Kuchen bzw. Kuchen ohne Backen mag ich sehr, seitdem der Lime-Cheesecake damals so ein großer Erfolg war und quasi innerhalb von Minuten verschwand ;-) Darum hatte ich mir auch für das Pfingstwochenende, für das schönes Wetter angesagt war, wieder ein Rezept für einen Kühlschrank-Kuchen rausgesucht, dass ich schon seit drei (!!!) Jahren ausprobieren will. Am Pfingstsamstag regnete es dann aber in Strömen und war ziemlich kalt. Kurz hab ich gezögert: Doch lieber Schoko-Rührkuchen backen? Dann hab ich mich aber hoffnungsfroh doch für den Kühlschrank-Kuchen entschieden und wurde weder vom Kuchen noch vom Wetter enttäuscht :-)


An dem Kuchen hat mir fast der Boden (aus Zwieback und weißer Schokolade) am allerbesten geschmeckt, denn der war super-knusprig und lecker (auch wenn er sich leider recht schwer schneiden ließ). Doch auch die Crème war lecker und erfrischend, und dass man mit einem Sparschäler so schöne kleine Schokoröllchen fabrizieren kann, war mir neu und hat mich auch begeistert. Ich würde beim nächsten Mal wohl noch etwas abgeriebene Limettenschale an die Crème geben für eine noch erfrischendere Note, aber sonst den Kuchen jederzeit wieder so machen.

Einzige kleine Enttäuschung bei diesem Rezept aus der Lecker: Dort sieht die Crème richtig schön pink aus, was mir jedoch ein Rätsel ist, da das Rezept weder TK-Heidelbeeren noch Lebensmittelfarbe verlangt. Und mit ganzen Blaubeeren, die man unter die Creme hebt und nicht mal anquetscht, passiert in Sachen Farbe natürlich auch nichts. Geschmacklich tut das dem Kuchen keinen Abbruch, aber ein bisschen merkwürdig fand ich es dann doch... ;-)

Rezept
für eine Springform, 26 cm Durchmesser
(wer wie ich eine kleine 15-cm-Form verwenden will, halbiert die Mengen einfach)

Öl für die Form
300g weiße Schokolade
25g weißes Kokosfett
120g Zwieback
9 Blatt weiße Gelatine
300g Blaubeeren
600g Doppelrahmfrischkäse
200g Schmand
125g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
4 EL Zitronensaft
200g Schlagsahne

Den Boden der Springform leicht einölen. Von der Schokolade 50g mit einem Sparschäler in Röllchen abziehen, kalt stellen. Rest Schokolade und Kokosfett grob hacken und in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Zwieback in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz so lange darüber rollen, bis alles fein zerkleinert ist (alternativ grob zerkleinern und in einem elektrischen Blitzhacker fein mahlen). Mit der flüssigen Schokolade mischen, in die Form drücken und ca. 1 Stunde kalt stellen.

Nach Ablauf der einen Stunde Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Blaubeeren verlesen, waschen und gut abtropfen lassen. Frischkäse, Schmand, Zucker, Vanillezucker und Zitronensaft mit den Schneebesen des Handrührgeräts kurz glatt rühren.

Gelatine gut ausdrücken, in einen Topf geben und bei schwacher Hitze auflösen. 5 EL von der Frischkäsecrème einrühren, dann diese Mischung unter die übrige Crème rühren. Sofort Sahne steif schlagen. Dann erst die Blaubeeren, zum Schluss die Sahne unter die Crème heben. Crème auf den Bröselboden streichen und Kuchen mind. 4 Stunden kalt stellen. Dann mit Schokoröllchen bestreut servieren.

Quelle
Lecker Nr. 7+8 2010


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