Asiatischer Nudelsalat

Während ich im Sommer sehr gerne und oft mediterran koche, schätze ich im Herbst und Winter die asiatische Küche. Egal, ob vielschichtige Gewürzmischungen wie in der indischen Küche oder eher "spitze" Aromen von Limetten, Chili & Co. wie in der ostasiatischen Küche - ich finde, dass solche Gerichte so richtig schön durchwärmen. Ein weiteres Plus ist, dass scharfes Essen gesund ist und Erkältungsviren in Schach hält, was wir ja im Moment auch gut gebrauchen können. Nicht zuletzt machen asiatische Gerichte mich zwar glücklich und zufrieden, sind aber häufig recht kalorienarm und figurfreundlich - wenn man sich nicht gerade für die gebackene Ente in Erdnuss-Kokos-Creme entscheidet, versteht sich!


Ihr seht also, asiatische Küche passt perfekt in die kühle Jahreszeit! Darum habe ich letzte Woche einen asiatischen Nudelsalat zubereitet, bei dem ich mich grob an einem Rezept aus der Zeitschrift "In meiner Küche" orientiert habe. Allerdings habe ich kräftig nach meinen eigenen Vorlieben und meiner Vorratssituation abgewandelt: So habe ich zum Beispiel die dünnen Reisnudeln (Vermicelli) durch breite Reisnudeln ersetzt oder das Schweinefleisch weggelassen, da ich einen vegetarischen Salat zubereiten wollte. (Wer gern mit Fleisch essen möchte, kann dünne Scheibchen Schweine-, Rinder- oder Hähnchenfleisch scharf anbraten.) Auch mit dem Gemüse habe ich gespielt und mich für Pilze und Gurke entschieden. Einzig am Topping gab es für mich nichts zu rütteln: Lauchzwiebelringe, Erdnüsse und Limettenschnitze müssen einfach sein, finde ich!

Der Salat schmeckt super-aromatisch und in das Dressing hätte ich mich reinlegen können. Am nächsten Tag, wenn es schön in die Nudeln reingezogen ist, ist es sogar noch besser. Wenn ihr Reste bis zum nächsten Tag aufheben wollt, dann bewahrt Gurke, Lauchzwiebeln, Erdnüsse und Limette separat auf und mischt sie erst vor dem Servieren unter den Salat bzw. streut sie drüber. So behält alles seine knackige bzw. knusprige Konsistenz und die einzelnen Aromen treten schön hervor, statt sich zu einem Einheitsbrei zu vermischen.

Rezept
für 4 Portionen

100g Reisnudeln (schmal oder breiter)
1 unbehandelte Orange
1 EL Hoisinsauce
1 TL Sojasauce
4 cm frischer Ingwer
1 TL Sambal oelek
1 EL Erdnussöl
ca. 350g braune Champignons
1 Salatgurke
1 Knoblauchzehe
2 Frühlingszwiebeln
35g geröstete, gesalzene Erdnüsse
2 Limetten

Nudeln in einer hitzebeständigen Schüssel mit kochendem Wasser übergießen und einige Minuten stehen lassen, bis sie weich sind (je nach Breite der Nudeln unterschiedlich, einfach auf die Packung schauen). Dann abgießen.

Für das Dressing Orange heiß waschen und 1 TL Schale abreiben. Orange auspressen und 60 ml Saft abmessen. Ingwer schälen und fein reiben. Orangenschale und -saft, Hoisinsauce, Sojasauce, Ingwer und Sambal oelek in ein Schraubglas füllen, fest zuschrauben und schütteln, bis sich alle Zutaten vermischt haben. Anschließend ggf. noch mal abschmecken.

Knoblauch schälen und fein hacken. Öl im Wok oder einer Pfanne erhitzen. Pilze und Knoblauch darin bei starker Hitze braten, bis die Pilze gar sind. Nudeln und Dressing untermischen und einmal in der Pfanne schwenken.

Gurke waschen, längs halbieren und in Scheiben schneiden. Teller damit auslegen, Salat darauf verteilen. Erdnüsse grob hacken. Lauchzwiebeln waschen, putzen und in feine Ringe schneiden. Limetten in Spalten schneiden. Jeden Teller Salat mit Lauchzwiebelringen, Erdnüssen und Limettenschnitzen garnieren.

Quelle
stark abgewandelt nach einer Idee von "In meiner Küche", Ausgabe 1/2015 (September)

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