Veganer Himbeer-Bananen-Kokos-Kuchen

Vor dem Urlaub hatte ich mir einige Kochzeitschriften als entspannte Strandlektüre gekauft. Zwar lese ich (nicht nur im Urlaub) gern Romane und hatte auch auf unserer letzte Reise einige dicke Wälzer dabei, aber ab und an will man ja nur mal faul in etwas blättern und da bieten sich Kochzeitschriften doch sehr an. Zum einen hat man mal Zeit, in Ruhe darin zu stöbern und zum anderen sammelt man so gleich Ideen, die man nach der Rückkehr zuhause umsetzen will... da hat man dann zumindest eine Motivation, um zurückzukommen! In einer der Zeitschriften (dem neuen Heft "In meiner Küche", stammt aus demselben Verlag wie die "Lecker") habe ich dieses Rezept für einen veganen Himbeer-Bananen-Kokos-Kuchen gesehen und war sofort ganz angetan. Zwar bin ich nicht der allergrößte Bananen-Fan, aber die Kombination klang einfach super und zudem haben mich Bananen beim Backen schon zweimal überzeugt (in den veganen Bananen-Schoko-Muffins und in meinen gesunden Frühstücks-Muffins).


Bereits wenige Tage nach der Rückkehr aus dem Urlaub bot sich dann die Gelegenheit, den Kuchen auszuprobieren. Fürs Wochenende hatte sich lieber Besuch angesagt, drei meiner ehemaligen Kolleginnen aus Leipzig, und gemeinsam wollten wir eine Wanderung in der Sächsischen Schweiz unternehmen. Da braucht es natürlich leckeres Proviant für ein schönes Picknick zur Stärkung zwischendurch. Ein Kuchen sollte also her, und zwar einer, der sich unkompliziert transportieren lässt und der auch noch am zweiten Tag nach dem Backen saftig ist (da ich am Vorabend der Wanderung keine Zeit zum Backen hatte, musste ich bereits vorarbeiten). Ein unkomplizierter Rührkuchen mit saftigen Bananen im Teig war da natürlich genau das Richtige!


Der Kuchen ist wirklich ganz einfach und schnell zusammengerührt und hat mich absolut überzeugt. Er schmeckt nur dezent nach Banane, hat ein schönes Kokos-Aroma und die Himbeeren geben Frische und leichte Säure. Perfekt! Wirklich punkten konnte er aber vor allem auch mit seiner Saftigkeit. Die zerdrückten Bananen sorgen für eine richtig weiche, flaumige Konsistenz - toll! Wie schon oben erwähnt habe ich den Kuchen am zweiten Tag nach dem Backen angeschnitten und da es ein großer Kuchen war und wir noch viel anderes Proviant hatten, haben wir über drei Tage verteilt von ihm gegessen. Auch am vierten Tag nach dem Backen hatte er noch nichts an Saftigkeit verloren und war absolut köstlich. Dass er auch noch vegan ist, war für mich eher Zufall und nicht besonders wichtig, ist aber sicher für den einen oder anderen von euch interessant. Also, wenn ihr einen unkomplizierten, leckeren und saftigen Kuchen sucht, dann probiert den Himbeer-Bananen-Kokos-Kuchen unbedingt mal aus :-)

Und hier sind noch ein paar Impressionen von unserer Wanderung :-) Darunter findet ihr dann das Rezept.

Der steinige Weg nach oben...
Oben angekommen...

...und Ausblick gibt es auch :-)

Rezept 
für eine Kastenform (2,5 Liter Inhalt)

3 reife Bananen
150 ml neutrales Öl
150 ml Sojamilch
300g + 1 EL Mehl
1 TL Backpulver
180g brauner Zucker
1/4 TL Natron
80g Kokosraspel
150g TK-Himbeeren

Backofen auf 160 Grad vorheizen. Eine Kastenform fetten und mit Mehl ausstreuen. Bananen schälen, in grobe Stücke schneiden und mit einer Gabel zerdrücken. Zerdrückte Bananen in einer Schüssel mit Öl und Sojamilch verrühren.

Mehl, Backpulver, Zucker, Natron und Kokosraspel vermengen. In die Mitte der Masse eine Mulde drücken. Bananenmischung in die Mulde geben und gut verrühren. Gefrorene Himbeeren in einem tiefen Teller mit einem EL Mehl mischen (so sinken sie beim Backen nicht nach unten, sondern bleiben im Teig verteilt). Vorsichtig unter den Teig heben. Teig in die Form füllen und die Oberfläche glatt streichen.

Kuchen im Ofen 50 - 60 Minuten backen, bis an einem in den Kuchen gesteckten Holzstäbchen kein weicher Teig mehr kleben bleibt (bei mir hat es 60 Minuten gedauert). Kuchen erst ca. 10 Minuten in der Form, dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Quelle
In meiner Küche Nr. 1/2015 (September)

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