Sonntag, 12. Februar 2017

Sonntagsbrötchen selber backen - ganz einfach und schnell

Auch wenn ich unter der Woche gerne herzhaftes Brot oder aber selbstgemachtes Müsli frühstücke - zu einem schönen Sonntagsfrühstück gehören Brötchen für mich einfach dazu! Da ticke ich sicher nicht so viel anders wie die meisten von euch. Zu den Brötchen gibt es dann eine Auswahl von Wurst und Käse (vor allem Käse, das ist wichtig!), Marmelade, Honig, gerne Rührei oder Spiegelei und außerdem noch Joghurt und Obst. Meist ist bei uns sonntags das Frühstück sogar die absolute Hauptmahlzeit des Tages, denn wir schlafen gerne sehr lange und dann ist die Mittagszeit eh schon fast vorbei ;-) und bis zum Abend hat auch niemand wieder größeren Hunger. Großes Frühstück und am Abend noch eine Kleinigkeit, so sieht unser Sonntag essenstechnisch in der Regel aus. Klar, dass dann alle Komponenten des Frühstücks auch eines Sonntags absolut würdig sein müssen!


Und das waren sie auch bisher... bis, ja, bis auf die Brötchen. Wie schon erwähnt, wir wollen ausschlafen, und alle Bäcker hier im Umkreis haben die Angewohnheit, ihre Brötchen sonntags nur bis 9 oder 10 Uhr zu verkaufen. Da beißt sich leider die Katze in den Schwanz... Ich habe mir daher lange Zeit mit tiefgekühlten Brötchen zum Aufbacken beholfen, die leider alles andere als aufregend schmeckten, sondern allenfalls eine geschmacksneutrale Unterlage für Käse & Co. abgaben. Das konnte ich nicht mehr mit mir vereinbaren, also habe ich angefangen, mit meiner Biokiste Brötchen zu bestellen, diese einzufrieren und sonntags wieder aufzubacken. Das war schon mal besser, doch die Brötchen haben durch das Einfrieren und wieder Auftauen leider etwas an Qualität eingebüßt. Wie schön wäre es doch, wenn man selber Brötchen backen könnte... aber ist das nicht mega-aufwendig und kompliziert?


Nein, ist es nicht! Zumindest nicht nach diesem Rezept, das inzwischen zu meinem Standard geworden ist. Ihr müsst nur am Vorabend die Zutaten für den Teig miteinander verrühren (das dauert 3 Minuten), dann geht der Teig über Nacht und am nächsten Morgen (oder Mittag...) könnt ihr in 20 Minuten Backzeit eure Brötchen frisch backen - auch nicht viel länger, als die Tiefkühl-Brötchen brauchen würden. Weitere schöne Nebeneffekte: Ihr wisst genau, was drin ist (nämlich nur Mehl, Salz, Hefe und Wasser und keine komischen Zusatzstoffe o.ä.) und ihr könnt die Brötchen auch ganz leicht abwandeln, indem ihr sie z.B. mit Körnern eurer Wahl bestreut oder - wie wir als große Käsefans - euch einfach Käsebrötchen backt :-)


Seit ich dieses Rezept kenne, habe ich keine Brötchen mehr gekauft und habe es auch nicht mehr vor. Und nun wird es wirklich Zeit, dass ich mein Brötchen-Rezept einmal blogge, denn ich erzähle schon seit Monaten Freunden und Bekannten begeistert davon und viele warten auf das Rezept. Aber wie das eben immer so ist mit Sachen, die man ganz häufig zubereitet - man denkt sich "Ach heute ist schlechtes Licht / habe ich keine Lust / was auch immer, Fotos mache ich dann einfach nächsten Sonntag". Und aus dem nächsten Sonntag wird dann ganz schnell mal das nächste Jahr... Aber na ja, hier ist es ja jetzt ;-)

Rezept
für 8 Brötchen

300g Dinkelmehl
100g Weizenmehl
1 TL Salz
10g frische Hefe
270 ml lauwarmes Wasser

für Käsebrötchen zusätzlich
1 Eiweiß
40g Parmesan, in Spänen

Am Vorabend in einer großen Schüssel die beiden Mehlsorten und das Salz vermischen und eine Mulde in der Mitte formen. In einer kleinen Schüssel Wasser und Hefe gut verrühren. Hefewasser in die Mulde gießen und alle Zutaten mit einem Holzkochlöffel kurz verrühren (nicht zu stark rühren, es muss nicht alles super-gründlich vermengt sein, ein paar Mehlnester können ruhig bleiben). Schüssel abdecken und Teig 12 - 18 Stunden lang im Kühlschrank gehen lassen.

Am nächsten Morgen ein Backblech mit Backpapier belegen und den Ofen inkl. Backblech auf 250 Grad vorheizen. Dann das Backblech aus dem Ofen nehmen. Vom Brötchenteig mit zwei Löffeln Stücke abstechen, zwischen den beiden Löffeln formen und auf das Backblech geben. Am Anfang sahen meine Brötchen recht unregelmäßig geformt aus, es gelingt aber mit jedem Mal besser!

Wer seine Brötchen ohne Extras möchte, kann sie jetzt direkt in den Ofen schieben. Wer Körner- oder Käsebrötchen machen möchte, trennt ein Ei und verquirlt das Eiweiß leicht (das Eigelb und das restliche Eiweiß könnt ihr dann später zum Rührei geben, das ihr vielleicht auch am Sonntag esst). Dann die Brötchen mit dem Eiweiß einpinseln und mit Körnern nach Wahl oder mit Käsespänen bestreuen. Brötchen in den Ofen schieben und 20 Minuten lang backen, dann ofenfrisch und warm genießen :-)

Quelle
eigenes Rezept

Kommentare:

  1. Ja, frische Brötchen gehören für viele zum Frühstück dazu, deshalb werde ich sie auch auftischen für meine Gäste. Teilweise auch selber gebacken. So frisch, das hat einfach was. Ich mag sie auch, zwar nicht täglich, aber ich freu mich immer besonders, wenn es am nächsten Morgen welche gibt :-)

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    1. Liebe Sarah,

      ja sonntags gehört es für mich einfach dazu :-) Ich brauche das auch nicht jeden Tag, unter der Woche esse ich eher kräftiges Vollkornbrot oder aber Joghurt mit Müsli. Aber so ein Sonntagsfrühstück mit frischen, noch warmen Brötchen hat einfach was! Toll, dass du für deine Gäste auch zum Teil selber Brötchen backen willst. Da bin ich ja mal gespannt, was du dann für Rezepte auftischst :-)

      Liebe Grüße,
      Kirsten

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